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Plugins: Datenaustausch zwischen DLL und Hauptprogramm
Hi, ich versuche mich gerade in das doch ziemlich spannende Gebiet der DLLs einzuarbeiten, da ich darüber nachdenke, für mein kleines Netzwerkprogramm eine Plugin Schnittstelle zu schaffen. Allerdings bin ich bis jetzt ganz gut ohne DLL programmierung zurecht gekommen - ich bin also DLL-Anfänger (bitte Rücksicht nehmen! :-D )
Ich habe ein bisschen im Forum rumgesucht und bin auf Luckies Plugin Demo gestoßen, die ja schonmal eine sehr gute Einführung liefert. Ich stelle mir dabei vor, dass man kleine Programme, wie z.B. ein Whiteboard (-> man zeichnet eine Grafik und diese wird dann auf allen Netzwerkrechnern angezeigt), in einer DLL verpackt und mein Netzwerktool quasi die Netzwerkkommunikation leistet. Warum so kompliziert und die Netzwerkkommunikation nicht direkt in das kleine Programm integrieren? - Weil ich eben alles in einem Programm bündeln möchte und in dem Netzwerktool schon eine recht leistungsstarke Netzwerkkommunikation eingebaut habe. Um größere Datenmengen zu handeln benutzt mein Netzwerkprogramm Memorystreams und da dachte ich mir, es wäre sinnvoll, auch die Kommunikation zwischen Hauptprogramm und DLL über diesen Datentyp laufen zu lassen. Jetzt meine Frage: 1. Ist es technisch überhaupt möglich, diesen Datentyp zwischen DLL und Hauptprogramm auszutauschen, da ja ein memorystream im Endeffekt ein reservierter Speicherbereich ist, der einem bestimmten Prozess gehört? Kommt an dieser Stelle evtl. ShareMEM zum Einsatz - ich hab gelesen, das soll ziemlich langsam sein? 2. Ist es möglich (z.B. wenn man sich ein Event definiert) aus der Dll eine procedure im Hauptprogramm aufzurufen -> Irgendwie muss das Hauptprogramm ja anfangen, die erhaltenen Daten abzuschicken... Vielen Dank dass ihr mir unwissenden Person helft, Euer Michael |
Re: Plugins: Datenaustausch zwischen DLL und Hauptprogramm
Objekte (Klassen) mit DLLs zu Teilen ist so nicht möglich, da jeder seine eigene RTTI hat.
Also die Klassen/Typen sind nicht direkt Kompatibel, selbst wenn sie gleich definiert sind. Und dann hat standardmäßig auch noch jeder seine eigene Speicherverwaltung, welche ebenfalls nicht miteinander arbeitet, ![]() ![]() ![]() Wo das alles gehn würde, das wären BPLs. Ansonsten: statt Klassen verwendet man hier Interfaces allerdings bleibt hier immernoch ein kleines Problem mit deinem Speicher. Aber da könntest du dir den Stream ebenfalls als Interface erstellen, welchem dann beim Auslesen ein Speicherblock vom jeweiligen Modul (DLL/EXE), bzw. von dessen Speicherverwaltung gegeben wird, wo er die Daten reinkopiert, welches bei vielen Streams allerdings eh oftmals schon so gemacht wird. :) Man könnte (wenn es unbedingt nötig ist) den Stream so erstellen, daß er sich Speicher direkt von Windows (VirtualAlloc, MMF und Co.) besorgt und diesen Speicher kann man dann auch ganz leicht üerall in der ganzen Anwendung verwenden und komplett weiterreichen. Und zu 2. Ja, das mit den Callbackprozeduren kannst du hier auch ganz einfach lösen ... das geht genauso, wie sonst auch. Entweder als normale Prozedur und hier dürfte sogar Methoden möglich sein, so wie du es von der VCL (z.B. Button.OnClick) kennst. Aber in Bezug darauf, daß man hier DLLs auch mit anderen Sprachenn (nicht immer nur Delphi) erstellen kann, wäre es praktisch, wenn du Interfaces und als Callback einfach Prozeduren via StdCall verwendest. Oder du gibst beim Start der DLL, bzw. beim Erstellen (Createn) des PlugIns selber wiederum ein Callback-Interface an. Dieses Callback-Interface kapselt dann einfach alle Befehle, welche das Plugin in der Hauptanwendung aufrufen kann. |
Re: Plugins: Datenaustausch zwischen DLL und Hauptprogramm
Hey, vielen Dank!
