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Es ist nichts ungewähnliches, dass diverse wichtige Schriftstücke in Papierform vorliegen sollten. Bei Miet- oder Arbeitsverträgen dürfte da ein Konsens herrschen. Auch notarielle Bescheinigungen über Grundsücks- oder Wohneigentum liegen mit einer Selbstverständlichkeitkeit auch auf Papier vor.
Ich weiß ehrlich gestanden nicht, warum dies ausgerechnet bei einer Verfassungsklage anders sein soll. Ein herkömmliches Einschreiben wäre ein adäquates Mittel gewesen. |
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Es geht ja aber schon im Kleinem beim User los. In unserer Firma werden alle Rechnungen sowohl als PDF "gedruckt" und per USB zum Steuerberater übermittelt...aber zusätzlich noch in Papierform in einen Ordner geheftet! :gruebel: Die Regale sind richtig lang. Die User gehen lieber an den Ordner im Schrank als im "Dateisystem" das PDF anzuschauen. :? |
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Ein grober Überblick über das was möglich und das was rechtlich zulässig ist:
![]() Am sichersten ist noch die Papierform Die Papierform ist nicht deshalb nötig, weil wir zu wenig digitalisiert sind, sondern weil sie rechtlich erforderlich ist. Die technische Möglichkeit alle Dokumente als PDF, ... zu speichern, zu verschicken, auszutauschen, die einfachere Handhabe von Dokumenten in digitaler Form, ist halt nicht identisch mit den rechtlichen Erfordernissen. Wenn also alle Dokumente als PDF an den Steuerberater geschickt werden können, so ist das "Bequemlichkeit". Bei rechtlichen Problemen, Gerichtsverfahren ..., wird auch der Steuerberater nach der Papierform verlangen (müssen). Es ist halt zu unterscheiden zwischen: Wegen mangender Digitalsierung nicht möglich. und Trotz ausreichender Digitalisierung nicht zulässig. |
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Und dazu dann vielleicht noch die Unsitte, wenn Dokumente gemailt werden müssen, diese nicht direkt vom PC zu mailen, sondern erst auszudrucken, um dann die "Scan to Mail" Funktion im Multifunktionsdrucker nutzen zu können. Warum? Nur mit dem Papier in der Hand manifestiert sich die Gewissheit, dass wir das "auch wirklich" gesendet haben. |
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Ich bin da immer ganz hin- und hergerissen.
Da schlagen sozusagen zwei Seelen in meiner Brust. Einerseits wäre es gut (Papier-)Ressourcen einzusparen und Wartezeiten zu reduzieren, andererseits ist Digitales auch irgendwie flüchtig und leicht bis mittelschwer hackbar. Jedem, dem schonmal die Festplatte/SSD ohne Backup gecrasht ist, oder sich, wie Frickler anmerkt, eine Ransomware eingefangen hat (man denke da nur an den Automatisierungtechniker Pilz GmbH & Co. KG), weiß um den Wert von analogen Speicherungen. Mein Arbeitsvertrag habe ich analog in Papierform, die Lohnzettel kann ich mir selber von Datev als PDF runterladen. Ich finde es auch völlig legitim, dass im Bundeskanzleramt eine Rohrpostanlage und Schreibmaschinen im Einsatz sind. Man muss es anderen Staaten ja nun nicht völlig einfach machen mit dem Abhören und Spionieren. Der goldene Mittelweg ist wahrscheinlich das Beste. Soviel wie möglich und nötig digitalisieren und vernünftig absichern und sichern. Mikrofilme sind immer noch eine Option, anstatt sich die Regale mit Ausdrucken zuzustellen ( ![]() |
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Oft sind es ja gar nicht Staat und Behörden, die digital verschlafen haben.
