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Quo vadis Embarcadero?
Ich verfolge in letzter Zeit immer öfter hier und anderswo Diskussionen um Delphi und den Weg, den Embarcadero da einschlägt. Vorallem mit Delphi (der IDE) sind viele gestandene Entwickler unzufrieden. Wenn selbst Leute die ich schon seit Spotlight-Zeiten kenne inzwischen zu Visual Studio raten, dann muss etwas gravierend falsch laufen im Hause Embarcadero. Doch was ist es eigentlich, was falsch läuft? Hier mal meine persönlichen Ansichten.
Die IDE Grundsätzlich finde ich die jetzige IDE (habe XE4) durchaus gelungen. Ich muss dazu sagen, ich kam einst von Delphi 7 über ein kurzes Intermezzo mit XE2 zu meinem jetzigen XE4. Am Anfang war das eine gewaltige Umstellung für mich. Aber dann bin ich immer besser damit klar gekommen. Die Anordnung der einzelnen Bereiche finde ich übersichtlich, wenngleich auch ein 16:10-Bildschirm mit mindestens FullHD-Auflösung um vernünftig arbeiten zu können. Allerdings liegen die vielen kleinen Macken im Detail. So ist der Struktur-Baum in der Quellcode-Ansicht praktisch nutzlos, weil er immer voll aufgeklappt wird und bei längeren Klassen.Units schlicht unüberschaubar wird - da muss man sich eben mit CnPack behelfen. Das Refactoring funktioniert auch nur gefühltermaßen in 50% aller Fälle. Das Vierfach-Handling von Packages (32/64-Bit jeweils mit Debug und Release) könnte man auch einfacher lösen. TNotebook macht nur noch Stress, aber das haben wir ja anderweitig schon diskutiert. GlassSheet usw. funktioniert nicht wirklich toll, wenn man dann an jeder Stelle mit schwarzer Schrift plötzlich den Desktop durchscheinen sieht (Psychedelic Effect). Die Frameworks Das ist mir besonders in den letzten Wochen hier aufgefallen: Nach anfänglicher Euphorie über Firemonkey scheint hier allgemein Ernüchterung eingekehrt zu sein. Das Framework wird mehr schlecht als recht gepflegt und krankt an chronischer Featuritis ohne solide Basis. Dazu scheint der grundsätzliche Ansatz, das GUI über OpenGL zu rendern, inzwischen als Irrweg betrachtet zu werden. Zu viel Prozessorlast für nicht erkennbaren Nutzen, das frisst gerade auf Mobilgeräten Akkulaufzeit. Daneben müssen die nativen Controls des jeweiligen Hostsystems aufwendig "nachgebaut" werden und verhalten sich dennoch in Look&Feel nie 100%ig so wie die vom Nutzer gewohnten nativen Controls. Die Compiler Da ich persönlich eigentlich nur für Win64 kompiliere bin ich da im Moment eigentlich ganz zufrieden. Hier und da ein bisschen Ärger mit Alignment und Pointergrößen, aber ansonsten geht das schon. Nur hätte der x64-Compiler schon vor 10 Jahren kommen müssen. Leider scheint es da gerade bei den anderen Compilern arge Probleme zu geben. Der für iOS produziert Unmengen Bulkcode, der für Android arbeitet mit dem NDK statt dem SDK (nur gelesen, keine eigenen Erfahrungen) und die Abteilung Linux, naja sagen wir mal Still ruht der See. Die Dokumentation und Hilfe Da brauche ich nicht viel zu sagen, es reicht mir ein simples Zitat: "Embarcadero Technologies verfügt zurzeit über keine zusätzlichen Informationen." Die Geschäftspolitik Ich weiß nicht wie es euch geht, aber Major-Release-Zyklen von einem halben Jahr sind für mich eher abschreckend als verlockend. Als Profi will ich nicht zweimal im Jahr die ganze IDE neu aufsetzen. Dafür fehlt mir schlichtweg die Zeit. Außerdem war gerade das Hüh-und-Hott bei der iOS-Unterstützung zwischen XE2, XE3 und XE4 ein deutliches Zeichen völlig verfehlter Geschäftspolitik. Ich möchte mich bei den Frameworks (welches auch immer ich nun einsetze) vorallem auf eines verlassen können: Kontinuität und Zukunftssicherheit. Wenn ich mir vorstelle, ich baue heute ein großes und umsatzstarkes Projekt auf FMX und in ein, zwei Jahren wirft Emba eben mal fix Firemonkey wieder aus dem Portfolio, dann ist das für mich ein Grund für allerhöchste Vorsicht. Wahrscheinlich setzen auch deshalb so viele Delphianer nach wie vor auf die VCL: Die ist das einzige, was seit Delphi 2 wirklich soetwas