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Verfügbarkeit von Delphi-Entwicklern
Hallo,
man sieht es ja hier im Forum recht gut, aber generell scheint es wirklich inzwischen ein Problem zu sein Delphi-Entwickler zu finden. Viele Unternehmen die ich so im Bekanntenkreis habe suchen auch schon über Monate nach Entwicklern - idR ohne Erfolg. An der Bezahlung liegt es da eher weniger, auch wir zahlen sehr gut - es gibt nur idR kaum Bewerber. Bleibt eigentlich nur die Variante neu auszubilden - oder wie geht Ihr mit dem Problem bzw findet Ihr ausreichend Entwickler? Gruß.... |
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Wir waren zwar noch nicht aktiv auf der Suche, aber ich würde wenn dann ohnehin nicht nach jemandem suchen, der auf eine Sprache fixiert ist. Ein ordentlicher Entwickler ist der, der erkannt hat, dass Entwicklung selbst nichts mit der Sprache zu tun hat, und der in der Lage dazu ist sich in geforderte Sprachen (und fast noch wichtiger: Frameworks!) einzuarbeiten. Ich käme gar nicht auf die Idee explizit nach Delphi-Entwicklern zu suchen. Aber nach solchen, die dem Gedanken eine (für sie) neue Sprache zu erlernen offen gegenüberstehen. Den Anspruch habe ich an mich selbst auch, und es wäre nichts ungewöhnliches wenn äußere Umstände einen Umschwung evtl. mal notwendig machen. Da kann ich mit Monosprachlern nichts anfangen.
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Zitat:
daher hab ich meinen Kurs aufs nächste Jahr verschoben. Externe Entwickler - oder welche die es werden wollen - sind aus dem Köln/Bonn/Aachner Raum willkommen. Mavarik |
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Hallo,
von unseren letzten 4 neuen Entwickler kamen 2 aus der Java-Ecke (etwas schwieriger einzulernen wegen fehlender VCL-Kenntnisse) und 2 aus der c#-Ecke (leichter wegen ".net ähnlich VCL"). Das Problem ist also nicht die Sprache, sondern dass der Entwickler was von seinem Handwerk versteht: - OOP - Debugging-Technics ("Breakpoint hatten wir in der Ausbildung nicht" - Coding-Design (Arbeiten nach Code-Styleguides) - Einarbeitung in komplexen Code |
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Zitat:
In Wahrheit ist die Bezahlung aber schlecht (z.B. 45K für einen Dipl.-Informatiker mit 10 bis 20+ Jahren Erfahrung), die Arbeitsplätze sind im Keller ohne Tageslicht oder im heißen Dachgeschoß ohne Klimaanlage oder das Tätigkeitsfeld ist einfach uninteressant. Ich kenne einige inkl. mir mit dem oben genannten Profil, die sich bewerben würden, wenn das Angebot stimmen würde (ab 75K, Firmenwagen, 1-2 Tage Home-Office die Woche). Bisher hat mich aber noch nichts hinter dem Ofen hervorgelockt: Da wurde dann in Bewerbungsgesprächen gesagt: "Nein, so viel können wir nicht zahlen." 1 Jahr später bestellt sich der Chef dann eine Yacht... Oder andere Firma: "Nein, so viel können wir nicht zahlen. Wenn wir Sie aber als Freelancer beauftragen würden (Scheinselbstständigkeit?!) könnten wir Ihnen aber max. 38,- EUR die Stunde zahlen. Das sind dann über 70K im Jahr. Das ist sonst nicht finanzierbar." Das ist natürlich eine Milchmädchenrechnung. Der Stundenssatz müsste doppelt oder 3-fach so hoch sein, damit sich das lohnt (Stichworte: Mann kann nicht 52 Wochen je 40 Stunden abrechnen, Steuerberater/Versicherungen kosten auch was, Steuern, usw.) Einige Zeit später finde ich heraus, dass die ihren Kunden 140,- EUR netto die Stunde berechnen. Sorry, aber so wird das nichts. Muss bei Dir jetzt nicht so sein, aber ich wollte mal von meinen Erfahrungen berichten. |
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...:cat:... |
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..."