In der Regel sind es die eigenen Freunde, Bekannten, Verwandten, Nachbarn oder Kollegen. Folgendes Bonmot findet sich im geschlossenen OT-Bereich eines Musikforums (daher kein Link): Zitat:
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Ich glaube es hängt immer vom beiderseitigen Vertrauen ab.
Es werden z.B. auch notariell beglaubigte Vorsorgevollmachten generell fast überall als einfache Kopie akzeptiert, ohne dass man das Orginal nur zeigen muss, obwohl es dazu einer "beglaubigten Abschrift" bedarf. Geschweige denn dass sich jemand diese Verträge auch noch durchlesen würde. Wozu also der Aufwand ? Ich kopiere Dokumente meistens mit Laser in Farbe, und habe oft erlebt dass die Beteiligten denken es wäre das "Orginal", und sind ganz erstaunt wenn ich denen die Kopie überlasse. Ich persönlich kann gut und besser mit PDF auskommen, und spare Papier und Suchzeit, aber bei machen Dingen (notariell/gerichtlich) bin ich auch froh dass es noch Papier gibt. Alle diese scheinheiligen Rufer in der Wüste, die jetzt nach mehr "Digitalisierung" jaulen, die haben doch meistens keinen blassen Schimmer von der Materie und was sie überhaupt genau wollen. Kennen weder die rechtliche Relevanz eines PDF-A noch die eines Einwurfeinschreibens. |
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Der Aufwand ein revisionskonformes Dokumentenmanagementsystem einzuführen ist gar nicht so aufwändig, wenn man den richtigen Partner hat der einen unterstützt. Und die Vorteile liegen klar auf der Hand wenn man das richtige System nutzt. Ich sage meinen Kunden immer bei Erstgesprächen: Dokumente suchen wie google. Das versteht jeder und benutzt es mehrmals am Tag, da macht sich auch keiner mehr die Mühe in irgendwelchen Büchern mal schnell was zu suchen. Alle Kunden bestätigen dann nachdem ein System eingeführt wurde, dass sie ihre Prozesse und Arbeitsweisen deutlich verschlanken konnten. So, jetzt sind wir aber bisschen vom eigentlichen Thema abgekommen. (Wobei viele ja gar nicht wissen, was es mit der Digitalisierung auf sich hat. Nur wenn man vor sich einen Computer hat und damit arbeitet hat das noch nichts damit zu tun. Wer mal ein bisschen Teil hat kann sich das mal ansehen ![]() |
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Digitalisierung und Deutschland, das sind zwei Sachen, die nicht füreinander bestimmt sind. |
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Man möge sich nur mal das Selfie-Ident reinhauen. Digitalisierung gut und schön aber davon auszugehen das ein Alg II Empfänger ein Smartphone und einen Mobilfunkvertrag sich leisten kann interessiert wohl scheinbar niemanden. Man erwartet also das ein Alg II Empfänger ein Smartphone besitzt ansonsten gibt es keine Unterstützung da die Identifizierung nicht OHNE persönlicher Gegenüberstellung gezahlt werden kann.. Nur woher das Smartphone und anhängiger Vertrag kommt interessiert wohl keinen. (Das man aber von den Kosten eine Woche überleben kann sieht wohl auch keiner) Aber Hauptsache Digitalisiert! EDIT: Und das ganze auch nur über eine APP einer nicht Staatlichen Softwareschmiede "NECT" |
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Die Digitalisierung in Deutschland ist sicherlich ausbaufähig, aber es gibt auch schon sehr gute Ansätze, und vieles ist möglich. Wenn ich mir so einige Dinge anschaue, dann bin ich froh, dass die FDP mit ihrem "Digitalisierung first, Bedenken second" hier nur wenig zu sagen hat. Denn grade in dem Bereich Digitalisierung gibt es soo viel Unsinn der erzählt wird, und wo haufenweise Geld für Quatsch ausgegeben wird. Die aktuelle Luca-App ist auch wieder so ein Beispiel dafür. Kostet einen Haufen Geld und hat gravierende konzeptionelle Mängel. Aber sieht gut aus, wenn man als Politiker ein glänzendes Handy hält und einen QR-Code scannt. Hui, wie modern und digital!
