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ULIK 28. Nov 2013 13:33

Semitransparentes Zeichnen mit GDI+ ohne Wissen um Hintergrund?
 
Eine Frage an die Grafikexperten:

ich habe ein (Kreis bzw. geschlossenes Polybezierkurzen)-Objekt, das semitransparent gefüllt wird. Dieses wird, um weiche Ränder zu erhalten, mit GDI+ gezeichnet. GDI+ verwendet dazu nun seine Formel für Alpha-Blending: es mischt die Farben des Kreises mit denen des Hintergrunds.
Also z.B. ein Kreis, blau mit alpha=10% wird auf ein opaques, rein weißes Bitmap32 so gezeichnet, daß ein Punkt im Inneren den Farbwert (a=$FF, r=$E5, g=$E5, b=$FF) hat, also ein leichtes Hellblau.

Mein Problem ist nun: wenn ich das Ganze in einem PDF ablegen will, dann kenne ich den Hintergrund nicht sondern muß ein Bild mit Alpha-Kanal erstellen, das dann vom PDF entsprechend mit Blending gezeichnet wird. Ich bräuchte also ein Bild, bei dem der gleiche Punkt den Farbwert (a=$1A, r=$00, g=$00, b=$FF) hat, also ein volles Blau mit alpha=$1A.

Hat jemand eine Idee, wie ich das mit den GDI+ Zeichenoperationen erreichen kann? Oder beleibt mir nichts weiter übrig, als das Bild erst einmal nicht-transparent zu erstellen und dann alle Punkt mit Farbe wieder explizit mit einem Alpha-Wert zu versehen? Wie würde man das dann in den Randbereichen machen, wo ja eventuell schon durch GDI+ die Farbe mit Alpha abgewandelt wurde um eine glatte Linie zu bekommen?


vielen Dank,
Uli

Namenloser 28. Nov 2013 14:35

AW: Semitransparentes Zeichnen mit GDI+ ohne Wissen um Hintergrund?
 
Was du suchst, ist wahrscheinlich Premultiplied Alpha (ruhig auch nochmal bei Google eingeben, aber dieser Blog-Post war es bei mir, der für Erleuchtung gesorgt hat. Da ist auch noch ein PDF verlinkt, dass das Konzept genauer erläutert).

In Kurzform: Das "Standard-Blending" à la
Delphi-Quellcode:
foreground*a + background*(1-a)
funktioniert schlicht nicht mit (teil-)transparenten Hintergründen – das war für mich auch eine schmerzhafte Erfahrung.

Es gibt zwar eine andere Formel (verwendet Graphics32 z.B. auf Wunsch), die die Hintergrundtransparenz auch mit einbezieht, die ist aber kompliziert und langsam und funktioniert ohne fürchterliche Verrenkungen vor allem nicht auf Grafikkarten (das war bei mir der Knackpunkt, bei dir vielleicht nicht so das Problem). Premultiplied Alpha ist meiner Meinung nach ein besseres Konzept, schon allein, weil es physikalisch viel mehr Sinn ergibt.

Ob/wie Premultiplied Alpha mit GDI+ geht, weiß ich aber nicht.

ULIK 28. Nov 2013 15:08

AW: Semitransparentes Zeichnen mit GDI+ ohne Wissen um Hintergrund?
 
Hi,

Zitat:

Zitat von Namenloser (Beitrag 1237831)
Was du suchst, ist wahrscheinlich Premultiplied Alpha (ruhig auch nochmal bei Google eingeben, aber dieser Blog-Post war es bei mir, der für Erleuchtung gesorgt hat. Da ist auch noch ein PDF verlinkt, dass das Konzept genauer erläutert).

Danke, der Hinweis hilft schon mal weiter. In Prinzip läuft's darauf raus, vorallem weil ich dann die Assoziativität der Operationen bekomme (das könnte ich zwar umgehen, aber angenehmer und schneller wäre es damit). Da muß ich dann "nur" noch schauen, ob/wie ich das dann dem PDF beim Einbinden des Bilds sagen kann, wie die Farbwerte zu interpretieren sind.
Zitat:

Zitat von Namenloser
Ob/wie Premultiplied Alpha mit GDI+ geht, weiß ich aber nicht.

Das glaub ich wird der Knackpunkt. Wobei, ich brauch GDI+ an der Stelle ja eigentlich nur für das weiche Zeichnen. Das kann man also gegebenenfalls umgehen.

Vielen Dank schon mal!

Grüße,
Uli

Namenloser 28. Nov 2013 17:53

AW: Semitransparentes Zeichnen mit GDI+ ohne Wissen um Hintergrund?
 
Zitat:

Zitat von ULIK (Beitrag 1237835)
Da muß ich dann "nur" noch schauen, ob/wie ich das dann dem PDF beim Einbinden des Bilds sagen kann, wie die Farbwerte zu interpretieren sind.

Du kannst ja vor dem Einbinden als letzten Schritt das Bild wieder in das übliche Format umwandeln. Dazu einfach einmal alle Farbwerte durch die Alphakomponente dividieren.


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