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Textdatei laden - Integerüberlauf
Hallo,
ich versuche mit einer StringList eine relativ große Text-Datei (1*265*819*892 Bytes) zu laden und bekomme den Fehler "Integerüberlauf". Compiliert unter Win64 mit Delphi 10.2 Tokyo. gibt es da eine Lösung für das Problem? lg Klaus |
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Wie sieht dein Code aus? Ohne ist das alles nur Glaskugelgucken.
Grüße Dalai |
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Der Code sieht ungefähr so aus:
Delphi-Quellcode:
var StrList : TStringList; StrList := TStringList.Create; try StrList.LoadFromFile(LogFileName); // .. // .. except on E: Exception do begin Info.Add(FormatLang('Fehler beim Öffnen der Datei: %s (%s)',[LogFileName,E.Message])); // --> Integerüberlauf end; end; |
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Hallo,
die TStringList hat eine Grenze von theoretisch 2 Mrd. Einträgen. Praktisch ist aber schon viel früher Schluss. Auch damals unter Delphi-64Bit ging es bei mir nicht weiter. Ich hatte mir damals eine TLargeStringList gebaut, die intern aus einzelnen StringListen bestand. Grenze war dann trotzdem bei 1,5 GB Arbeitsspeicher (32-Bit-Delphi). |
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Die Frage ist ja, was du mit dieser riesigen Datei anstellst. Ist es nötig, die komplett in den Speicher zu laden? Oder könntest du sie auch zeilenweise durchgehen und dafür z.B. einen
![]() Edit: Ach so, noch vergessen: ich vermute, dass der Fehler vielleicht auch gar nicht direkt in dem LoadFromFile bei dir auftritt, sondern in dem Code dazwischen, den du jetzt hier nicht gezeigt hast, weil du mit einem Integer durch die Zeilen oder Zeichen der StringList gehst oder irgendwas berechnest? Schau doch mal mit dem Debugger, wo der Fehler tatsächlich passiert. Das LoadFromFile selbst würde dir nämlich eher einen vollen Speicher melden, keinen Integerüberlauf (so meine Erfahrung mit zu großen Dateien). |
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Zitat:
Grüße Dalai |
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Zitat:
Du solltest also wirklich mal den Debugger einsetzen. Zitat:
Delphi-Quellcode:
Obwohl Stream.Size und Stream.Position als Int64 deklariert sind, wird für die Differenz nur ein Integer bereitgestellt. Das nachfolgende SetLength muss dann noch einen zusammenhängenden Speicherbereich in der gewünschten Größe finden, was unter 32-Bit schnell mal zum problem werden kann. Aber auch dieses SetLength beschränkt die Puffergröße auf 2GB, weil NewLength auch nur ein Integer ist.
procedure TStrings.LoadFromStream(Stream: TStream; Encoding: TEncoding);
var Size: Integer; Buffer: TBytes; begin BeginUpdate; try Size := Stream.Size - Stream.Position; SetLength(Buffer, Size); Stream.Read(Buffer, 0, Size); Size := TEncoding.GetBufferEncoding(Buffer, Encoding, FDefaultEncoding); SetEncoding(Encoding); // Keep Encoding in case the stream is saved SetTextStr(Encoding.GetString(Buffer, Size, Length(Buffer) - Size)); finally EndUpdate; end; end; Allerdings sehe ich in diesem konkreten Fall erstmal keine dieser Grenzen überschritten. |
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Ich denke auch, dass es nicht möglich ist via TStringlist eine so große Dateien zu laden.
Wenn mann sich die Procedure in System.Classes ansieht dann ist beim Integer Schluss mit lustig.
Delphi-Quellcode:
Am Code dazwischen liegt es definitiv nicht.
procedure TStrings.LoadFromStream(Stream: TStream; Encoding: TEncoding);
var Size: Integer; Buffer: TBytes; begin BeginUpdate; try Size := Stream.Size - Stream.Position; SetLength(Buffer, Size); Stream.Read(Buffer, 0, Size); Size := TEncoding.GetBufferEncoding(Buffer, Encoding, FDefaultEncoding); SetEncoding(Encoding); // Keep Encoding in case the stream is saved SetTextStr(Encoding.GetString(Buffer, Size, Length(Buffer) - Size)); finally EndUpdate; end; end; ich werde das ganze umbauen und versuchen mit TStreamReader zu realisieren. Danke für euer bemühen, ich werde hier posten, wie ich es gelöst habe. lg Klaus |
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Habe das ganze mit TStreamReader gelöst.
