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Über den Papierkorb gelöschte Dateien unwiderrufl. löschen
Hallo zusammen!
Gibt es eine Möglichkeit mittels Delphi die Dateien auszulesen, die ich über den Papierkorb gelöscht habe (Restmagnatisierung auslesen etc.) oder eine kostengünstige Komponente (Freeware wäre natürlich besser), mit der so etwas möglich ist? |
Re: Dateien wiederherstellen (File Recovery)
Ich denke, da wirst du direkt auf die Hardware zugreifen müssen. Das erfordert zum einen einen Treiber und zum anderen genaue Kenntnisse des zugrundeliegenden Dateisystems, um sie korrekt wieder herstellen zu können.
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Re: Dateien wiederherstellen (File Recovery)
Also
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Re: Dateien wiederherstellen (File Recovery)
Du hast was von Restmagnetisierung geschrieben, da bin ich davon ausgegeangen, dass die Platte in zwischen schon formatiert wurde oder die Bereiche Überschrieben wurden, die zum Überschreiben freigegeben wurden. Wenn du eine Datei löschst, dann wird sie in der Dateizuordnungstabelle nur als gelöscht markiert und erst dann überschreiben, wenn der Platz gebraucht wird. Wenn du davon redest, dann dürfte es reichen die Dateizuordnungstabelle auszulesen und die Dateien wiederherzustellen.
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Re: Dateien wiederherstellen (File Recovery)
Genau das meinte ich, ich dachte zuerst, das geht mit der Restmagnetisierung. Code, zum Auslesen der Dateizuordnungstabelle hab eich allerdings weder hier, noch im DF oder bei SDC gefunden.
Ich wusste gar nicht, dass so etwas auch über die Dateizuordnungstabelle funktioniert. Falls es jemanden interessiert: Mein Hintergedanke ist der, dass ich so bereits gelöschte Dateien überschreiben kann, damit sie unwiderruflich gelöscht werden. Nachtrag: Aber geht das dann auch unter einem NTFS Dateisystem? |
Re: Dateien wiederherstellen (File Recovery)
Hi. :hi:
Zitat:
Allerdings: (Fast) alles, was gelöscht wurde, kann wiederhergestellt werden. Das einzige, was hilft ist Festplatte in ganz ganz, ganz kleine Stückchen* schreddern. PS: @Matze: Ich schätze mal, alle außer dir dachten, du willst eine gelöschte Datei wiederherstellen... :mrgreen: *PPS: Auch mehrfach überschriebene Daten lassen sich wiederherstellen. Die Firma Vogon ( ![]() ![]() //edit: PPPS: Ändere doch den Titel in "Datei unwiederruflich löschen" oder so... Dann ist eher verständlich, was du willst ;-) |
Re: Über den Papierkorb gelöschte Dateien unwiderrufl. lösch
Aber einige haben bereits Dateien gelöscht und stellen mit Erschrecken fest, dass sich diese Wiederherstellen lassen.
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Re: Über den Papierkorb gelöschte Dateien unwiderrufl. lösch
Such mal hier nach
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Re: Über den Papierkorb gelöschte Dateien unwiderrufl. lösch
Also einen Algorithmus zum Löschen habe ich, aber danke für den Tipp, ich habe leider nur das hier gefunden:
Zitat:
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Re: Über den Papierkorb gelöschte Dateien unwiderrufl. lösch
Edit: :angel2: :angel2: :angel2: den Post bitte vergessen -> hatte Koponente mit Programm verwechselt
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Re: Über den Papierkorb gelöschte Dateien unwiderrufl. lösch
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Wenn die Dateien noch im Papierkorb liegen: <LW>:\Recycled bzw. <LW>:\Recycler\<SID>. Dort dann einfach alle Dateien bearbeiten. Wenn der Papierkorb schon geleert wurde, kannst du nur hoffen, die Einträge in der FAT/MFT wiederzufinden. Ich hab' mal ein paar "Schablonen" für die Einträge angehängt. Doku des Formats auf Anfrage.
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Re: Über den Papierkorb gelöschte Dateien unwiderrufl. lösch
Eine Datei zu löschen ist recht simpel. Bevor sie in den Papierkorb verschoben wird, sprich mit DeleteFile() gelöscht wird, werden drei Aktionen durchgeführt.