Positiv finde ich z.B. Online-Portale für Dinge wie Krankenversicherung oder Lohnabrechnungen. Vom Arbeitgeber bekomme ich da keine analoge Post mehr, das wird digital verwaltet. Klar, "Cloud" hat immer auch ein Sicherheitsrisiko, aber an der Stelle finde ich das OK. Ebenso die Möglichkeit, online meine Daten bei der Krankenkasse zu aktualisieren - Umzug, Namensänderung, neues Bild etc. Das geht schnell und einfach. Oder (fast schon klassisch) online-Banking. Bei Ausweis-Angelegenheiten wird das schon komplizierter - angefangen bei der Übertragung der Unterschrift. Da wird mittelfristig ein Besuch beim Bürgerbüro notwendig bleiben. Aber auch da gibt es oft die Möglichkeit, Termine online zu reservieren, damit die Warterei mit "Zettel ziehen" ausbleibt. Die Schulen haben sicherlich einiges nachzuholen. Aber das finde ich ein zweischneidiges Schwert - das ist nicht so einfach, wie es einige gerne hätten. Schwachsinnig finde ich z.B. Kritiker, die diese digitalen Whiteboards in Schulen fordern. Das sind imho super Prestige-Projekte, die einen Haufen Geld kosten, bei der Einführungs-Veranstaltung tolle Pressefotos liefern, und dann nutzlos an der Wand hängen, weil letztlich die Bedienung doch zu komplex ist, und man mit einem analogen Whiteboard (oder gar einer Kreidetafel) schneller bessere Ergebnisse erzielt. Auch "iPads für alle" sehe ich sehr kritisch. Solange brauchbare Geräte nicht in die Preisklasse rutschen, die im Bereich von ein paar Schulbüchern liegt, sehe ich hier in erster Linie soziale Probleme, die zuerst gelöst werden müssen. Die Dinger müssen sich die Schüler (bzw. deren Eltern) auch leisten können. Leihgeräte auf Kosten der Schulen (=Steuerzahler) werden vermutlich ein Fass ohne Boden. Vom Datenschutz und der Nicht-Kompatibilität der verschiedenen System (Mac/Windows/Android) und den immer mehr um sich greifenden "Walled Gardens" auf den Systemen gar nicht erst anzufangen. Sehr "schön" fand ich auch neulich die Polemik, dass man in Deutschland Daten schneller per Pferd übertragen kann (z.B. hier: ![]() Und wenn in der Politik von Blockchain gesprochen wird (sehr gerne auch von der FDP), dann kann man im Grunde direkt abschalten. Steigerung ist dann noch die private oder zentralisierte Blockchain für noch mehr Sicherheit. Das Ding hier mit der Verfassungsbeschwerde per Fax ist wieder so eine klassische Nebelkerze, die sich gut in der Presse liest, aber eigentlich nichts aussagt. Was soll es denn über die Digitalisierung aussagen, wenn ein so Uralt-Medium wie Fax nicht funktioniert? - Imho gar nichts. Und nein, ich möchte nicht, dass Dinge wie eine Verfassungsbeschwerde einfach per Mail eingereicht werden können. Vorab für Fristwahrung oder ähnliches gerne. Aber dann muss immer noch eine sichere Übertragungsmethode hinterher. Und dazu würde ich weder Fax noch E-Mail zählen. Man kann sicherlich einiges in den Behörden verbessern ("optimieren" ist da vermutlich noch zu früh formuliert :stupid:), aber was die FDP hier abzieht ist imho albern. |
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:)