wie Konstanz gezeigt hat. Die Community Das ist jetzt nicht als Kritik an der DP zu verstehen, aber: Wenn ich an die Zeit von 1995 bis 2005 zurück denke, da gab es auf den Seiten wie z.B. torry.net praktisch täglich neue Community-Komponenten. Mal gute, mal schlechte, manchmal auch verrückte. Aber daran sah man, es gab eine lebendige Community. Was haben wir heute: Praktisch nur noch kommerzielle Anbieter wie TMS, Devart & Co. Die machen zwar größtenteils einen sehr guten Job, aber mit Community hat das so viel zu tun wie Trabi mit Auto. Die Preise Machen wir uns nichts vor: Die Preisgestaltung seitens Emba ist einer der größten Community-Killer schlechthin. Früher gab es halbwegs brauchbare Personal- oder Turbo-Editions für lau oder wenig Geld. Damit haben z.B. auch viele Schulen gearbeitet. Zuerst wurden diese Editions immer weiter in den Funktionen beschnitten und schließlich ganz eingestellt. Unter 1000 Euro bekommt man heute kein brauchbares Delphi mehr. Wo bitte soll da der Nachwuchs für uns herkommen? Ganz ehrlich: Ich liebe Delphi (die Sprache) für ihre Eleganz und Erlernbarkeit. Ich würde wahrscheinlich auch so schnell nicht aufhören. mit Delphi zu entwickeln. Aber: Die Sprache und die IDE hängt seit Jahren den aktuellen Trends teilweise um eine Dekade hinterher (x64 mal als Paradebeispiel). Damit ist Delphi wirklich keine gute Basis zur Entwicklung für neue Plattformen, einfach weil die potentielle Kundschaft nicht bereit ist mal eben 10 Jahre zu warten bis man bestimmte Features bereitstellen kann. Quo vadis Embarcadero? |
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Oooh ... "Delphi und die Zukunft"- Kann es wieder diese Zeit sein? Es ist immer diese Zeit!
Meine Meinung in Kurzform: Die IDE Im Konzept sehr schön. Startet und reagiert durchgehend sehr schnell. Refactoring-Funktionen fast durchgehend unbrauchbar! Das "Struktur"-Fenster verstehe ich auch nicht. So viel ungenutztes Potential. "Referenzen suchen" lügt gerne bzw. findet nicht alle Verwendungen. "Verwendung suchen" funktioniert in etwa 10% der Fälle. Fazit: Wäre das Ding nicht so fehlerhaft, würde ich am Tag eine Menge Zeit sparen. Eine Menge. Dokumentation Aus technischer Sicht ist die dexplore-Hilfe kein echter Kracher, ja. Was mich stört sind die Informationen aus der Doku, die schlichtweg falsch sind. Das darf wirklich nicht sein. Sprache Über die Sprachsyntax muss nicht viel gesagt werden, da sind wir ja alle große Fans. An Features fehlt mir ehrlich gesagt auch nicht viel- Generics, Closures und Reflection: Alles drin! :thumb: Ja, syntaktisch wären Dinge wie echte Lambda-Ausdrücke oder etwas wie LINQ aus .NET ganz schön. Mir fehlt eigentlich nichts. Die Preise Da ich den Kram nicht bezahlen muss ist mir selbst das nicht allzu wichtig, aber gerade in der Enterprise-Version bekommt man schon einen ordentlichen Wert fürs Geld, finde ich. Allein was FireDAC alles kann, und in einem (Multiplattform-)Projekt munter Delphi und C++ mischen zu können ist eigentlich auch nicht übel. Aber ja, am unteren Ende fehlt irgendwie etwas, um das RAD Studio durchweg populär zu machen. Ich frage mich, wie bei jeder dieser Diskussionen, nur, was wir aus diesem Gedankenaustausch für Schlüsse ziehen wollen (und können). Über den Stellenwert eines konkreten Missstandes kann man gut sprechen. Aber allgemein wieder eine Firmenpolitik zum Thema machen zu wollen, kann eigentlich (wieder) nur scheitern. :? |
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Mir geht es eigentlich mehr darum, ob ich mit meinen Eindrücken meilenweit daneben (kam ja durchaus schon vor ^^) oder richtig liege. Davon hängen ja irgendwann auch Richtungsentscheidungen ab. |
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Ja, aber mit dem allgemeinen "Vibe" kann man nicht viel anfangen. Die ausdrückliche Empfehlung, Embarcadero solle doch andere Angebote für den Niedrigpreis-Bereich anbieten- Das ist ein ganz konkreter Punkt. Der wurde ja schon öfter gemacht und (ich meine doch) auch durchgestellt.
