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Bastard Operator From Hell my own story
Früher habe ich die Geschichten vom Bastard Operator From Hell (
![]() Seit einem Jahr arbeite ich als Aushilfe in der IT-Servicestelle einer Berufsschule. Wer mich kennt, weiß, dass ich eigentlich Programmierer bin und mit Netzwerken eigentlich nichts am Hut habe. Aber ich wurde eingestellt, weil ich etwas Vitamin B hatte und man dachte: "OK. Er kann mit Windows umgehen und er ist Programmierer. Programmierkenntnisse können eventuell mal von nutzen sein." So bin ich also zu dem Job gekommen. Zur Zeit mache ich eigentlich nur einfache Dinge: Tonerkartusche austauschen. Hardware austauschen. WLan Benutzer anlegen usw. Zurück zum Bastard Operator From Hell. Ich hatte neulich eine Mail im Postfach. "In Raum P1 funktionieren 15 Tastaturen nicht." OK. Ich also mit Tastaturen bewaffnet dahin. Es war Unterricht. Ich gefragt: "Bei wem funktioniert die Tastatur nicht?" Sieben Schüler melden sich. So viel zu den 15 kaputten Tastaturen. :roll: Letztendlich stellte sich heraus, das gerade mal zwei kaputt waren. Unter kaputt verstehen wir auch Tastaturen bei denen die Schüler aus Langeweile Tasten vertauschen. Da machen wir uns nicht die Mühe das wieder in Ordnung zu bringen. Weil wenn wir neue Rechner bekommen, ist immer alles dabei: Keyboard, Maus. Ich weiß mittlerweile nicht mehr wohin damit. :? Nun ja. Zurück zum Bastard Operator From Hell. "Die Tastatur geht schwer. Wenn ich 10-Finger schreibe, kommen nicht alle Buchstaben an." Mein Gott, was erwartet ihr von Tastaturen die 6,50 € kosten? Ich den Windows Editor aufgerufen, kurz was getippt, funktioniert. :roll: Ihr sollt hier nicht eine Chronik von Kassel tippen. Und jetzt kommt der Bastard: Ich habe die "schwergängigen" Tastaturen einfach reihum getauscht. Und alle waren glücklich. :mrgreen: Und ich habe den Raum wieder mit 14 funktionstüchtigen Tastaturen verlassen. PS: Könnt ihr ähnliche Stories in diesem Thread beisteuern? |
Der Schrottstift
In der IT-Servicestelle haben wir einen blauen Edding. Den benutzen wir nur um auf defekte Hardware das Wort "Schrott" zu schreiben. Die defekte Hardware sammeln wir in der IT-Servicestelle. Und "entsorgen" sie dann in einen Kellerraum. Alles was da steht, wird dann vom Hausmeister in den Elektroschrott entsorgt. An meinem ersten Tag wurde mir der blaue Edding gezeigt mit den Worten: "Der kann nur ein Wort schreiben: 'Schrott'". :mrgreen:
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AW: Bastard Operator From Hell my own story
Ist längst verjährt, also darf ich es erzählen. Ich habe einige Jahre viel bei Industriekunden vor Ort gearbeitet und habe dort unsere Software an die Wünsche der Kunden angepasst. Da rief eine Dame beim (kundenseitigen) Projektleiter an und meinte, sie könne die Schrift in der Software schlecht lesen. Ob man die Schrift in der kompletten Software ändern könnte. Die Frage wurde dann auch gleich an mich heran getragen. "Theoretisch ja, aaber der ganze Aufwand...". Da sagte der Projektleiter, warten Sie mal, ich hab ne Idee.
10 Minuten vergingen, er griff zum Telefonhörer, rief die entsprechende Dame an und sagte "wir haben die Schrift jetzt ganz leicht geändert, guck mal, obs jetzt besser ist" - kurze Pause - "Jaaa, viiiiel besser" töne es aus dem Hörer... :thumb: Wir haben nichts an der Software geändert, wir haben es nur behauptet. Schon wieder einen User glücklich gemacht. :thumb: |
AW: Bastard Operator From Hell my own story
Arbeitsort: Rechenzentrum Oberfinanzdirektion
Abteilung: Druck- und Versandzentrum Der Schichtplan für die kommende Woche wurde von einem "aufstrebenden", intellektuell aber leider etwas eingeschränkten Mitarbeiter erledigt, dessen hervorstechendste Eigenschaft seine Gleitfähigkeit war. Mit dem Editor des alten DOS-Norton-Commanders hat er jeden Freitag eine mühevoll aufgebaute Tabelle mit Ascii-Zeichen Zeile für Zeile und Spalte für Spalte geändert und danach mit der Backspace- und der Space-Taste die Linien wieder an ihren ursprünglichen Platz gerückt. Dafür saß er jeden Freitag bis zu zwei Stunden am PC, und das seit Jahren. Jeder Kollege mußte während dieser Zeit bei ihm antanzen und seinen Wochenarbeitsplan mit ihm besprechen. Dadurch fühlte sich der Kollege ganz besonders wichtig. Nachdem ich das ein paarmal gesehen hatte, hab ich in Turbo Pascal eine Schichtverwaltung entwickelt und dem Abteilungsleiter vorgeführt. Der hat dann, weil er selbst keine Ahnung hatte, aber irgendwie doch das Einspar-Potential begriff, einen IT-Fachmann aus der Programmier-Abteilung dazugeholt, der bestätigte, daß das Programm einwandfrei funktionierte und nützlich sei. Soweit, so gut. Ich sollte dann dem oben erwähnten Kollegen die Handhabung beibringen. Vergeblich, der wollte das nicht, stellte sich stur, beschimpfte mich und das Programm und weigerte sich schlichtweg, seine wichtigen zwei Stunden am Freitag Nachmittag aufzugeben. Daraufhin entschied der Abteilungsleiter, daß ich diese Aufgabe in Zukunft übernehmen solle. Der Kollege tobte – er war etwas kleinwüchsig und von daher bereits etwas vorbelastet, was sein Selbstwertempfinden betraf. Das Programm wurde mehrfach gelöscht, wahrscheinlich von ihm, wurde aber mir angelastet: ich würde Sabotage betreiben usw. Abteilungsleiter: "Wenn Sie das nicht auf die Reihe kriegen, dann fliegt das Programm wieder raus!" "Meinetwegen", entgegnete ich, und ab sofort erledigte der Chef die Schichteinteilung selber mit Excel. Ich hatte mir den Haß eines Kollegen zugezogen, der mit der Zeit auf andere Kollegen übersprang. Nach 15 Jahren war ich kaputtgemobbt und mußte gesundheitlich schwer angeschlagen aufgeben. |
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Never change a running system. Respekt dafür, daß Du Dir das 15 Jahre angetan hast.