Ich habe auch noch das hier gefunden und werde mich da erstmal durcharbeiten... ![]() Viele Grüße, Michael |
Re: Plugins: Datenaustausch zwischen DLL und Hauptprogramm
Zu deinem TMemoryStream gibt es ja auch IStream. Ist quasi schon alles vorbereitet, wie bei Biolek ;)
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Re: Plugins: Datenaustausch zwischen DLL und Hauptprogramm
Zitat:
Das werd ich direkt mal probieren! Melde mich, sobald die erste Probleme auftauchen!! Vielen Dank, ich glaube du hast mir viel arbeit erspart... (jetzt muss ich nur noch komplett dahinter steigen ;-) |
Re: Plugins: Datenaustausch zwischen DLL und Hauptprogramm
Delphi-Quellcode:
alle Funktionen/Ereignisse, welcher ein Plugin im Hauptprogramm aufrufen muß
IHost = interface;
Delphi-Quellcode:
das interne Objekt der Anwendung
THost = class(TObject, IHost);
Delphi-Quellcode:
die Schnittstelle zum Plugin, welche jedes Plugin implementiert
IPlugin = interface;
hier sind die Funktionen drinnen, welche die Anwendung im Plugin aufrufen muß/kann
Delphi-Quellcode:
das interne Objekt des Plugins
TPlugin = class(TObject, IPlugin);
Delphi-Quellcode:
das wäre dann z.B. 'ne Funktion, welche die Plugin-DLL exportiert, womit die Anwendung ihr Callback-Interface mitteilt und als Ergebnis das Interface zum Plugin bekommt.
function GetPlugin(Host: IHost): IPlugin; StdCall;
begin Result := TPlugin.Create(Host); end; Die Objekte bleiben in ihrem jeweiligem Bereich und der Andere (EXE/DLL) bekommt immer nur das Interface für den Stream entweder TStreamAdapter, welcher irgendeinen Nachfahren von TStream kapseln kann (also auch TMemoryStream) oder du leitest die TMemoryStream ab und implementierst selber das Interface
Delphi-Quellcode:
nur die auskommentierten Methoden müßte man notfalls in TInterfacedMemoryStream noch implementieren, da sie vom "Original" abweichen.
type
IDelphiStream = interface['{65805750-623E-4719-AD79-A30FF6FCA3CA}'] procedure SetSize(NewSize: Longint); function Write(const Buffer; Count: Longint): Longint; function Read(var Buffer; Count: Longint): Longint; function Seek(Offset: Longint; Origin: Word): Longint; procedure Clear; //procedure LoadFromStream(Stream: IDelphiStream); //procedure SaveToStream(Stream: IDelphiStream); //procedure LoadFromFile(const FileName: WideString); //procedure SaveToFile(const FileName: WideString); property Position: Int64 read GetPosition write SetPosition; property Size: Int64 read GetSize write SetSize64; end; TInterfacedMemoryStream = class(TMemoryStream, IDelphiStream); > IDelphiStream ist klar, da man hier ja nicht kein TStream verwenden kann > warum nicht IStream ... dessen definition weicht sehr stark von TStream ab (IStream = Windows und TStream = Borland/Delphi) > WideString ist der einzige StringTyp, welchen man ohne Einschränkung über Modulgrenzen (EXE-DLL) hinweg nutzen kann (abgesehn von PChar, aber da muß man auch aufpassen und es geht nicht alles) |
Re: Plugins: Datenaustausch zwischen DLL und Hauptprogramm
Okay, danke! Ich denke, ich hab es soweit verstanden. Was schonmal läuft: Ich kann Plugins laden und gegenseitig Procedures aufrufen. Bin jetzt gerade dabei, den IDelphiStream zu implementieren. Müssen dabei nicht auch die Funktionen "GetPosition", "SetPosition", "GetSize" und "SetSize64" im Interface angegeben werden?