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So lange wir hier einen sachlichen Meinungsaustausch führen, empfinde ich den Thread hier als interessante Sammlung von Erfahrungen. Meine:
Die IDE Ich kann mich leider nur auf die Delphi 2007 IDE beziehen, da ich/wir seit dem keinen Bedarf mehr an Upgrades gesehen haben für unsere Arbeit. Die IDE ist so weit okay, ErrorInsight kann aber geflissentlich ignoriert werden. (Es hilft meist nur dann, wenn man sich bei einer lokalen Variable verschreibt.) Viele der Funktionen nutze ich persönlich wahrscheinlich gar nicht, weshalb ich hier auch mit wenig mehr als einem Texteditor schon recht zufrieden bin. Die Frameworks FMX kenne ich leider (zum Glück?) nur durch's Lesen. Was sich dort so insgesamt lesen lässt, und auch so ein paar konzeptionelle Dinge, führen bisher allesamt dazu dieses Framework so gut es geht zu meiden. Es scheint für den professionellen und produktiven Einsatz einfach nicht gut genug. Die VCL ist dagegen mein täglich Brot, und da sich bisher keine Cross-Platform Aufgaben für mich ergaben, war sie mir auch stets genug. Besonders die Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen 3rd Party Controls (TMS und DevArt allen voran) erlauben mir flüssiges Arbeiten und ein gut nutzbares Produkt. Die Compiler Da ich selbst bisher ausschließlich für Win32 kompiliere, kann ich hier kaum etwas zu sagen. Der Win32 Compiler tut seine Dienste, und ich hatte noch nie Ärger damit. Die Dokumentation und Hilfe Finde ich ziemlich indiskutabel. Für ein für den professionellen Markt gedachtes Produkt ist die Dokumentation fast gleich wichtig wie das Produkt selbst. Hier hat Emba echt übel verpennt. Zum Glück gibt es im Netz alternative Resourcen, aber das kann ja nicht angehen eigentlich. Die Geschäftspolitik Die finde ich in den letzten Jahren ausgesprochen fragwürdig. Die vorgenannten Gründe sind für uns alle zutreffend, und ausreichend bis auf weiteres keine Anschaffungen an Delphi IDEs zu machen. Die Community Ich halte mich weitestgehend in der DP auf, und muss zumindest feststellen, dass die Anzahl der Themen mit wirklich "interessanten" Problemen stark zurück gegangen ist. Vieles dreht sich um Fragen auf Schulniveau (welche an sich natürlich wilkommen sind), aber echte spannende softwaretechnische Dinge sieht man leider immer seltener. Auch einige User von früher, die eine Menge Qualität eingebracht haben, scheinen sich umorientiert zu haben. Die Preise Hier kann ich Codehunter eigentlich nur nachplappern. Unterm Strich sieht es für mich so aus: Mein Vater und ich machen hier praktisch alle Entwicklungsarbeit. Ich habe mit Delphi einen Großteil meiner Kindheit und Jugend zugebracht, mein Vater arbeitet seit TP 2 oder 3 mit dieser Produktlinie. Aber: Wenn mein Vater die Zeit und Lust hätte sich auf etwas anderes einzulassen, wäre ich schon seit einigen Jahren viel mehr mit .NET unterwegs. Sobald er keine Lust mehr hat und aus dem Geschäft ausscheidet, wird dieser Schritt auch vollzogen. Zumindest nach aktueller Faktenlage bzgl. Delphi. Sei es .NET (in Form von Visual Studio oder gar Xamarin) oder etwas anderes, was sich bis dahin als zuverlässiges und aktives Werkzeug erwiesen hat - das ist mir erstmal zweitrangig. Das soll kein Delphi-Bashing sein, sondern ist meine ganz persönliche und neutrale Einschätzung der Lage, und das, was ich für unser (und später mal mein) Unternehmen als für am besten befinde. Ich wäre weit glücklicher wenn es anders wäre. Bisher können wir unsere Kunden mit dem alten Delphi sehr zufrieden stellen, aber besonders bei mir wächst der Wunsch nach moderneren internen Prozessen und anderem Arbeiten. Und spätestens sobald mobile Geräte auch in unserem Sektor wichtiger werden, wird es kein Delphi mehr sein. Zumindest nicht in dieser Verfassung. |
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Und täglich grüßt das Murmeltier.