Sherlock |
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hallo,
@perlsau Wer es 15 Jahre bei der Finanzverwaltung aushält, ist leider nicht mehr zu bedauern. Mir haben 17 Monate Deutsche Bahn AG gereicht, ein Beamter saß mir gegenüber, dessen einzige Aufgabe es war, circa 20 Aufträge am Tag in SAP dichtzumachen (Verrechnungspreis einstellen und Auftrag kaufmännisch abschliessen). Den Rest des Tages hat er Werte aus SAP rausgeschrieben, um Sie anschliessend in eine Excel-Tabelle wieder einzutragen (Super wichtige Auswertungsgeschichte!!!). Obwohl ich damals noch nicht Informatik studiert hatte, war ich mir dennoch sicher, dass man das wahrscheinlich auch mit einer einfachen Abfrage in SAP hinbekommen hätte. Ich traute mir damals aber nicht, dem Beamter dies mitzuteilen. Dann hätte der ja nur noch seine verbleibenden 20 Zahlen in SAP gehabt.:cry: mfg PS.: Deutsche Bahn, die Hölle meines Lebens:evil: |
AW: Bastard Operator From Hell my own story
Hallöle...:P
Ich hab da noch einen aus meiner 20 jährigen Klimatechnikerzeit. 8-) Man schreibt ein Jahr irgendwo Anfang der 90er in einem Bürokomplex in FFM. Dort im 10. Stock war die Brokerabteilung einer Bank untergebracht. Also intelligente Menschen die am Tag zig Millionen verschoben haben. Das Großraumbüro hatte über die Fläche viele Deckenklimageräte verteilt und eine Kabelfernbedienung (Ja, damals gab es das nur mit Kabel. :P) für die Temperatur in der Mitte des Raumes. Ständig gab es Zirkus wegen der Temperatur. Dem Einen war es zu warm, dem Anderen zu kalt. Da haben wir die echte Fernbedienung in die Zwischendecke verlegt und an jeder Säule eine Fernbedienung mit Kabel und Kabelkanal montiert welche aber in der Decke endeten. Jeder konnte seine Temperatur einstellen und war glücklich. :thumb: ...und Ruhe war. |
AW: Bastard Operator From Hell my own story
Jetzt ist aber Schluß!
Nicht, dass noch irgendwelche Softwareschmieden auf die Idee kommen, auf die Art ihre Bugs zu fixen. :shock: "Zufriedenheitsbutton!" ... bei Bedarf bitte drücken. :-) |
AW: Bastard Operator From Hell my own story
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AW: Bastard Operator From Hell my own story
Hallo,
dann leg ich auch mal los. Zu DOS-Zeiten um 1994, neuer Kunde ruft total aufgelöst an: Das Programm (Anm: WWS für das Handwerk), dass sie mir für über 4000 DM verkauft haben, ist Schrott. Man kann bei einigen Eingabefeldern keine "Null" eingeben. So kann man nicht arbeiten, ich möchte es zurück geben. Alles Mögliche ausprobiert, in den Sourcen rumgewühlt, Panik, nichts gefunden. Damals gab es noch keine Fernwartung. Kunde knappe 400 km entfernt. Meine SW erst 2 Jahre auf dem Markt, da möchte man sich keine unzufriedenen Kunden leisten. Also rein in's Auto und hin gefahren. Ausprobiert, wie erwartet alles in Ordnung. Dann lass ich die Sekretärin ran und traue meinen Augen nicht: Sie gab ein "O" anstelle "0" ein. Klar, ein großes "O" in einem numerischen Eingabefeld kann nicht funktionieren. "Das mache ich schon immer so" (auf der Schreibmaschine, sie war 40+) meint sie, und das habe sie als Bürokauffrau auch so gelernt :cyclops: |
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