- Einarbeitung in komplexen Code - Coding-Design (Arbeiten nach Code-Styleguides) "... genau das sind aus meiner Sicht die zwei Punkte, wo es mit/bei erfahrenen Entwicklern oft die größten Mißverständnisse gibt. (Ich habe schon als GF Projekte an externe vergeben und da selbst "nur" als verantwortliche Weisungs- und Kontrollschnittstelle agiert. Umgedreht arbeite ich auch an Projekten, wo ich selbst "nur" unter einem anderem Projektmanger intern oder extern arbeite) Reine DelphiEntwickler werden selten gesucht und wohl auch selten gebraucht. Ich ordne Pascal/Delphi schlicht in die Kategorie der NativCompilerSprachen ein. Also im Prinzip 1:1 vergleichbar C/C++/C#, aber eben aus meiner Sicht was anderes wie Scriptengines&Interpreter ala JS,Java,Phyton,PHP. (bitte jetzt keine diskusion ob C#/Java mit (Pre)Compiler auf "Bytecode" sind ein Grenzfall, aber ich bleibe bei meiner Zuordnung) Eventuell liegt es an meinem Alter, meiner Vorliebe für native Programme bis hin zu Embedded oder (Web)Backends... daher fallen für mich geschätzt 75% aller Stellen oder Projektausschreibungen schlicht weg. Als ich noch selber als GF Projekte im Prinzip rein "fachlich" ausgeschrieben habe, kamen kaum 10% aus meiner Sicht sinnvolle Bewerbungen/Angebote... mal schnell ne App ic Swift/Java oder nen (Web)Backend auf Basis irgendeines Standard Linux Frameworks bishin zu Realisierungen via PHP-CMS Plugin... dafür gibt es fast Leute wie Sand am Meer. Mein Standpunkt: Es herrscht aktuell schlicht ein großer Mangel an echten "native Entwicklern"... aber es herrscht da regional auch ein total unterschiedlicher Bedarf. In "McPom" läuft da wenig, in "Thür" bleibt einiges unbesetzt weil zu schlecht bezahlt, denn Hessen/Bayern sind oft gleich nebendran. Extrem "regional" wird es bei HW naher Embedded Entwicklung... da konzentrieren sich die guten Angebote&Projekte auf ganz wenige Zentren hier in D, wo man zwar gut verdient aber auch teuer wohnt) Pures "Geld"(ala 75TEur + Auto und HomeOffice in vorherigen Beitrag) halte ich als Angetellter für nebensächlich. Mit 60..72T€/pa also 5..6T€/Monat sollte rein finanziell wohl jeder hier in D "überleben". Perspektive im Sinn von Planungssicherheit sowie ne akzeptable Work/Live-Balance gewinnen mit den Jahren an "Berufserfahrung" ungemein an Wert. Wer "mehr" will, der nehme als Freelancer das volle Risiko und genieße sein "freies Dasein"(mich stört da mitterweile mehr das permanente eigene Risiko, als die Tatsache das ev. mein Chef oder Auftraggeber sich mal ne Jacht gönnen) Wenn ich also hier im Grenzgebiet von Thür zu Hessen/Bayern bin, dann locken mich wenn die Aufgabe passt hier lokal schon "sichere" 4..5T€/Monat zu vernüntigen Arbeitsbedingeungen, bzw. mit 1..2h Fahrt 5..6T€/Monat in Hessen oder Bayern bei dort eigentlich immer besseren&flexibleren Arbeitszeiten. (wenn jemand in Südthüringen als "Delphi-Programmierer mit Berufserfahrung" einen Job sucht und mit 3000..3500€/Monat leben kann, der kann ne PN schreiben und bekommt von mir ne Adresse samt Ansprechpartner... existiert seit 25Jahren und is regional bezogen so OK) |
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Natürlich geht es auch um eine gute, angemessene Bezahlung ! Es geht nicht darum, ob man mit dem Geld in Deutschland nur überleben kann.
