Delphi-PRAXiS

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-   -   Welche Delphi-Version empfehlenswert? (https://www.delphipraxis.net/177443-welche-delphi-version-empfehlenswert.html)

mashutu 6. Nov 2013 20:18

Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Servus,
ich bin ein altgedienter Entwickler und habe mit TurboPascal in den achtziger Jahren begonnen.
Nach 25 Jahren als Entwickler habe ich vor sechs Jahren ein neues Leben in einem anderen Taetigkeitsfeld angefangen,
doch nun koennte ich einen interessanten Auftrag realisieren.
Ich bin aber leider was die Werkzeuge angeht nicht mehr up to date.
Frueher schon hatte ich Erahrungen mit einigen Versionen von Delphi gemacht, die nicht wirklich toll waren (D2, D4).
Das letzte mit dem ich gearbeitet habe war D2006.

Daher nun meine Frage:
Welche Version empfehlt Ihr?

Anspruch: das Programm ist auf lange Laufzeit/Wartung ausgelegt d.h. ich will es nicht alle drei Jahre umschreiben.
Selbst erstellte Komponenten brauche ich nicht per click and drop die werden dynamisch erzeugt.
Stellenweise hardwarenahe Programmierung/assembler
Datenbank (sollte kein Problem sein)
CURL - Internetzugriff ist ein MUSS. Ist INDY eigentlich tot???
Serielle Schnittstelle oder USB-zugrifff (entsprechende Bibliotheksfunktionen) waere wuenschenswert.

Sorry fuer halb off-topic, aber ich bin eigentlich seit 2007 aus dem Job draussen und suche nun einfach eine brauchbare Delphi-Version. Dieses ganze Versionsgedoens von Embarcadero ist fuer mich zu undurchsichtig.
Danke im voraus

Der schöne Günther 6. Nov 2013 20:38

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Da ich in Delphi noch relativ neu bin gebe ich besser nichts von mir. Ich habe nur eine Vermutung: Grade was für Datenbanken und was du vorhast, die Daten weiterzuverarbeiten oder zu senden - Das ist wahrscheinlich der Kernpunkt, ob sich eine brandaktuelle Version und in welcher Ausführung lohnt. Zumindest hätte ich das jetzt mal gedacht.

Und Indy ist doch nicht tot?

jaenicke 6. Nov 2013 21:36

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von mashutu (Beitrag 1234769)
Daher nun meine Frage:
Welche Version empfehlt Ihr?

Delphi XE5 Professional oder Enterprise, je nach Budget und Anforderungen

Zitat:

Zitat von mashutu (Beitrag 1234769)
Stellenweise hardwarenahe Programmierung/assembler

Können alle Versionen.
Zitat:

Zitat von mashutu (Beitrag 1234769)
Datenbank (sollte kein Problem sein)

Da hast du mit der XE5 Enterprise mit integriertem FireDAC die besten Möglichkeiten.
In der Professional kannst du damit nur auf lokale Datenbanken zugreifen, aber es gibt natürlich 3rd Party Komponenten, die auch in der Professional funktionieren.
Zitat:

Zitat von mashutu (Beitrag 1234769)
CURL - Internetzugriff ist ein MUSS. Ist INDY eigentlich tot???

Indy gibt es mit Delphi mitgeliefert genauso wie separat und ist integraler Bestandteil z.B. von DataSnap in Delphi.
Zitat:

Zitat von mashutu (Beitrag 1234769)
Serielle Schnittstelle oder USB-zugrifff (entsprechende Bibliotheksfunktionen) waere wuenschenswert.

Gibt es nicht integriert, aber Bibliotheken gibt es für alle Versionen.

Bernhard Geyer 6. Nov 2013 22:54

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von jaenicke (Beitrag 1234784)
Zitat:

Zitat von mashutu (Beitrag 1234769)
Stellenweise hardwarenahe Programmierung/assembler

Können alle Versionen.

Würde ich eher Jein sagen. Über diverse Bibliotheken kann man manches machen, aber richtig HW-Nah geht nur C/C++.

Zitat:

Zitat von mashutu (Beitrag 1234769)
CURL - Internetzugriff ist ein MUSS. Ist INDY eigentlich tot???