Das erinnert mich so an eine Diskussion in den legendären traditionellen Foren im 'EDN' in der jemand, ich weiß nicht mehr wer das war, dass das Bestellsystem mit Bezugnahme auf Fax wohl bald eher dem UNESCO Weltkulturerbe zugerechnet werden könnte und der oft beklagte Support Anruf zum Thema Aktiveren einer Lizenz unter dem Motto 'Hold the Line for 5 to 9' stand. Das Video mit der fröhlichen Musik fand ich nicht mehr, aber mit Bezug auf S.F. könnte ich mir ein klimaneutrales Berlin so vorstellen. ![]() Die Prozedere bei der Juristerei ist wie mit der alten RAD-Studio Registrierung. Du musst es zuerst studiert haben um zu wissen warum die Dinge so sind wie sie sind. Auch wenn Anwälte aus dem Freundes- und Bekanntenkreis mir oft Formalismen erklären, die Sachlage und die Beweggründe werden verständlicher. Brauchst du dir in Österreich nichts denken. In Österreich sind bspw. Anträge auf damals, ich habe mich mit so etwas nie angepatzt, Forschungs- resp. Jungunternehmerkredite 'digital', aber in Word auszufüllen und dort waren Tonnen von Makros hinterlegt. Die fristgerechte 'Eingabe' des Word Dokuments und die war per Fax. (* Bei der Nachschau die Prüfer sich keine Minute auch nur für das Ergebnis des Mitteleinsatzes haben interessiert und die eigens vorbereitete Live-Präsentation eher als lästig empfanden und erst nach abgeschlossener Prüfung, wie die Mittel verbucht wurden, rausrückten, 'Wir dachten zuerst sie inszenieren die intensive Präsentation um uns abzulenken'. Ich kann es den Beamten aber nicht verdenken. Der Wolfi, der R(u|w)delsführer der Gesellschaftern, im wahrsten Sinne des Wortes Nomen est Omen, legt das Handy (damals noch) auf und sagt zu den ihn schon ein Welchen belagernden Prüfern, 'Jetzt kommt unser 'Jurist''. Der Angesprochene, Andreas, mein geliebter Sitznachbar, er arbeitet teils heute noch eher 5 to 9, als 9 to 5, aber 9 12 Stunden später und studierte 2 Jahre Jus bevor er mit Informatik begann. Der hat von Forschungsförderung und Antrag irgendwann man etwas gehört und gut Ding braucht auch in Österreich Weile. Die Kulisse war göttlich. Im Süden von Linz bauten sich wie gewohnt in Blickrichtung über die Terrasse Gewittertürme auf, Windböen streiften mal zarter mal heftiger über dieselbe und Schwefelgestank vom Stahlwerk der Voest nebenan begannen sich ob des Tiefdrucks durch die geöffnete Türe und Fenster zu verbreiten - apokalyptische Anmut. Andreas steigt kurz nach Wolfis Verweis auf den nahenden 'Juristen' aus dem Lift, hat klarerweise keine Ahnung, dass irgendjemand Anträge usw..., schaut die Prüfer an, sagt höflich 'Größ Gott', schaut mich an und ruft ganz erfreut mit Bezugnahme auf ein langes Telefonat vom Vortag, 'Viva la revolucion, Don Miguel'. Ich antworte eher lustlos und doch gelassen, 'Du alter Kommunist, ich habe deine Beamteninstanz eh weggenietet'. Mit den Worten, 'Ist eh gut. Die Sau ist eh schon lange rumgehängt wie 'hiniches' (kaputtes) Gesöchts (verdorbenes Selchfleisch in der Räucherkammer im Dachstuhl eines Bauernhofes)', verabschiedeten wir uns in Richtung Kaffeeküche, äh, Serverraum. *) Schätze die Beamten kehrten zurück ins Ministerium und die österreichische Regierung hat dann beschlossen haben die digitale Revolution zu verschieben oder ob der Vorgänge in den Finanzmärkten um 2007/08. Das weiß dann keiner so genau. Zitat:
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Ein Antrag auf Leistungen darf nicht an übermäßige Umkosten, wie z.B. die Anschaffung eines Smartphoners oder Tablets mit Datentarif, gebunden sein. Aber ja, das ist Deutschland. Ein Entwicklungsland was Digitalisierung angeht. Bald kommt 5G, dann wirds noch schlimmer wenn ständig irgendwelche komischen Leute "auf Dauersendung" (Stream, Youtube) sind und sich und andere Menschen filmen. Hier greift dann aktuell das "Recht am eigenen Bild" nicht, da man nur ein "Nebenwerk" oder wie man es nennen soll auf dem Bild ist. Eine Unverschämtheit wie ich finde. Niemand sollte draußen rumlaufen und jeden (mit-)filmen dürfen. |
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Bitte bleibt auch hier beim Thema.