Ich bin seit vielen Jahren Freelancer und auch da gab es immer eine schiefe Diskussion arüber, was angemessen ist. Ich kann ja nicht einfach dem Freelancer genau so viel bezahlen, wie einem Angestellten, denn hier ist die Firma ja nicht in der Pflicht Sozialleistungen zu erbringen, Beiträge in die Sozialkassen zu zahlen, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle zu übernehmen oder den Freelancer weiter zu bilden. Wenn dann noch Projektvermittler dazwischen hängen, die locker 20€/h für sich als Marge kalkulieren wird es langsam echt frech. Da hilft nur Eines: weg davon. Es gibt auch riesige regionale Unterschiede in der Bezahlung von Festangestellten. Wenn ich nur mal NRW (teilweise lächerliche 40.000€/Jahr für ausgebildete Delphi-Entwickler, max. 5.000€/Jahr für 10-20 Jahre Berufserfahrung) und Bayern/Baden-Würtemberg vergleiche, dann sind da mehr als 30.000€/Jahr in diesem Beispiel als Differenz. Einige Firmen leben immer noch in einer Zeit von vor 20 Jahren, wo man Entwickler wie Sand am Meer fand. Zur Zeit bin ich für insgesamt vier Jahre (erst einmal) fest angestellt und red nicht mehr über diese, wirklich lächerlichen, Summen. Und obwohl bei uns extrem gut bezahlt wird mussten wir uns jetzt einen "Ersatz" aus einem ganz anderen Bundesland besorgen. Manchmal denke ich auch, dass Einige zu bequem geworden sind, teilweise nur HomeOffice machen wollen (alles schon erlebt ...) und jeden Tag pünktlich Feierabend machen wollen. So läuft das aber in den wenigsten Projekten/Anstellungen. Wenn ich mir die Bezahlung und die Sozialleistungen für gute Entwickler in anderen führenden Industrie-Nationen ansehe, dann wird es noch düsterer für den Standort Deutschland. Schaue ich so die letzten 20 Jahre kenne ich schon so manchen Entwickler, der zum Beispiel in die Staaten gegangen ist und sich jetzt mit jetzt Mitte fünfzig keine großen Gedanken mehr um eine sorgenfreie Rente machen muss und trotzdem Spaß an seinem Arbeitsleben hatte. |
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Wenn es so viele Firmen gibt, die Delphi-Entwickler suchen, warum findet man dann kaum Stellenangebote, bei denen Delphi überhaupt nur erwähnt wird?
Irgendwas passt da nicht zusammen! Wenn es erwähnt wird, dann liest man meist zwischen den Zeilen, dass man eigentlich dabei ist, auf C# oder ähnliches umzustellen und Delphi-Code nur noch zu Tode gepflegt werden soll, bis die Umstellung fertig ist. |
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..."Wenn es so viele Firmen gibt, die Delphi-Entwickler suchen, warum findet man dann kaum Stellenangebote, bei denen Delphi überhaupt nur erwähnt wird?"...
mein rein persönlicher Eindruck: 1. dann bekommen Firmen oft zuviele Bewerbungen von meist älteren Semestern die "nur" Delphi können(und teils auch nur wollen)... gemäß dem Grundsatz: "mit etwas Willen kann ein Entwickler zeitnah auch eine andere Sprache nutzen" schreiben viele das sehr allgemein und schauen wer/was sich bewirbt und wie die Leute reagieren, wenn man ihnen sagt da gibt es auch noch ein paar 100T Zeile Delphi-Code weiter zu bearbeiten. 2. viele Firmen "schämen" sich mittlerweile scheinbar via offenen Anzeigen für alle sichtbar zuzugeben, das sie immernoch so OldScool Zeug einsetzen |
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Hallo,
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Viele Delphi-Entwickler der alten Schule sind halt umgestiegen auf java oder c#, weil das in der Firma so gewünscht war. Unsere Stellenausschreibung enthielt explizit Delphi als optimale Voraussetzung, aber c#, java oder eine andere OOP-Sprache war auch OK. Aber bei den Bewerbungen hatte ich schon ein paar wunderliche Bewerber, die mit 50 noch mal Ausbildung bei uns machen wollten. |
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Also wenn eine Firma, die zufälligerweise im Saarland ansässig ist, noch einen Delphischreiber sucht, hier bin ich :thumb:
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Hallo,
als Entwickler musst Du aber flexibel sein, auch beim Arbeitsort ... (Ironie) |
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Dieser Thread verwirrt mich. Ich bin jetzt Ende 20, arbeite seit knapp 15 Jahren hobbymäßig mit Delphi, habe Mathe und Informatik auf Lehramt studiert (abgeschlossen), aber bin jetzt seit viereinhalb Monaten bei einem Unternehmen in meinem Heimatdorf im Bremer Speckgürtel, das mich via PM auf DP angeschrieben hat (Sachen gibt's...). Also auf dem Papier ein Berufseinsteiger. Und als solcher habe ich auch keine Ahnung, was ich Wert bin. Generell, auch nach dem ersten Delphi-Stammtisch in Hannover, und bin der Meinung, dass ich mich ziemlich habe runterhandeln lassen, aber dann gibt es hier solche Beiträge:
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Gut, wir haben hier auf dem Land keinen angespannten Wohnungsmarkt und in Südthüringen wird es den wohl auch nicht geben, aber bei der Gehaltsdifferenz... Trotzdem die Frage: Sitzen diese Unternehmen nur in großen Städten oder auch auf dem Land? |
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Ich bin auch Berufseinsteiger, würde mich aber schon mit 2000€ brutto bei Steuerklasse 1 zufrieden geben.