Was braucht du genau und wie tief. Es gibt einige (auch kostenpflichtige) Bibliotheken die sind besser als die Indys.

greenmile 6. Nov 2013 23:05

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Xe3.

Medium 7. Nov 2013 00:03

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Korrigiert mich bitte wenn ich falsch liege, aber für die genannten Anforderungen reicht doch an und für sich locker D2010 (angenommen Unicode ist ein Thema, was es sein sollte). Es war keine Rede von Mobile, kein x64, und das Gros der im "normalen Desktop-Alltag" wirklich zeitsparenden neueren Sprachkonstrukte ist spätestens ab D2010 verfügbar. Ja, man müsste sich dann ggf. bei sehr umfangreichen DB Anforderungen ein 3rd-Party Tool zulegen (z.B. UniDAC o.ä.), aber die Bordmittel sind mindestens "okay", und je nach dem wie günstig man dran kommt, ist die Kombi am Ende auch noch einen guten Happs billiger.
Seit XE[x] wird doch im Wesentlichen der Mobile-Anteil forciert, und so lange man dort keine Aktien drin hat (oder haben möchte), ist der Mehrwert bestenfalls in Details und persönlichen Vorlieben gegeben. So ist zumindest mein (relativ informierter) Eindruck.

Einzig die Unabhängigkeit vom immer mal wieder auftauchenden Amnestie-Programm (bzgl. der Vorversion bei Updates) macht aktuellste Versionen für den TE interessant, vorausgesetzt er muss jede Version mitnehmen. Ansonsten kann man, wenn man den Druck nicht hat, bestimmt immer mal wieder 2-4 Versionen überspringen, und ist dann mit einem Neukauf am Ende fast günstiger unterwegs.

Mich würde vor allem auch interessieren, welche "nicht wirklich tollen" Erfahrungen du seinerzeit gemacht hast, mashutu.

jaenicke 7. Nov 2013 04:47

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von Medium (Beitrag 1234796)
Seit XE[x] wird doch im Wesentlichen der Mobile-Anteil forciert, und so lange man dort keine Aktien drin hat (oder haben möchte), ist der Mehrwert bestenfalls in Details und persönlichen Vorlieben gegeben. So ist zumindest mein (relativ informierter) Eindruck.

Die IDE läuft aber besser, zudem soll das Programm damit ja auch eine Weile gewartet werden, deshalb macht es wenig Sinn da mit einer jetzt schon alten Version anzufangen. Es sei denn man bekommt die günstig, aber die alten Versionen sehe ich nirgends deutlich günstiger. Die günstigste 2010er, die ich aktuell finde, kostet fast exakt so viel wie XE5...

Zitat:

Zitat von Medium (Beitrag 1234796)
Mich würde vor allem auch interessieren, welche "nicht wirklich tollen" Erfahrungen du seinerzeit gemacht hast, mashutu.

Delphi 2, 4 und 2005 galten ja als buggy Versionen. Für letztere kann ich das selbst bestätigen, da lag das an der neuen IDE, die allerdings trotz der Bugs Vorteile gegenüber Delphi 7 gebracht hat.

Zitat:

Zitat von Medium (Beitrag 1234796)
und das Gros der im "normalen Desktop-Alltag" wirklich zeitsparenden neueren Sprachkonstrukte ist spätestens ab D2010 verfügbar

Gerade bei Generics gab es seit Delphi 2010 noch diverse wichtige Bugfixes. Die meisten dieser Bugs sollte man zwar nur bemerken, wenn man wirklich intensiv Generics nutzt, aber wenn man drauf stößt, nervt es ggf. ziemlich herauszufinden woher der interne Fehler kommt.

hanspeter 7. Nov 2013 07:01

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Wenn man Mobile und Firemonkey nicht braucht, dann XE2 mit allen Updates.
Nach meiner Erfahrung eine stabile Umgebung.
Ob professional oder Enterprise hängt von der Aufgabenstellung ab.
Ich gehe den Weg professinal + einige Zusatztools (Unidac, TMS, Fastreport) und kann alle Anforderungen erfüllen.

Gruß
Peter

Patito 7. Nov 2013 08:32

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von mashutu (Beitrag 1234769)

Daher nun meine Frage:
Welche Version empfehlt Ihr?