Entweder die Kröte schlucken oder auf Java/C# umschwenken. Dort gibt es Diskussionen dieser Art einfach nicht. |
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Ich habe meinen Kram für Visual Studio zusammen, mache neue Sachen nur noch dort und migriere aktive Projakte schon mal nebenbei zu .Net rüber. Ich komme mit der Embarcadero Geschäftspolitik nicht mehr klar. Ein einziges riesiges Marketing Getöse und nach dem Kauf war ich bei jeder neuen Version seit Delphi 2010 nur noch enttäuscht.
Sprachfeatures haben mir "damals" eigentlich kaum gefehlt, bis ich durch iOS und .Net häufiger mit Oxygene programmiert habe. Wenn man dort Pascal programmiert und ein paar Tage später zurück in Delphi ist, dann fehlt einem ![]() ![]() War eine schöne Zeit, aber XE5 war ganz sicher das letzte Delphi, für das ich Geld ausgegeben habe. |
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![]() Aber das ist ja nicht der Regelfall. |
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Wenn ich mehr Zeit und bessere Englischkenntnisse hätte wäre ich auch schon zu Oxygene (oder anderer Alternative) gewechselt.
Ich werde noch eine Weile bei XE3 bleiben ... und dann mal sehen. Neukauf bei Emba nur noch, wenn sich bei denen grundlegend alles ändert (Qualität, Support, Preisgestaltung). :-( |
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Ich zumindest bin bisher ganz gut damit gefahren, solche "Maßzahlen" (eher subjektive Einschätzungen, ich weiss) der Community zu entlocken. Man muss nur einigermaßen aufmerksam eine Hand voll aktiver Blogs und Foren verfolgen, und bekommt zumindest schon mal einen relativ brauchbaren Überblick darüber ob eine neue Version nun echte Verbesserungen mit sich bringt. Zwar eher allgemein und nicht immer auf mein genaues Einsatzgebiet gemünzt, aber ein gewisser Tenor ist meist doch zu erkennen. (Wie z.B. bei FMX, was bereits kurz nach Release kaum Lob erhielt, und auch nach einer gewissen Gewöhnunhgszeit nicht viel mehr Fans gefunden hat, wie ich empfinde.)
Selber ausprobieren ist zwar immer besser, aber wie du schon andeutest: Man kann als Berufsentwickler nicht alles und jeden alle paar Monate neu auf Herz und Nieren testen. Herstelleraussagen sind heutzutage keinen Cent mehr wert, womit der "Community Buzz" als nächst bestes Evaluierungs-Tool folgt. Hier bin ich echt sehr dankbar für das Medium Internet in seiner heutigen Form. |
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Sehe ich auch so.
Eine Kehrtwende von Emba zum Guten hin würde man (sicher auch in der DP) ganz sicher mit bekommen. |
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Ich vermute mal, mein Standpunkt wurde schon hier und da gelesen und hier wurde auch schon ausreichend von den Anderen gesagt, drum sag ich dazu explizit nix.