[edit] Ansonsten kennt er die in der Interface-Unit nicht: "[Fehler] InterfaceDefinition.pas(21): E2168 Feld- oder Methodenbezeichner erwartet" [//edit] |
Re: Plugins: Datenaustausch zwischen DLL und Hauptprogramm
die dort schon eingetragenen Funktionen sind schon im MemoryStream vorhanden,
aber ich glaub du hast Recht, da diese Getter/Setter ja als Private nicht zur Verfügung stehn :( aber du brauchst ja auch nur das implementieren, welches man am Ende auch benutzt (hab hier einfach mal "alle" nötigen Standardfunktionen kopiert) nja, schön wäre es, wenn man von 2 Objekten erben könne TMemoryStream und TInterfacedObject, dann brächte man nur noch diese Drei implementieren
Delphi-Quellcode:
function GetPosition: Int64;
procedure SetPosition(const Pos: Int64); procedure SetSize64(const NewSize: Int64); jetzt könnte man also von TInterfacedObject erben und hätte die Interfaceverwaltung, muß dann aber den "echten" TMemoryStream mit einbauen und an diesen alles weiterleiten, also alle Stream-Funktionen neu implementieren/umleiten oder eben so (vom Stream erben und "nur" noch das Basis-Interface reinbauen) > die Funktionen von IInterface muß jedes Interface bereitstellen, da sie zur Verwaltung gehören
Delphi-Quellcode:
type
IDelphiStream = interface ['{65805750-623E-4719-AD79-A30FF6FCA3CA}'] {private} function GetPosition: Int64; procedure SetPosition(const Pos: Int64); procedure SetSize64(const NewSize: Int64); function GetSize: Int64; {public} procedure SetSize(NewSize: Longint); function Write(const Buffer; Count: Longint): Longint; function Read(var Buffer; Count: Longint): Longint; function Seek(Offset: Longint; Origin: Word): Longint; procedure Clear; //procedure LoadFromStream(Stream: IStream); //procedure SaveToStream(Stream: IStream); //procedure LoadFromFile(const FileName: WideString); //procedure SaveToFile(const FileName: WideString); property Position: Int64 read GetPosition write SetPosition; property Size: Int64 read GetSize write SetSize64; end; TInterfacedMemoryStream = class(TMemoryStream, IDelphiStream, IInterface) private function GetPosition: Int64; procedure SetPosition(const Pos: Int64); procedure SetSize64(const NewSize: Int64); protected FRefCount: Integer; function QueryInterface(const IID: TGUID; out Obj): HResult; stdcall; function _AddRef: Integer; stdcall; function _Release: Integer; stdcall; public procedure AfterConstruction; override; procedure BeforeDestruction; override; class function NewInstance: TObject; override; property RefCount: Integer read FRefCount; end; function TInterfacedMemoryStream.GetPosition: Int64; begin Result := inherited Position; end; procedure TInterfacedMemoryStream.SetPosition(const Pos: Int64); begin inherited Position := Pos; end; procedure TInterfacedMemoryStream.SetSize64(const NewSize: Int64); begin inherited Size := NewSize; end; function TInterfacedMemoryStream.QueryInterface(const IID: TGUID; out Obj): HResult; begin if GetInterface(IID, Obj) then Result := 0 else Result := E_NOINTERFACE; end; function TInterfacedMemoryStream._AddRef: Integer; begin Result := InterlockedIncrement(FRefCount); end; function TInterfacedMemoryStream._Release: Integer; begin Result := InterlockedDecrement(FRefCount); if Result = 0 then Destroy; end; procedure TInterfacedMemoryStream.AfterConstruction; begin InterlockedDecrement(FRefCount); end; procedure TInterfacedMemoryStream.BeforeDestruction; begin if RefCount <> 0 then System.Error(reInvalidPtr); end; class function TInterfacedMemoryStream.NewInstance: TObject; begin Result := inherited NewInstance; TInterfacedMemoryStream(Result).FRefCount := 1; end;
Delphi-Quellcode:
wegen dem AfterConstruction und BeforeDestruction nicht wundern, das ist nur dafür da, damit das Objekt/Interface nicht mitten im Create wieder freigegeben wird, da durt durch ein paar "Problemchen" der Referenzzähler kurz auf 0 runterkommen kann (z.B. wenn man das erstellte Objekt/Interface an eine Objektvariable übergibt gibt und nicht SOFORT an eine Interfacevariable)
procedure TForm1.FormCreate(Sender: TObject);
var Stream: IDelphiStream; begin Stream := TInterfacedMemoryStream.Create; end; da es leider kein Private bei Interfaces gibt: der Trick ist mir mal eingefallen ... so sind über IDelphiStreamIntern die "privaten"/internen Definitionen nicht sichtbar ... tauchen also auch nicht in der Autovervolständigung auf :angel2:
Delphi-Quellcode:
(das ist soein Trick, welchen ich im Zusammenhang mit meinen XML-Klassen mal gelernt hatte)
type
IDelphiStreamIntern = interface {private} function GetPosition: Int64; procedure SetPosition(const Pos: Int64); procedure SetSize64(const NewSize: Int64); function GetSize: Int64; end; IDelphiStream = interface(IDelphiStreamIntern) ['{65805750-623E-4719-AD79-A30FF6FCA3CA}'] procedure SetSize(NewSize: Longint); function Write(const Buffer; Count: Longint): Longint; function Read(var Buffer; Count: Longint): Longint; function Seek(Offset: Longint; Origin: Word): Longint; procedure Clear; //procedure LoadFromStream(Stream: IStream); //procedure SaveToStream(Stream: IStream); //procedure LoadFromFile(const FileName: WideString); //procedure SaveToFile(const FileName: WideString); property Position: Int64 read GetPosition write SetPosition; property Size: Int64 read GetSize write SetSize64; end; |
Re: Plugins: Datenaustausch zwischen DLL und Hauptprogramm
Herzlichen Dank - komplett Verstanden aber da wäre ich nie selber drauf gekommen. Interfaces sind nützlicher als gedacht! Ich habe zum test mal folgendes programmiert:
Delphi-Quellcode:
//Hauptanwendung schickt ein Bild in einem Memorystream an DLL:
procedure TForm1.Button1Click(Sender: TObject); var app:tapp; astream:TInterfacedMemoryStream; begin app:=tapp.create; StartPlugin('P_DLL.dll',app); //Sucht Procedur "LoadPlugin" in der DLL und übergibt den Zeiger auf APP an das Plugin. //Der Zeiger auf TPlugin wird in PluginList gespeichert. showmessage('GetName: '+PluginList[0].Getname); //Funktioniert einwandfrei astream:=TInterfacedMemoryStream.Create; astream.LoadFromFile('C:\Autumn Leaves.jpg'); PluginList[0].ReceiveStream(astream); end;
Delphi-Quellcode:
//DLL erhält Stream korrekt und schickt ihn direkt mal wieder zurück an Hauptanwendung (einfach nur als Test der "Durchgängigkeit"):
procedure TPlugin.ReceiveStream(aStream: IDelphiStream); stdcall; begin App.AddStream(astream); end;
Delphi-Quellcode:
Allerdings wird bei "TInterfacedMemoryStream(astream).position:=0; " eine Access Violation hervorgerufen, die ich noch nicht verstehe.
//Hauptanwendung erhält Stream wieder zurück:
procedure TApp.AddStream(aStream: IDelphiStream); stdcall; begin TInterfacedMemoryStream(astream).position:=0; TInterfacedMemoryStream(astream).SaveToFile('C:\test2.jpg'); end; Hast du da evtl noch eine Idee? :coder2: |
Re: Plugins: Datenaustausch zwischen DLL und Hauptprogramm
wie gesagt, es ist ein Interface und das ist was "ganz" anderes, wie ein Objekt.
man kommt auch nicht so leicht auf das Objekt zurück (eigentlich garnicht), da nach außen egal ist, was hinter dem Interface steckt ... es ist halt nur eine Schnittstelle zu irgendwas anderem.
Delphi-Quellcode:
hier also die Funktionen vom Interface nutzen ;)
procedure TApp.AddStream(aStream: IDelphiStream); stdcall;
begin astream.position:=0; astream.SaveToFile('C:\test2.jpg'); end; |
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