Ja, so Leute wie mich gibt's auch. Ich bin eine dieser Personen die im Prinzip alles dafür macht, einen anständigen Job zu bekommen. |
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Aus meiner beruflichen Erfahrung kann ich sagen, Niemand braucht "Delphi-Entwickler".
Meist beackert eine Firma einen Themenkreis und da ist es notwendig, daß der Bewerber programmieren (in Strukturen denken und das in einer Sprache auch formulieren) kann und das er die innere Logik der Abläufe kennt. Eins meiner ersten größeren Projekte war die die Batchausgabe von Mainframeprints auf einem lokalen Drucker. Daß ich das in Turbo-Pascal realisiert habe war reiner Zufall - die Beispiele für den Zugriff auf das API der Emulationskarte waren einfach die leserlichsten und BASIC steckte damals noch in den Kinderschuhen. Gruß K-H |
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Ich selbst bin kein Freund von "Programmiersprachen sind alle gleich, kann man eine, kann man alle". Man kann sich entweder auf eine (oder 2) konzentrieren und sehr gut in diese(r)(n) sein, oder man kann von allem ein bisschen wissen, aber in keiner ist man wirklich gut. Und ich rede da von den ganzen Feinheiten, nicht oberflächlich was zusammenklicken oder kritzeln, sondern wirklich guten Code schreiben. Ich habe vor Delphi Pascal gemacht und bin in Delphi zu 100% seit Delphi 2 dabei. Nichts desto trotz würde ich nichtmal da sagen, dass ich die Sprache zur Perfektion beherrsche, obwohl ich tagtäglich ausschliesslich damit und SQL arbeite. Ich entdecke immer wieder mal neue Sprachfeatures, die ich bisher nie brauchte, aber die, wenn man sie erstmal kennt, extrem nützlich sind.
Nehmen wir mal interfaces. erst vor knapp 2 Jahren mal gelernt, wie man damit umgeht (dank an DP Nutzer MIJN). Ich habe es vorher einfach nie gebraucht. Habe halt Basisklassen geschrieben, die virtualle oder sogar abstracte funktionen enthalten haben. Mit interfaces ist es besser, ich kann jetzt komplett unterschiedlichen Sachen das gleiche beibringen und im Aufruf-code nicht mehr auf die Basisklasse zurückgreifen. Und mit dem Wissen denke ich halt, dass man entweder gut in einer Sprache ist oder mediocre in vielen. (Und ja, ich hab auch C++ und Assembler irgendwann mal gelernt, aber dadurch dass ich es kaum nutze, bin ich da eher mediocre und würde nie zum Arbeitgeber sagen "Ich kann das", weil wenn er mich dann einstellt und ich muss damit arbeiten, bin ich erstmal sehr langsam, weil man sich in den Sprachkonstrukten wieder uymstellen muss.) |
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Natürlich sind u.a. die Gehaltsdifferenzen auch den örtlichen Nebenkosten geschuldet (Mieten, Preise). Aber es betrifft eben nicht nur Großstädte, sondern auch mittelgroße Städte wie Ulm. Aus meiner Sicht ist auch die Konkurrenz vor Ort entscheidend. Ich habe es selber erlebt, dass in Ulm Bewerber waren, die dann von einem Konkurrenten ("Krieg der Köpfe") einen Aufschlag von 10.000€ per anno geboten bekommen haben, nur um nicht bei der Firma zu unterschreiben, bei der ich ein Projekt hatte. Wenn an einem Ort (Science Center II) so viele HighTech-Unternehmen konzentriert sind wird es schwierig gutes Personal zu bekommen. Im Umfeld steigen die Mieten (Nachfrage) und die Preise ...