Man stelle sich mal vor, es gäbe ein Updatesystem für installierte "Erweiterungen" (Drittkomponenten ... vielleicht wird das mit dem "App-Store" doch irgendwann mal etwas) Und dann bräuchte man nur noch einen Delphi-Installer, der die Version nicht "parallel" installiert, sondern die vorhandene Installation updatet. Oder eine Option mitbringt "Einstellungen von Installation xyz übernehmen?" und zusätzlich noch eine Option "Alte Version deinstallieren.", falls man gleich hart umsteigen und Speicherplatz sparen will/muß. Solange sich nicht all zuviel ändert, könnte man sich z.B. eine Batch schreiben, welche den Registry-Pfad kopiert. Wie sieht das eigentlich mit dem App-Store seitens Emba aus? Oder kommt man besser das mal schnell das DP-Version zu erstellen, um nicht Jahrzehnte warten zu müssen? :roll: |
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Ich frage mich heute noch, wie man so hirnverbrannt sein kann, um diese dämliche Subscriptionmasche mitzumachen. Falls es günstiger sein sollte als ein Neukauf, dann installiert man die aktuellen Versionen eben nicht jedes Mal. Man wird doch nicht dazu gezwungen.
Kauft einfach nur jede zweite oder dritte Version. Das reicht komplett. Meine Erfahrung besagt allerdings auch, das man sich besser (auch) einer anderen Sprache widmen sollte. |
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Davon abgesehen ist es eine konstante Ausgabe, die man einplanen kann. Ich finde das Modell sehr viel besser als immer die einzelnen Versionen zu kaufen. Was mich ärgert ist nur, dass man die Aktionen, die man bei einem normalen Kauf bekommt, mit Wartungsvertrag nicht bekommt. |
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Und als FireDac noch Anydac war, war es im Vergleich gesehen deutlichst günstiger als heute (Professional + AnyDac vs. Enterprise inkl. FireDac). |
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Dann hänge ich mich mal mit rein.
Die IDE Die IDE ist für mich in den aktuellen Versionen durchaus gelungen. Wobei ich jetzt mal davon ausgehe, dass manche der Bugs, die mich in unserer XE2 manchmal zur Verzweiflung bringen (Absturz mit internem Fehler) in der XE5 gelöst sind. Die Frameworks Mit Firemonkey werde ich nicht so recht warm, aktuell bleiben wir bei VCL. Die "Alles ist ein DataSet/Source" Mentalität liegt mir nicht, da gehen wir eigene Wege. Ich würde mir wünschen, dass es mehr Framework-Unterstützung seitens Emba geben würde. Also z.B. ein Package für Authentifizierung etc. etc. Dazu könnte man aktiver Spring4D / D# unterstützen. Die Compiler Da wir Mobile wohl eher nicht mit Emba-Produkten machen werden, bleiben mir die Windows-Compiler und die funktionieren. Die Dokumentation und Hilfe Soo schlecht ist die Doku nun auch nicht. Ich finde es eher schade, dass das EDN so schleifen gelassen wird. Da wäre ja viel mehr Luft, als "Ich zeige euch jetzt wie man eine leere Anwendung für iOS schreibt". Die Geschäftspolitik Kurze Release-Zyklen sind inzwischen Industriestandard. Damit hat man immer ein Problem mit den Major-Versionen. Die gibt es bei den kurzen Zyklen ja eigentlich nicht mehr, aber man braucht sie um das Geschäftsmodell aufrecht zu erhalten. Ein Major pro Jahr passt. Für Firmen, die mit Delphi ihr Geld verdienen ist der Preis auch in Ordnung. Das hin und her bei Mobile war natürlich suboptimal. Die Community Hindernis für die Community ist sicher auch das Package-Management und die Herkunft aus der Closed-Source-Ecke. Wir denken aktuell darüber nach Teile unsers Application-Frameworks als Open-Source zu veröffentlichen, würden aber natürlich immer nur die Delphi-Version unterstützen, die wir nutzen. Das Anspruchsdenken der Community dürfte aber wohl eher sein stets verwendbare Releases für alle Versionen zu haben. Dazu sind die Abhängigkeiten ein Problem. Es wäre super, wenn es etwas wie NuGet / Composer geben würde. Die Preise Wie schon geschrieben sind die Preise für mich kein Problem. Auch nicht für die Community. Schauen wir uns doch mal an wie OpenSource-Projekte/Komponenten aufgestellt sind. Alles was sich länger am Markt hält hat große Supporter. HHVM kommt von Facebook, Bootstrap von Twitter, Angular.JS von Google, Firefox von der Foundation. Projekte sind inzwischen so komplex, dass gute OS-Komponenten eigentlich nicht mehr von Privatpersonen als Hobby entwickelt werden können und werden. Delphi ist für Desktop-Windows immer noch erste Wahl. Und wenn mit dem nächsten Update die Grenze von Modern-UI und Desktop weiter verwischt wird, dann kann man sich auch mit Metropolis blicken lassen ohne ausgelacht zu werden. Der X-Plattform-Ansatz ist in der Strategie richtig, der Markt mit der größten Bewegung ist Mobile also ist auch das richtig gewählt. Einzig der Coolness-Faktor scheint Emba so komplett zu fehlen und das macht es schwierig bei den Mobile-Entwicklern zu punkten. Reine Windows-Entwicklung mit Fat-Clients ist einfach kein Zukunftskonzept mehr. |
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Nicht out-of-the-box, aber man könnte im EDN die Sachen ja mal prominent featuren. Ihr geht ja zum Teil wirklich tief in die Innereien, insofern würde eine engere Zusammenarbeit ja unter Umständen auch der Gesamtsprache helfen.