Keine. Sei Microsoft mal die Chefentwickler von Delphi abgeworben hat schlingert das ganze so vor sich hin.
Schau dir mal FreePascal (Lazarus/CodeTyphon, ...) an.

http://www.pilotlogic.com/sitejoom/index.php/codetyphon

jaenicke 7. Nov 2013 08:57

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von Patito (Beitrag 1234820)
Keine. Sei Microsoft mal die Chefentwickler von Delphi abgeworben hat schlingert das ganze so vor sich hin.
Schau dir mal FreePascal (Lazarus/CodeTyphon, ...) an.

Diese Alternativen sind bisher allerdings in keinster Weise konkurrenzfähig. Trotz aller Bugs, die Delphi hat...
Funktionieren tun sie allerdings. Wenn man geringere Ansprüche hat, kann man sie durchaus nutzen.

mashutu 7. Nov 2013 09:36

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Danke fuer eure zahlreichen Antworten. Ich habe Lazarus bereits evaluiert. Es ist stark gewachsen,
aber ein paar Features fehlen, von denen ich leider mehr oder weniger intensiven Gebrauch machen muss (OnDraw von Tcheckbox).
Werde mal D2010 und Xe3/XE5 evaluieren...

grl 7. Nov 2013 12:22

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von jaenicke (Beitrag 1234823)
Diese Alternativen sind bisher allerdings in keinster Weise konkurrenzfähig.

Was ich für kurzsichtig halte. Wenn ich schnell eine GUI-Anwendung brauche und das nur für Windows, dann ist Lazarus sicher keine Alternative zu Delphi. Spätestens wenn's um etwas komplexere Serverdienste geht oder Applikationen bei denen GUI eine untergeordnete Rolle spielt ist FPC/Lazarus durch Delphi nicht zu ersetzen.
Wenn's gar Linux (und vielleicht cross-plattform auch Windows und MacOS) sein soll (und zumindest hier ist das eine extrem gefragte Sache), dann ist FPC/Lazarus eh vollkommen konkurrenzlos.

Allerdings erfordert FPC/Lazarus viel mehr, daß man auch weiß was man tut und ein bischen was über die Zielsysteme weiß. Das allerdings setzte ich bei einem Programmierer, der damit auch Geld verdienen will vorraus!

Kurz und gut: Je nach Anforderung haben beide ihre Vorteile. Und wenn ein Event bei einer Checkbox fehlt: Ich hab noch alles was ich wollte einfach dazugebaut und - sauberes Arbeiten vorrausgesetzt - auch im Development-Tree eingepflegt bekommen, so daß es in den nächsten Versionen von Haus aus drin war.

Gruß
GRL

Lemmy 7. Nov 2013 12:54

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von grl (Beitrag 1234882)
Zitat:

Zitat von jaenicke (Beitrag 1234823)
Diese Alternativen sind bisher allerdings in keinster Weise konkurrenzfähig.

Was ich für kurzsichtig halte.

Ok - ich habe für mich Lazarus/FPC bisher auch so bewertet wie Jaenicke - keine Alternative aktuell für mich. Und auch ein kommerzieller Softwarehersteller der auf Lazarus angewiesen ist würde aktuell lieber davon wieder weg, was aber aufgrund der fehlenden Plattformunabhängigkeit von Delphi nicht geht (und bevor hier KOmmentare kommen: Linux wird halt immer noch nicht und zukünftig zumindest aktuell nicht unterstützt).


Zitat:

Zitat von grl (Beitrag 1234882)
Spätestens wenn's um etwas komplexere Serverdienste geht oder Applikationen bei denen GUI eine untergeordnete Rolle spielt ist FPC/Lazarus durch Delphi nicht zu ersetzen.

dann her damit: Ich lerne gerne dazu - was für komplexere Serverdienste gehen mit Delphi nicht oder nur kompliziert, die sich in FPC/Lazarus deutlich einfacher umsetzen lassen? Ich steh gerade vor der Entscheidung einen Server für Intranetdienste zu bauen....

Grüße

Bernhard Geyer 7. Nov 2013 13:10

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von Lemmy (Beitrag 1234884)
dann her damit: Ich lerne gerne dazu - was für komplexere Serverdienste gehen mit Delphi nicht oder nur kompliziert, die sich in FPC/Lazarus deutlich einfacher umsetzen lassen? Ich steh gerade vor der Entscheidung einen Server für Intranetdienste zu bauen....