Die Gehälter und Stundensätze für Delphi-Entwickler sind auch gestiegen, da es eione Phase gab, wo Delphi ein wenig verteufelt wurde und Alle auf andere Sprachen und Systeme umstiegen. Schleppende Weiterentwicklung der Sprache der vorherigen Besitzer von Delphi taten ihr Übriges. In einigen Firmen sehe ich allerdings auch die Tendenz, dass man Delphi nicht mehr so kritisch sieht. Nur fehlen jetzt die Entwickler. Auf den üblichen Plattformen der Projektvermittler findet man auch wieder Delphi-Projekte. In Verbindung mit anderen Skills, wie Oracle, MS SQL oder z.B. MySQL besteht wohl in dieser Konjunktur-Phase ein erhöhter Bedarf. |
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Ich sehe kein Problem darin, Brutto und Steuerklasse in einem Satz zu erwähnen.
Es gehen zwei wichtige Informationen, eigentlich drei, aus meinem Beitrag hervor: - ich suche Arbeit - ich biete mich günstig an (denn was will ich mit 3000€ oder mehr monatlich, wenn schon 2000€ brutto dicke ausreichen) - ich bin nicht verheiratet |
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Irrelevant für den Fragesteller, bitte beim Thema bleiben. ;-)
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Wer sich in einer Sprache artikulieren kann, kann das dann auch in allen anderen Sprachen? Absurd. Habe etliche sehr gute C++, und / oder Java-Programmierer kennen gelernt. Die kamen aber nicht mit Delphi zurecht, hatten meist auch Probleme mit SQL und PLSQL, oder kamen dort zumindest bei weitem nicht an die Güte heran, die sie mit C++ und Java leisten konnten. Bei mir ist es extrem andersherum. Delphi, SQL, PLSQL: no Problemo, aber bei den C-ähnlichen Sprachen scheitere ich (für meine Begriffe) gnadenlos. Ja, es gibt Entwickler, die können in jeder Sprache programmieren. Viel irgendwie so, naja, es kommt schon was dabei raus, einige überall gut, wenige überall wirklich excelent. Das sind Ausnahmetalente. Und natürlich: Das sind meine über ein paar Jahrzehnte gemachten, subjektiven, Erfahrungen. Andere mögen das (zurecht) durchaus anders sehen. Delphientwickler sind eigentlich schon seit langem recht schlecht zu finden. Es gab da nie den Hype: Delphi, wow, neu, das müssen wir jetzt alle machen. Als C# neu war, wurde das zum Noplusultra. Da musste man alles vorhandene auf .net umschreiben. Auch bei Java musste man jetzt sofort direkt alles Vorhandene auf Java umstellen. Sowas gab es für Delphi nie. Es wir zum Teil in Schulen gelehrt (mit älteren Versionen) und gilt dort schon als Exot, den eigentlich niemand braucht. Lernt irgendwer, der an der Uni in die Richtung Informatik studiert, den Umgang mit Delphi oder zumindest die darunterliegende Sprache? Eher weniger. Also: Warum sollte man dann Leute finden, die mit Delphi umgehen können oder sich so sehr dafür interessieren, dass sie ihr Berufsleben, ihre Existenz, darauf aufbauen? Bleibt eigentlich nur das Fazit aus dem Eingangspost: Zitat:
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Wir habe hier noch ein ganz anderes Problem. Wir benötigen nicht zwingend jetzt einen Programmierer, sondern in 10-15 Jahren, wenn ich so langsam mich aus der Firma zurückziehen möchte. Einen "alten Erfahrenen" einzustellen bringt mir nichts, weil der ggf. zur gleichen Zeit aufhören möchte wie ich. Also muss ein Junger ran.