1.) Datei wird geöffnet und merhmalig mit einem bestimmten Bytemuster überschrieben, zb. $AA, $55, $FF, $00 und danach Zuifallsbytes. Diesen Vorgang nennt man Wipe. 2.) Datei wird mit einem Zufallsnamen versehen und die Dateiattribute werden zufällig geändert, besonders die Daties. 3.) Datei wird nun Sektorenweise verkleinert, Truncation. Und nach jeder Verkleinerung, um 512 Bytes, wird die komplette Festplatte vollgeschrieben um sicherzustellen das die freigewordenen Sektoren/Cluster auch wiederverwendet wurden. Auf diese Weise zerstört man die FAT-Verlinkungen der ehemals belegten Cluster der zu löschenden Datei. Alle 3 obigen Schritte lassen sich mit direkten Zugriffen auf die Festplatte und deren FAT natürlich wesentlich effizienter programmieren als das mit normalen Windows-API möglich ist. ABER! nun kommen wir zum eigentlichen Unterschied zwischen unserer zu löschenden Datei und deren inhaltlichen Daten. Denn die Datei kann man ohne Problem vollständig löschen deren enthaltene Daten aber eben NICHT. Dazu muß man den gesammten Lebenszyklus dieser Datei und iherer Daten betrachten. Zb. eine WinWord DOC Datei soll gelöscht werden. Das ist kein Problem aber die in dieser Datei enthaltenen Daten können nie 100%'tig gelöscht werden. Denn WinWord hat im Windows-OS schon diese Daten an allen möglichen Orten verstreut. Sie liegen in Fragmenten in der Swap Datei, in verschiedenen anderen temporären Dateien, in WinWord eigenen Auslagerungsdateien wie die Zwischenablage und in unbenutzen Sektoren der FAT die während des Löschens der Datei schon längst nicht mehr zu dieser Datei zugeordnet sind. Solche FAT Sektoren mit den ursprünglichen Daten der Datei entstehen immer dann wenn die Datei in ihrer Größe mehr oder weniger Sektoren auf der HD benötigt, die Datei also gekürzt oder vergrößert wird. Das Löschen einer Datei vernichtet also auf Systemen wie Windows + Anwendungen wie WinWord + Benutzerverhalten nicht im mindestens auch die sicherheitsrelevanten Daten selber. Ergo: ohne entsprechend sicheres Betriebsystem, ohne entsprechende Anwendung und dem nötigen Benutzerverhalten ist das nachträgliche sichere Löschen von Dateien ziemlich sinnfrei. Fazit: jede Software die von sich selber behauptet Dateien UND deren Daten auf Windowssystemen sicher löschen zu können MUSS eine Werbe-lüge sein. Abhilfe, im begrenzten Rahmen, würden: - online Hardwareerweeiterungen sein, wie auf Hardware basierende Verschlüsselungen direkt in den Festplatten - softwaremäßige virtuelle Laufwerke die die Daten immer verschlüsselt ablegen, gibts als Freeware mit Sourcen - die NTFS eigene Verschlüsslung falls man dem Microsoft eigenen Verschlüsselungsverfahren vertrauen möchte, ist in Win2k/XP von Hause aus kostenlos integriert. Diese Verfahren verhindern aber eben nicht das das Betriebsystem selber die sicherheitsrelaventen Daten verstreut. Sie verhindern nicht das die Anwendung selber, wie WinWord, die Daten an andere Orte verstreut, und sie verhindern nicht das der Anwender selber unsachgemäß seine Daten verteilt. Das sichere Löschen von Dateien macht also nur dann Sinn wenn man auch sicherstellen kann das vorher nicht die geringste Information über die Daten irgendwo anders hin verteilt wurde. Und exakt das ist auf Windowssystemen fast unmöglich und macht das sichere Löschen also fast sinnlos. Gruß Hagen |
Re: Über den Papierkorb gelöschte Dateien unwiderrufl. lösch
Zitat:
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Re: Über den Papierkorb gelöschte Dateien unwiderrufl. lösch
Selbst das soll nicht sicher sein. Soweit wie ich weis werden die HD's von zb. Bankinstituten unter hohen Sicherheitsauflagen komplett zerschreddert, bis daraus grobkörniger Elektronikschrott geworden ist. Desweiteren gibt es hochspezialisierte Firmen die sich die Aufgabe gesetzt haben solche Daten wiederherzustellen. Dort geht man soweit das man die Spuren der HD's per Elektromagnetischem Laserverfahren abtastet und so auch Daten die leicht "neben" den Spuren liegen wieder lesen kann. Dabei spielt es keine Rolle mehr ob die HD Platten deformiert sind.
Man muß also stark differenzieren: Will oder muß man es absolut perfekt und sicher machen oder reicht einem eine erhöhte und scheinbare Sicherheit aus. Man wird also Kompromisse machen müssen. Aus meiner rein analytischen Sichtweise heraus muß man zur Feststellung gelangen das die meisten rein Softwarebasierten Verfahren nicht den ausreichenden Schutz liefern können. Gruß Hagen |
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