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Die Leistung ist aber auch nicht von einem Smartphone abhängig. Man kann auch persönlich hingehen, auch aktuell im Lockdown. Von daher begrüße ich im Gegenteil eher die Möglichkeit es digital zu erledigen, auch wenn es nicht jeder nutzen kann oder will. Aber selbst mit Smartphone lässt sich vieles leider nicht digital erledigen, was rein fachlich problemlos möglich wäre. Aber wenn man alleine schon sieht, dass man je nach Behörde E-Mails unterschiedlich verschlüsseln muss... :roll: und dass der digitale Personalausweis auch fast nur bei der Rentenkasse und beim Finanzamt reibungslos funktioniert... |
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BTT: Über die App weiß ich selber nichts, hab ich bei dir nun das erste mal gelesen und kann dazu nichts sagen. Aber aus meiner Sicht ist e-Mail generell ein wenig DSGVO konformer als ein Fax:
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Wobei Fax nicht gleich Fax sein muß.
Vor vielen vielen Jahren hatte ich zu meiner Mail bei Strato auch eine kostenlose Telefonnummer bekommen (wurde irgendwann abgeschafft). So hätte ich z.B. eine Mail an mich schicken können, die dann als Fax weitergeletet wurde, oder jemand konnte ein FAX oder Anrufbeantworter an diese Telefonnummer schicken und ich bekam es als Mail. Also das Fax "öffentlich" und Mail geheim ist so nicht immer gegeben. |
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Ok, von ggf. virtuellen Fax Lösungen habe ich nun abgesehen, da diese meist wiederum als Mail bei irgendjemandem landen und somit aus meiner Sicht einer Mail-Lösung fast gleich kommen.
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Für ein paar Cent kann jeder eine PDF als Fax verschicken. War ich ausgesprochen froh drüber wenn z.B. jemand um vier Uhr morgens auf der Intensivstation aufschlägt und man in der Lage ist, der Klinik alles wissenswerte direkt auf die passende Station zu schicken.