1-2 Jahre braucht ein Jungprogrammierer um auf den Level der Programmierung zu kommen, der bei uns nötig ist um halbwegs produktiv mitarbeiten zu können. Hinzu kommt noch mindestens 2-3 Jahre um das Fachspezifische des Umfeldes zu lernen, in dem unsere Software eingesetzt wird. Macht zusammen 5 Jahre zur Einarbeitung. Danach ist nicht sicher gestellt, ob der Jenige auch die Firma weiter führen möchte (oder kann). Wenn er nach vier Jahren keine Lust mehr hat, dann habe ich viel Geld in einen Nachfolger umsonst investiert. Das Geld kann ich auch in meine Rente stecken. |
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Als langjähriger Pascal/Delphi-Fan denke ich, das das ganze Dilemma auf mehre Faktoren zurück zu führen ist.
1. Wenn man sich die Job-Angebote der Firmen anssieht, wollen Firmen grundsätzlich einen Dr. der Informatik, mit 30 Jahren Berufserfahrung, ungebunden, nicht älter als 20 Jahre und am besten noch Spezialist in C#, Javascript, Brainfuck. Dazu noch gute Kentnisse mit Orakel, MySQL, MongoDB und Interbase. Perfekt ist der Bewerber der die Anforderungen erfüllt, nicht mehr als 1000€/Monat haben will und sich mit 22 Tagen Urlaub begnügt. Das ganze wird dann in Berufsbezeichnungen verpackt, die kein Normalsterblicher mehr versteht (und die es offiziell eigentlich auch garnicht gibt). Von einem (noch) verständlichen "Frontend-Developer" bis hin zum "Codestylisten" hab ich im lauf der Jahre schon so einiges gelesen. Klar, das ist jetzt etwas überzogen, aber beim lesen der Stellenanzeigen könnte man diesen Eindruck gewinnen. 2. Regionale Unterschiede. Ja, nicht nur Ost-/West gibts die, selbst innerhalb eines Bundeslandes. Beispiel Bayern: In München gibts Stellen die über Monate nicht besetzt werden können, weils keine Leute gibt. Auf dem Land, gibts Entwickler, weil die Lebenshaltungskosten dort einfach wesentlich billiger sind. 3. Jungprogrammierer frisch von der Ausbildung: "So, ich kann jetzt programmieren. Ich will 80000€ im Jahr, bei einer 30 Stunden Woche mit 150 Tagen Urlaub". Möök, sag ich da nur. 4. In Gesprächen mit Prof. und Referenten hör ich immer wieder, das viele der Studenten, die Informatik studieren, garnicht mehr programmieren wollen. Sie wollen nur noch die Konzepte entwerfen und die Umsetzung anderen überlassen. 5. Wie schon vorher erwähnt wurde, gab es um Pascal/Delphi nie diesen großen Hype, wie das z. B. mit C/C++ oder aktueller Ruby on Rails gibt. Viele Entwickler haben daher umgeschult. Und nur sehr wenige, die in der Ausbildung Java oder C# gelernt haben, bringen den Willen und die Motivation auf, sich jetzt mit Delphi zu befassen. Ich denke, das hier beide Welten (Unternehmen und Bewerber) daran arbeiten müssen. Beide Seiten müssen ihre Erwartungen etwas nach unten schrauben. "Home Office" ist, imho, nicht wirklich eine Lösung. Von Seiten des Arbeitnehmers ist hier ein hohes Maß an Selbstdisziplin gefordert, von Unternehmer Seite ein großes Maß an Vertrauen. Diese Kombination findet sich nur sehr selten. Was nun verschiedene Programmiersprachen gleichzeitig beherrschen betrifft. Bis zu einem gewissen Level, ist jede Programmiersprache gleich aufgebaut. Wenn man die beherrscht, kann man wirklich relativ einfach eine neue Programmiersprache lernen. Aber, bis man wirklich den "Experten"-Level erreicht, gehen einige Jahre der Praxis drauf. Das hängt aber nicht nur an der Programmiersprache, sondern auch an den eingesetzten Tools und Entwicklungsumgebungen zusammen. |
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(Die erste Reihe war voll mit Indern) |
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Die wenigsten Bauleiter und noch weniger Architekten ziehen die Mauern heute noch selber hoch. Programmieren ist imho mittlerweile eher ein Handwerk, auch Uncle Bob spricht ja oft vom software craftmanship. Insofern sind vielleicht die Anforderungen in den Unternehmen, die immer ein Informatikstudium als Vorraussetzung haben veraltet.