Die Frage ist ob man hier nich ganz andere Techniken (Java/.NET) Einsetzen sollte. Diese sind hier in >90% der Fällle für Servertechniken sinnvoller als ein Delphi oder Lazarus.

evilboy 7. Nov 2013 13:13

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Ich schwöre auf Delphi 2009, die erste Unicode-Version.

Natürlich hatte die auch ihre Macken, aber ich konnte sie relativ günstig erwerben und die .exe-Dateien sind (relativ) klein im Vergleich zu den Folgeversionen, wo RTTI (ab 2010), Themes (ab XE2) usw. die Dateien sehr groß gemacht haben. Die neue IDE, die mit Delphi 8 und 2005 noch sehr anfällig war, ist bei den Versionen 2007 und 2009 stabiler und schneller geworden. Und 2007/2009 haben die ganzen Vista-Fixes als erste Versionen bekommen…

Delphi und C++Builder sind für einen bestimmten Einsatzzweck einfach nicht zu schlagen: Desktop-Anwendungen für Windows, bei denen man sich keinen Kopf machen will, welche Version vom .NET Framework nun installiert ist usw.

Lemmy 7. Nov 2013 13:58

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von Bernhard Geyer (Beitrag 1234894)
Zitat:

Zitat von Lemmy (Beitrag 1234884)
dann her damit: Ich lerne gerne dazu - was für komplexere Serverdienste gehen mit Delphi nicht oder nur kompliziert, die sich in FPC/Lazarus deutlich einfacher umsetzen lassen? Ich steh gerade vor der Entscheidung einen Server für Intranetdienste zu bauen....

Die Frage ist ob man hier nich ganz andere Techniken (Java/.NET) Einsetzen sollte. Diese sind hier in >90% der Fällle für Servertechniken sinnvoller als ein Delphi oder Lazarus.

keine Frage. Aber wie du selbst schreibst gibt es halt auch Gründe gegen den Einsatz der herkömmlichen Technologieen. :-) Ist aber nicht die Frage sondern ich wollte damit grl animieren etwas mehr Material zu liefern...

Thom 7. Nov 2013 14:02

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Ich verstehe die Frage nicht. Beim Kauf von XE5 sind Lizenzen für ältere Versionen enthalten:
Zitat:

  • Sind frühere Versionslizenzen in Delphi XE5 enthalten?
  • Ja. Mit Delphi XE5 erhalten Sie einen Zugriff auf Lizenzen früherer Versionen – Delphi 2007-XE4 und Delphi 7. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite Delphi – Frühere Versionen.

Weshalb sollte man also eine ältere Version kaufen? Aussuchen kann man später immer noch... :gruebel:

grl 7. Nov 2013 14:41

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von Lemmy (Beitrag 1234884)
dann her damit: Ich lerne gerne dazu - was für komplexere Serverdienste gehen mit Delphi nicht oder nur kompliziert, die sich in FPC/Lazarus deutlich einfacher umsetzen lassen?

Zwei Dinge sind hier für mich wichtig - ein objektiver und ein vielleicht nur subjektiver Grund:
Je tiefer man in die Funktionen des OS eingreift und je mehr man Gebrauch von APIs macht desto schwieriger wird das Debuggen. Bei FPC/Lazarus hab ich den gesamten Quellcode zur Verfügung und ich bin so auf einige Doku-Fehler in APIs draufgekommen (sowohl OS-APIs als auf APIs von angebundenen Geräten). Die Zeiten zu denen ich das noch mit Delphi gemacht habe war oft die Frage, ob das jetzt ein Delphi-Fehler ist oder ein API-Fehler.
Der Preis dafür ist wohl, daß man nicht ganz so "Rapid" ist wie in Delphi - aber das ist für mich und meine Kunden nicht annähernd so wichtig wie rock-solid. (z.B. läuft so ein Ding in der Antarktis - da kann man weder schnell mal einen Techniker vorbeischicken noch mal eben eine Fernwartungssession aufmachen.)

Und vielleicht nur subjektiv (ich hab's nie gemessen) ist es mit FPC/Lazarus möglich, Dienste mit deutlich mehr Performance bei schmalerem Memory-Footprint zu erstellen. Auch das mag für den "Normal-User" egal sein (steckt man eben mehr CPU und mehr Speicher rein) aber in unserem (Forschungs-)umfeld eine ganz wichtige Sache.