Ich durchsuche viele Logfiles mit unterschiedlicher Dateigröße. Wenn die Datei >= 1073741824 Bytes ist verwende ich den TStreamReader, ansonsten die TStringList, welche wesentlich schneller ist. hier mein Codeausschnitt
Delphi-Quellcode:
var StreamReader : TStreamReader; sLine : string; iLine : integer; begin try StreamReader := TStreamReader.Create(LogFileName); iLine := 0; while not StreamReader.EndOfStream do begin Inc(iLine); sLine := StreamReader.ReadLine; // .. // .. // .. end; finally FreeAndNil(StreamReader); end; end; |
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Zitat:
Zitat:
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Zitat:
Grüße Dalai |
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Ich vermute, dass 1*265*819*892 Bytes eigentlich 1.265.819.892 Bytes heißen soll und der * nur der Verdeutlichung dienen sollte.
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Ich habe es ausprobiert,
wenn die Datei > wie MaxInteger/2 ist (1073741824) dann tritt bei StringList.LoadfromFile der Fehler Integerüberlauf auf. Ich vermute mal, dass Delphi für jedes Character 2 Bytes benötig. |
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Zitat:
![]() Sherlock |
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Die Datei wird ja quasi mehrfach in den Speicher geladen
* erstmal in einem Puffer * dann nochmal als Unicode umkopiert * und zum Schluss nochmal jede Zeile als einzelner String Die ersten Beiden Zeile sind ein Block und müssen demach auch in einen "goßen" freien Speicherblock und erfahrungsgemäß wird es ab 700 MB oft nahezu unmöglich im fragmentieren Speicher noch was zu finden. Lösung: mit 64 Bit kompilieren Oder Zeilenweise einlesen, entweder über eine passende Streamingfunktion oder mit den alten AssignFile+ReadLn, aber selbst das wird nicht gehen, denn die Strings sind zwar kurze Zeilen-Stückchen, die sich im Speicher gut verteilen, aber Dank Unicode sind es dann über 2 GB, womit du dann die 4GB-Option aktivieren
Delphi-Quellcode:
,
{$SetPEFlags IMAGE_FILE_LARGE_ADDRESS_AWARE}
so dass du dann bis fast 4 GB (64 Bit Windows), bzw. 3 GB (32 Bit Windows) zur Verfügung hasthättest. (abzüglich geladener EXE, DLLs usw.) Das "richtige" Verfahren ist aber nicht ALLEs zu laden, sondern solche großen Dateien nur stückchenweise in mehreren Blöcke á einigen KB/MB aufgeteilt zu laden und nacheinander zu behandeln. |
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Zitat:
Zitat:
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Zitat:
Gruß, Andreas |
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Hallo,
ich verwende 64-Bit-Windows und die Delphi-Zielplattform 64-Bit. |
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Wieviele Zeilen hatt denn die Datei?
[EDIT] Obwohl, selbst mit 32 Bit sind ja theoretisch schon knapp 'ne milliarde Zeilen möglich und selbst wenn im 64 Bit noch ein Zähler auf 32 Bit stehen würde, wären es immernoch mindestens 500 Mio. |
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Mit LoadFromFile ist die Größe der Datei intern auf 2GB beschränkt, unabhängig von den Zeilen und von 32/64-Bit.
Ein alternative Ansatz dazu wäre über einen StreamReader die Datei zeilenweise zu lesen und jede Zeile mit Add anzufügen. |
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Leider kann ich mit 10.4 nicht mehr Win64Bit debuggen - es steht immer sofort "disconnected session" - und das war's. Und ein anderes Delphi habe ich grad nicht.
Aber laufen lassen kann ich 64 Bit Programme: Wenn ich zu einer TStringList 50 Mio Mal den string '012345678901234567890123456789' hinzufüge, dann klappt dies. Wenn ich dann savetofile aufrufe, dann gibt's auch hier einen Integerüberlauf. Der von dir erwähnte Integerüberlauf tritt also nicht nur beim Laden, sondern auch beim Speichern auf. |
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Der 64 Bit-Debugger wird, wie der externe RemoteDebugger, über eine lokale TCP/IP-Verbindung angesprochen ... schau mal ob rmtdbg270.exe lokal freigegeben ist.