Klar war es noch komfortabler als ich (auf einer anderen Intensivstation) einer Ärztin einfach einen USB-Stick in die Hand drücken konnte und die steckt den ohne Umschweife bei sich in den PC, aber das wirklich so sein sollte... Spätestens seit Corona konnte ich auch mit verschiedenen Behörden super per Mail kommunizieren. Außer dem Zoll, der antwortet grundsätzlich nicht. Die sind aber glaube ich auch hoffnungslos überlastet. |
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Lehrer aus dem Verwandtenkreis beklagen sich auch, dass bei Sonneneinstrahlung das Ding nicht mehr ablesbar ist. Allein das ist schon das entscheidende Disqualifikationskriterium. Verstehe auch gar nicht was das soll?! Ob Bezos, Zuckerberg oder Musk oder ein beliebiger Nobelpreisträger der letzten Jahre: Alle haben Sie höchstwahrscheinlich in der Schule mit Kreide und analogem Whiteboard gelernt. Hat auch gereicht! |
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und damit reich werden .... ähhhhh dadurch die Umwelt retten. Vorteile an den digitalen Tafel, gibt es ja Einige. Hilfsfunktionen (digitale Liniale/...), fertige Dinge einblenden, anstatt stundenlang jedes Jahr immer neu was vorm Unterricht dranmalen zu müssen usw. Mit Tablets der Schüler fernsteuern (ohne aufstehen zu müssen, weil lauffaul ... ähhhh, wegen Coronaabstand). OK, Nachteile wie teurer, wartungsintensiver, fehleranfälliger und niemand hat Ahnung in der Schule sind ja bekannt. Und wenn man das Ding dann auch gleich als Polylux und Fernsehr für Videos/Präsentationen nutzen kann, dann nehmen die Nachteile enorm ab, weil dafür andere fehleranfällige/zusätzliche Dinge entfallen, wie der Fernsehwagen/Videorecorder, der manchmal fehlte oder oft nicht funktionierte und auch das Rumtransporieren in der Schule entfällt dann. Nur weil etwas neue Nachteile hat, sollte man auch mal schauen, ob dafür vielleicht alte Nachteile verschwinden oder neue Vorteile das nicht aufwiegen. |
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Das schrittweise entwickeln von Zeichnungen und Diagrammen und auch das Stückweise ran schreiben und dann abschreiben von Wörtern, Stichpunkten und Sätzen ist wichtig zum Lernen. Die Schüler soll(t)en ja Dinge abschreiben, damit sich das einprägt und sich nicht hinterher nur die PDF/PowerPoint vom "Vorlesungsskript" einfach angucken. Das funktioniert vielleicht ab dem Studium einigermaßen, aber in den untern Klassenstufen ist es doch ganz hilfreich, wenn da gleich ein Lernprozess beim Schreiben stattfindet. |
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Die einen sagen: dies ist alt, und deshalb ist es gut. Die anderen sagen: dies ist neu, und deshalb ist es besser. |
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Aber ich kann mich auch noch erinnern, dass manchmal der Lehrer gefühlt stundenlang vor dem Unterricht was vorbereiten musste und genau da gibt es keinen Grund das nicht schnell automatisch machen zu lassen, dazumal es sich ja für den Lehrer immer wiederholt (viele Klassen, jedes Jahr wieder). Vorallem in Bio und so. Wo alternativ auch "schönerer" Grafiken/Bilder angebracht sein könnten. Zitat:
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Aber gerade für Bio und Chemie gibt es alle paar Jahre (abhängig vom Bundesland) ein paar Änderungen in den Lehrplänen. Auch die Methodik wird laufend angepasst. Nicht immer zum Vorteil der Schüler oder auch nach dem Willen des Lehrers/der Lehrerin. |
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Das Anschaffen der Hardware ist das eine,
das didaktisch sinnvoll nutzen können (nicht das andere, sondern) das nächste und das setzt die Bereitschaft der Lehrer sich fortzubilden voraus und da gibt es gute wie schlechte Beispiele, wie immer im Leben, wobei je mehr Unterstützung man dabei bekommt, desto mehr geht man diese neuen Wege vielleicht mit. Das andere (oder auch nur ein weiteres nächstes) ist der Support. Die Schulen haben keine IT-Abteilung, wo einem nach einem Anruf oder Ticket geholfen wird. Die Städt haben da vielleicht ein paar Leute, die für massig Schulen zuständig sind, und das reicht oft nur für die Rechner in Sekretariat und Schulleitung. Für andere Dinge haben die keine Zeit. Computerraum und die ganze neue Hard- und auch (Cloud-)Software wird, oft von den MINT-Lehrern(?), in Eigenregie und mit z.T. Freizeiteinsatz und ein paar Std. weniger Unterricht im Gegenzug betreut. |
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Jo, auch damals (letztes Jahrtausend) gab es manchmal Eltern, Schüler oder ehemalige Schüler, welche da in ihrer Freizeit in Eigenregie, bzw. in Form von AGs, sich um die Computer/Technik versuchten zu kümmen, bzw. dem einen Lehrer dabei zu halfen.