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Davon abgesehen ist es mir deutlich lieber, wenn die dem Anschein nach außen nach ohnehin schon nicht so pralle Manpower für eine kommende Version benutzt wird, als wenn da dann noch Aufwand für ältere Versionen abgezwackt wird. Das sollte man dabei auch nicht vergessen. Zitat:
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Das hätte mehrere Vorteile:
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Das Problem mit den Versionen wird man nie wegkriegen. Allerdings wäre es schick, wenn es einen Online-Service gäbe, der sich die Sourcen z.B. aus GIT holt und dann automatisiert die Packages für die verschiedenen Delphi-Versionen erstellt. Dann noch ein Repository dazu, die Behandlung von Abhängigkeiten und fertig wäre die Infrastruktur für das schnelle finden und verwenden von Komponenten. |
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Ich habe ein Programm von D7 auf XE2 angepasst. Das enthält keinerlei Generics oder RTTI. Programmgröße unter D7 17 Mbyte und der gleiche Quellcode mit XE2 übersetzt 64 Mbyte. Ansonsten hatten wir schon mal die Umstellung von VCL auf FMkey überlegt, sehen darin aber kaum einen Nutzen. |
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Ich denke, bestimmte Sprach-Features wie in diesem Fall Generics bringen naturgemäß einen gewissen Overhead mit sich. Dass die Binaries dann größer werden versteht sich irgendwie von selbst. Mir kommt zwar ein Zuwachs von 17 auf 64 MB aber auch zu viel vor (denke mal da sind Debug-Infos mit drin).
Ich frage mich, was wohl Oliver (Assarbad) zu den heutigen RTLs sagen würde. Ob er dann noch so ein Projekt wie NonVCL starten würde? Was treibt er eigentlich heute? Schon ewig nix mehr von ihm gehört. Jedenfalls dämmert mir angesichts der Problematik auch so langsam, warum Software-Updates im Allgemeinen seit Jahren immer größer werden. Manches Sicherheitsupdate für z.B. den IE10 ist ja teilweise größer als im Jahr 2000 das ganze Betriebssystem. Nur mal so als Beispiel... |
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Was glaube ich eher die (ernstzunehmende) Motivation ist wenn man hinter der Binary-Größe her ist ist die Tatsache, sich mit nicht-nativen Anwendungen auf Plattformen wie Android oder iOS messen zu wollen- Da ist eine Taschenlampen-App ein paar KB groß während man mit Delphi+Firemonkey sicher schon 10 MB für den zwingenden Splashscreen braucht.
Wenn die Systeme einem dann noch ein "Diese Anwendung können sie aufgrund der Größe erst herunterladen, wenn sich ein WLAN in Reichweite befindet" aufbrummen macht es einem das sicher nicht einfacher. Trotzdem finde ich auch die konsequente Ausrichtung, mit vielen verschiedenen Compiler-Backends fahren zu wollen, richtig. |
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Jeder wie er will. Lass dich von English nicht abhalten. Es wird auch keiner hergehen in Oxygene anfangen Winforms Applikationen exklusiv zu basteln.