So, ansonsten du hast Pech. Im SaveToFile wird erst alles in einen String kopiert und strings können maximal 2 GB groß werden. Bei DynArrays ist Length als NativeInt deklariert, aber bei den LongStrings (z.B. String/UnicodeString) nur als Integer. TStrings.SaveToStream: erst über TStrings.GetTextStr und dann durch TEncoding.GetBytes in ein Byte-Array, welcher in den Stream kopiert wird und der String ist hier die Limitierung. Beim LoadFromFile andersrum. Du darfst gern eine TStringList benutzen, aber nur für Dateien unter 1 GB, oder du implementierts die Lade-/Speichernfunktion selbst. Oder machst es eben "richtig". Zitat:
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Zitat:
Der TE hat nicht geschrieben, was er mit der Textdatei machen möchte. Wenn zur Auswertung der Textdatei wahllos zwischen den Zeilen hin und her gesprungen werden muss, dann bleibt nichts anderes übrig, als die Datei komplett einzulesen. Ausser die Textdatei hat eine feste Zeilenlänge. Aber auch das weist du nicht. |
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Der TE hat doch schon
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Zitat:
da hier der FileCache von Windows ins Spiel kommt und diese Datei nicht "komplett" im RAM/Auslagerungsdatei abgelegt wird. MemoryMappedFiles Bei sequentiell ist ein StreamReader aber bestimmt einfacher. Wobei, bei der MMF kann man da den Anfang und Ende als PAnsiChar/PWideChar casten und kann gemütlich dazwischen durch den Arbeistspeicher hüpfen, während sich Windows um das Laden kümmert (bzw. Entladen, wenn freier RAM benötigt wird). z.B. der Code oder die Ressourcen von EXE und DLL sind ebenso in den Speicher gemappt, so dass es nicht in die Auslagerungsdatei muß, da es von der Platte geladen und notfalls entladen werden kann. Abgesehn davon wo Code/Speicher/Adressen angepasst wurden, dann wird der Teil von der Datei entkoppelt (CopyOnWrite) und bleibt im RAM/Auslagerungsdatei. |
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Hallo,
wenn das SaveToFile nicht klappt, dann schreib es per AssignFile, WriteLn (Typ: Text) usw.; |
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Hallo in die Runde... nur kurz: Ich will gar nicht viele Elemente einer TStringlist speichern. Es war nur eine Bemerkung, dass sowohl das Laden via loadfromfile (ursprüngliches Thema des Threads) wie eben auch das Speichern via savetofile nicht klappt. Grund ist klar (siehe oben).
[ Danke himitsu für deinen 64Bit Win Debugger Firewall Tipp (Einstellung war und ist OK) - wenn ich keine Lösung finde, dann muss ich wohl mal ein neues Thema eröffnen. ] |
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Zitat:
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Nur an der Stelle das zu Ändern ist völlig irrelevant, so lange es durch einen String gejagt wird, dann dafür ist hier der Integer als Typ vollkommen richtig, siehe mein Post.
PS, was CodeInsight für Typen beim SetLength anzeigt, ist auch irrelevant, verwirrend und falsch, denn siehe DynArraySetLength in System.pas ist es für dynamische Arrays richtig als NativeInt deklariert, aber eben bei den LongStrings immernoch als Integer. (sowohl Funktion, als auch im Typ) Bezüglich der Compiler-Magic darfst eh nie dem trauen, was dir angezeigt wird. Was extrem schwachsinnig ist, denn in 32 Bit sind seit jeher DynArray und LongString vom Aufbau her rundlegend kompatibel. (auch dort wo seit 2009 die CodePage und CharSize sich verstecken, ist im DynArray ein Platzhalter enthalten), was nun im 64 Bit aber nicht mehr passt. Und das hier auch zu diesem Problem führt. |
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Natürlich würde man den Code so ändern, daß eben nicht der eine Gesamtstring das Nadelöhr ist, sondern den Stream z.B. über einen TStreamReader zeilenweise einlesen - eventuell auch erst ab einer gewissen Streamgröße. Beim Speichern natürlich analog mit einem TStreamWriter.
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