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Die Krone gabs noch oben drauf als ich erfuhr, dass diese Person schon seit einigen Semestern ein Duales Studium der Informatik verfolgte. Einem Hobbyprogrammierer sei verziehen, wenn er nicht alles perfekt beherrscht. Es sei denn, er entwickelt schon seit drei Jahrzenten. Aber jemand der ein Duales Studium der Informatik verfolgt, und das schon länger ... unverständlich. Von einem Dr. der angewandten Mathematik, also keinem dummen Menschen, einer Uni die ich nicht nennen werde habe ich mal gesagt bekommen, dass die dort Studierenden später eh nichts mit der Programmierung anfangen können. Denn erstens bekommen die weniger als die Basics im Speedrun beigebracht und zweitens sind es eh alles Studenten die nur studieren, damit Mami und Papi stolz sind. Halten wir fest: nur weil ein Mensch Informatik studiert hat, ist er nicht kompetenter als ein Hobby-Programmierer, der sein Herzblut in sein Hobby steckt. |
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Moin...8-)
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Leiter: "Was try finally ist, brauche ich nicht zu erklären." haentschman: "Hä wie jetzt?" :wink: Leiter: "Das ist normal. 80% der Leute die sich hier bewerben haben das noch nie gehört!" haentschman: ":shock::shock::shock:" |
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@Reedemer: die Unternehmen (bei Projekten) sind meiner Erfahrung nach in den Ballungsgebieten. Bei Festanstellungen weiß ich es nicht so genau.
@DelphiMeinFreund: Software-Entwicklung ist ein wenig mehr als reines Codieren. Aber ganz ehrlich ... 2.000€/mtl. brutto bei Steuerklasse I finde ich extrem wenig. Es mag bei dir ausreichen, aber denkst Du auch mal an später ? 48% Renten-Satz (zur Zeit) von deinem Netto von ca. 1.300-1.400€ netto ... da bist Du schon der geborene Aufstocker im Alter. Und ich möchte mir ein vernünftiges Leben leisten können. So mit 1-2* Urlaub im Jahr, ein Auto brauche ich auch und meine drei Kinder sollen auch eine ordentliche Kindheit geboten bekommen. Das ist selbst mit 3.000€/mtl. kaum noch machbar. |
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@Haentschman: so schlimm wird es ja jetzt nicht mehr mit dir sein :lol:
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Man darf nicht vergessen, dass Bewerber die wenig erwarten, ggf. bevorzugt werden. Vielleicht sind Firmen deswegen ständig auf der Suche nach Nachwuchs bzw. erfahrenen Entwicklern, weil soeben genannte einen zu hohen Lohn erwarten. Von 2000€ Brutto im Monat kann man ein schönes Leben haben, wenn man das Geld nicht zum Fenster hinauswirft oder anderen Unsinn macht (Beispiel Risterrente etc). Aber bleiben wir besser beim Thema. |
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"verhandlungssicheres Englisch in Wort und Schrift" ! Ciao Stefan |
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Ich würde mich und solche Leute nicht zwingend so sehen. Ich selber sehe mich abseits dieser Extreme. Wer zuviel will (auf den Lohn bezogen), bekommt am Ende gar nichts oder macht im schlimmsten Falle nichts. Denn man kann sich ja auf dem Wohlstand ausruehen.
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Ich vermute die Ursache, dass es so wenige Delphi-Entwickler gibt noch ein wenig anders.