Zitat:

Zitat von Bernhard Geyer (Beitrag 1234894)
Die Frage ist ob man hier nich ganz andere Techniken (Java/.NET) Einsetzen sollte. Diese sind hier in >90% der Fällle für Servertechniken sinnvoller als ein Delphi oder Lazarus.

Weder Java noch .NET halte ich für brauchbar für sowas - und schon gar nicht in >90% der Fälle! Sonst landen wir da, wo ich z.B. aufgehört habe HP-Drucker zu benutzen: Druckertreiber mit 700MB wo 10MB auch reichen würden und dann noch die ewige Problematik mit dem richtigen .NET Framework. Und gerade im Serverbereich ist Linux ein absolut wichtiges Kriterium - also kein .NET.
Das gibt klassische Bloatware mit einer Performance unter aller Kanone.
Nö, wenn ich Delphi oder FPC/Lazarus sinnvoll ersetzen will dann gibt's eigentlich nur C/C++. Das hängt aber davon ab, was du an bereits vorhandenen Dingen nutzen/weiternutzen willst (das ist der Grund warum wir eher mit Pascal als mit C++ im Serverbereich arbeiten).

Wir nutzen z.B. eine Technik, alles in ein Binary zu packen - keine *.dll oder *.so, kein Komponenten registrieren, einfach das Binary aufs Zielsystem schieben, dort starten und evtl ein Config-File anpassen. Die Suche nach allfällig kollidierenden Frameworks oder Libraries entfällt.

Gruß
GRL

Bernhard Geyer 7. Nov 2013 14:46

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von grl (Beitrag 1234925)
Bei FPC/Lazarus hab ich den gesamten Quellcode zur Verfügung und ich bin so auf einige Doku-Fehler in APIs draufgekommen (sowohl OS-APIs als auf APIs von angebundenen Geräten). Die Zeiten zu denen ich das noch mit Delphi gemacht habe war oft die Frage, ob das jetzt ein Delphi-Fehler ist oder ein API-Fehler.

Solange man bei Delphi nicht die billigste Version nimmt ist der Quellcode auch dabei. Und für Professionelle SW-Entwicklung ist die Pro-Version pflicht.

Zitat:

Zitat von grl (Beitrag 1234925)
Und vielleicht nur subjektiv (ich hab's nie gemessen) ist es mit FPC/Lazarus möglich, Dienste mit deutlich mehr Performance bei schmalerem Memory-Footprint zu erstellen. Auch das mag für den "Normal-User" egal sein (steckt man eben mehr CPU und mehr Speicher rein) aber in unserem (Forschungs-)umfeld eine ganz wichtige Sache.

Kann ich jetzt nicht direkt vergleichen, aber wenn es das String-Handling betrifft sind die neuen Delphi-Versionen in vielen Bereichen viel Schneller als ein D6 mit WideStrings.



Zitat:

Zitat von Bernhard Geyer (Beitrag 1234894)
Wir nutzen z.B. eine Technik, alles in ein Binary zu packen - keine *.dll oder *.so, kein Komponenten registrieren, einfach das Binary aufs Zielsystem schieben, dort starten und evtl ein Config-File anpassen. Die Suche nach allfällig kollidierenden Frameworks oder Libraries entfällt.

Bis auf das "alles in einen Exe/DLL packen" geht das mit Java auch. Einfach Java SideBySide bereitstellen und man hat praktich auch ein XCopy-fähige Lösung.

Furtbichler 7. Nov 2013 20:15

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von Bernhard Geyer (Beitrag 1234894)
Die Frage ist ob man hier nich ganz andere Techniken (Java/.NET) Einsetzen sollte. Diese sind hier in >90% der Fällle für Servertechniken sinnvoller als ein Delphi oder Lazarus.

Absolut richtig, aber mit Delphi geht es auch, ziemlich schmerzfrei sogar. Jedenfalls meiner Laienmeinung nach.

Da das hier ein Delphi-Forum ist, und Delphi ein imho geeigneter Kandidat ist, sollten wir es hier vielleicht dabei belassen? Nur so, als Idee.


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