XE3 naja, da sitzt mit dem Hals in der Gülle. Das war nicht zwingend die glorreichste Release. XE4 und XE5 sind schon wesentlich besser. XE3 ist kein Maß. Es geht jetzt einiges mehr wieder. Ich hatte einfach alle Code Insight Feature abgedreht. Teils kann man die in XE5 wieder in Betrieb nehmen. Ist jetzt noch kein Lob im großen Stil. Zitat:
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![]() Das wurde auch schon experimentell mal von Commmunity Membern gemacht, was doch einiges an Ersparnis in einer Anwendung brachte. |
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Ich benutze ja auch C# mit Visual Studio, Oxygene, Java, ... aber leider sind die alle noch weiter davon entfernt als Delphi. Zitat:
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Die oft bemäkelte Qualität stört mich soweit nicht. Sie behindert mich nicht mit der VCL unter Windows.
Der Class Explorer geht auch ganz gut mittlerweile. Schlecht ist weder im Delphi noch im C++ Builder etwas. Da fällt mir im Studio mehr ein das hinkt. Allein Code Insight & Friends ausgeschalten und CNPack minimal aufgedreht. Viel besser als im Freepascal wird man nicht. Das nehme ich unter Linux mittlerweile auch unter Windows. Der Firemonkey ist nicht schlecht, aber irgendwie 'haterschert'. Gut gemeint aber um Nuancen zuviel des Guten. Mittlerweile kann ich für den Hausgebrauch ein OS/X Anwendung basteln. Die Welt geht zumindest bei uns in eher die Richtung die der Sebastian gerne beschreibt oder auch der Stefan G. - weg von der Gemütlichkeit. Das ist gar nicht lustig.:-D Wie die EMB glaubt, dass jemand draufkommt wie der FMX funktioniert ohne Vorwissen aus der Histore - du lieber Schwan. Entweder sind die jungen Entwickler so schlau oder ich schon etwas dement. Das will ich gar nicht ausschließen. Delphi ist gewachsen. Für mich der nur für sich selbst entwickelt ist das Angebot aus der Pascal Welt - mit Delphi, Oxygene, Free Pascal und XEROCODER ob des Grids eigentlich mehr als zufriedenstellend. Ich hab den SA mit FireDAC das geht, das ist leistbar. Im Prinzip das RAD Studio ohne Mobile. Alle anderen Features aus der Enterprise vermisse ich nicht wirklich im Moment. Es fehlt überall ein Stück zum Glück. Aber nicht visuelle Sachen, das ist das gros, da wird die Sache bitter. Die EMB hat zwar ein paar wesentliche Dinge nachgezogen. Essentielle Sachen sind schon da. Aber einem .net Framework können sie auch nicht beikommen oder dem Java Framework. Das wäre viel verlangt. Lass dich aber nicht von den vielen Kommentaren ins Boxhorn jagen. Aber ein Punkt stimmt schon - die Windows Welt hat einfach den Charme verloren. Es ist nicht Delphi Community allein. Die Leute werden älter... Es ist 10 Jahre her. 2mal Updaten im Jahre zahlt sich nicht aus. XE4 und XE5 mit den letzten Patches geht ganz gut mit der Pro. Zitat:
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Wenn ich dafür ein Produkt bekäme in dem z.B. die Hilfe wirklich brauchbar ist, und nicht als OpenSource-Projekt daher kommt, dann lohnt sich ggf. auch die Auseinandersetzung mit meinem Chef. Wohl oder übel werde ich wohl mal nach anderer Mütter Töchter ausschau halten (müssen) Gruß K-H P.S. Mich interessiert weder die Anbindung von Kaffeemaschinen, noch Android... ganz altmodisch Datenverarbeitung! |
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Ich bin, wie oft betont, auch kein Freund der Doku-Situation von Delphi/C++-Builder, aber bei FireDAC habe ich ehrlich gesagt nichts zu meckern 8-)
Andererseits bin ich jetzt auch kein Datenfetischist. Ich weiß ja nicht, was ihr da alles so zaubert. |
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Hat eigentlich irgend jemand Erfahrungen mit Oxygene gemacht.
Wir möchte auch weg von Delphi das mit FMX ist nicht gerade der Bringer und Tablets sind im kommen. |
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