Die Entwicklung von Delphi grade so um 2003 rum war etwas stockend. Ich denke zu dem Zeitpunkt und auch davor gab es einige Entwickler die auf Delphi gearbeitet haben. Allerdings war es nicht wirklich klar, wie es um die Zukunft von Delphi bestellt ist. Parallel entwickelte sich C# und MS .NET sowie JAVA weiter, so das sicherlich einige Firmen ihre Entwicklung mehr in diese Richtung umstellten. Alle nachwachsenden Entwickler musste sich zwangsweise die Frage stellen, und welcher Entwicklungssprache sie nun ihr "Handwerk" erlernen möchten. Da viel sicherlich bei vielen die Wahl nicht auf Delphi, sondern eher auf C++, C# und Java. Und auf Appleseite gab es das Objective-C, welches sicherlich dem C näher ist zu Delphi, was sich natürlich bei Markteroberung des IPhones für viele dann auch interessanter wurde. Und wenn jetzt neu Entwicklungen anstehen, überlegt sich jede Firma natürlich auf eine Entwicklungssprache zu setzen, die a) eine möglichst lange Weiterentwicklung ermöglicht und b) eine hohe Anzahl an Programmierern verfügbar ist (damit ist die Konkurrenz groß und der Preis sinkt), und damit auch die Nachfolge gesichert ist. Nun gibt es wohl weniger Unternehmen die bei der Softwareentwicklung in erster Linie auf Delphi setzen, als es das noch um das Jahr 2000 gab. Ergo setzen auch nachwachsende Entwickler auf die größte Bandbreite und lernen eher C#, Java, C++ und whatever. Viele schauen sich Delphi nicht mal an. Das liegt auch stark daran, dass sie auf dem Weg ihrer Ausbildung nichts oder sehr wenig davon hören. Selbst die Schulen, die ja schon an der 7. Klasse (oder sogar früher) ins Thema Programmierung einsteigen, nehmen oft Java, weil's halt kostenlos ist. Und die, die dann doch mal in Delphi reinschnuppern und die (m.M.n. Vorteile) entdecken, werden von dem, zumindest in der Vergangenheit, sehr hohem Einstiegspreis wieder abgeschreckt. Gut, mittlerweile sit mit der Community Edition schon ein sehr brauchbares Delphi für die Einsteiger verfügbar, aber mit der Starter Edition hat Embarcadero einfach zu lange ein zu schwaches Paket angeboten. Um da nun wirklich etwas dran zu ändern müsste seitens Embarcadero wesentlich mehr Marketing und Präsentation an Schulen und Universitäten gemacht werden, damit wieder mehr Berufseinsteiger darauf setzen. Und wenn sie kostenlose Vollversionen unter den Schülern und Studenten verschenken, damit wieder mehr Entwickler auf dieses Pferd setzen. Langfristig gesehen, würde sich das sicherlich maßgeblich auf die Anzahl verfügbarer Delphi-Entwickler auswirken (und damit auch auf die Umsätze von Embarcadero). Mit der jetzigen Situation dreht sich alles ein wenig im Kreis. Unternehmen wollen auf die Sprache setzen, wo die meisten Entwickler gefunden werden können. Und Entwickler möchten die Sprachen erlernen, wo von seiten der Unternehmen die größte Nachfrage existiert. Da scheint mir Delphi ein wenig hinter herunter zu fallen. PS: Ist aber alles nur meine Meinung und meine bescheidene Einschätzung. |
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@Hobbycoder
Naja..du sprichst (richtigerweise) hier von Langfristigkeit. Bei vielen gehts aber eher um kurzfristiges Kohlscheffeln, sprich eine schnelle Lösung und was in 10 Jahren damit ist interresiert keinen. Zum Teil liegt es auch schlicht an der Schnelllebigkeit der IT-Branche selbst. Jeder, der Softwareentwickler werden möchte, muss sich darüber im Klaren sein, das er sein (Berufs-)leben lang lernen muss, und das in einem Umfang, den man in keiner anderen Branche hat (zumindest ist mir nix so extremes bekannt). Das ist natürlich auch etwas, das abschreckt. |
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@Hoppycoder
Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Aspekt (bei der reinen PC-Entwicklung) ist die Verfügbarkeit von großen Libraries (CUDA, GenICam, OpenMP, ...) die frei erhältlich sind und meist in C++ oder JAVA geschrieben sind. Dadurch ergibt sich dann meist auch automatisch die gewählte Projektsprache. |
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