Um 2000 hatten wir in der Berufsschule noch ein Computerkabinet, wo der PC mit 3" Bootdiskette über das lagsame LAN in irgendein DOS gestartet wurde. (zu Beginn wurde vom Direx vom neuen Computerkabinet geschwärmt und als wir die erste Stunde hatten, waren wir geschockt/erstaunt/verzückt ... OK, es gab 2 Computerzimmer, aber ins Neue kam man erst ab dem 2. Lehrjahr, wie wir dann erfuhren) Wir Schüler mussten oftmals alles selbst in die Hand nehmen. Als wir das erste Mal im neuen Computercabinet waren, war garnichts möglich, da der Lehrer es nicht hinbekam uns Zugang zu gewähren, wo sich dann einer der Schüler fast ins System gehakt hatte, weil der Lehrer sich beim Rumversuchen selbst ausgesperrte. Da immer mehr Technik in der Schule, braucht man nun eigentlich noch mehr Arbeitszeit dafür. Aber mindestens eine Stelle in jeder Schule quasi Vollzeit für sowas zu haben, ist schon bissl unrealistisch. Und die (vielen) Gerätehersteller den (bezahlten) Support machen zu lassen, ist auch keine Lösung. Im Grunde bleibt dann doch nur die Lösung einer ausreichend großen Support-Abteilung in den Behördern der Schulen, die sich auch um Schulungen, Sicherheit und Vorgaben/Vorschläge für Wartung/Neuanschaffungen/Upgrades kümmen, und eben von Bund/Ländern bezahlt werden. Jeder Alleine kann es garnicht nur schwer leisten und es ist auch unnötig viel Arbeit/Zeit, als wenn das Wichtigste "Einer" für Alle machen würde. Nja, eine/zwei private Organisationen durch Schulen/Spenden bezahlt ... nja, die wären unabhängig (vom System, aber nicht von der Industrie) und könnten (theoretisch) schneller reagieren. Vor allem in Punkto Sicherheit, ist es garnicht so leicht da was als ambitionierter Leihe "ordentlich" hinzubekommen. Und auch neue Technik/Software selbst suchen/auswählen zu müssen, kann den einen armen Lehrer schonmal überfordern, bei dieser Masse. Bei Hardware/Lizenzen wäre es so auch möglich dort durch koordinierte Massenrabatte die Kosten zu senken, als wenn jede Schule sich irgendwas selbst kaufen müsste. Genauso können/dürfen auch viele Behörden nicht alles selber machen, bzw. es hat nicht immer Sinn, wenn jeder was "Eigenes" macht und nichts kompatibel ist, aber so langsam und teilweise (gefühlt) saudämlich, wie das oftmals in Behörden/Gesetzgebung abläuft ....... |
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Es kann doch so bleiben das die Schüler trotzdem (die vom Lehrer vorbereiteten Inhalte) Stück für Stück übernehmen (selber auf Papier oder Tablet/Laptop bringen). Der Lehrer könnte aber z.B. Zusatzinformationen bereit stellen, die er direkt übertragen könnte. Das nur mal als Beispiel. Es hängt enorm davon ab wie die Lehrkraft damit umgeht und was Software seitig möglich ist!
Diese Liste ließe sich noch beliebig erweitern. Ein generelles versperren gegen neue Techniken ist genauso blöd wie altes generell schlecht zu machen oder verwerfen zu wollen. Beides zusammen wird es werden müssen. Ob die Schüler nun z.B. digital Zeichnen auf einem Pad oder Papier ist handwerklich fast gleich (wenn das Pad kein Display hat ist es sogar schwerer). Genauso mit der Tafel: Die Schüler und Lehrer können doch trotzdem an der digitalen Tafel schreiben, messen, zeichnen etc.. Zitat:
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