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AW: Verfügbarkeit von Delphi-Entwicklern
Ich sehe kein Problem darin, Brutto und Steuerklasse in einem Satz zu erwähnen.
Es gehen zwei wichtige Informationen, eigentlich drei, aus meinem Beitrag hervor: - ich suche Arbeit - ich biete mich günstig an (denn was will ich mit 3000€ oder mehr monatlich, wenn schon 2000€ brutto dicke ausreichen) - ich bin nicht verheiratet |
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Irrelevant für den Fragesteller, bitte beim Thema bleiben. ;-)
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Zitat:
Wer sich in einer Sprache artikulieren kann, kann das dann auch in allen anderen Sprachen? Absurd. Habe etliche sehr gute C++, und / oder Java-Programmierer kennen gelernt. Die kamen aber nicht mit Delphi zurecht, hatten meist auch Probleme mit SQL und PLSQL, oder kamen dort zumindest bei weitem nicht an die Güte heran, die sie mit C++ und Java leisten konnten. Bei mir ist es extrem andersherum. Delphi, SQL, PLSQL: no Problemo, aber bei den C-ähnlichen Sprachen scheitere ich (für meine Begriffe) gnadenlos. Ja, es gibt Entwickler, die können in jeder Sprache programmieren. Viel irgendwie so, naja, es kommt schon was dabei raus, einige überall gut, wenige überall wirklich excelent. Das sind Ausnahmetalente. Und natürlich: Das sind meine über ein paar Jahrzehnte gemachten, subjektiven, Erfahrungen. Andere mögen das (zurecht) durchaus anders sehen. Delphientwickler sind eigentlich schon seit langem recht schlecht zu finden. Es gab da nie den Hype: Delphi, wow, neu, das müssen wir jetzt alle machen. Als C# neu war, wurde das zum Noplusultra. Da musste man alles vorhandene auf .net umschreiben. Auch bei Java musste man jetzt sofort direkt alles Vorhandene auf Java umstellen. Sowas gab es für Delphi nie. Es wir zum Teil in Schulen gelehrt (mit älteren Versionen) und gilt dort schon als Exot, den eigentlich niemand braucht. Lernt irgendwer, der an der Uni in die Richtung Informatik studiert, den Umgang mit Delphi oder zumindest die darunterliegende Sprache? Eher weniger. Also: Warum sollte man dann Leute finden, die mit Delphi umgehen können oder sich so sehr dafür interessieren, dass sie ihr Berufsleben, ihre Existenz, darauf aufbauen? Bleibt eigentlich nur das Fazit aus dem Eingangspost: Zitat:
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Wir habe hier noch ein ganz anderes Problem. Wir benötigen nicht zwingend jetzt einen Programmierer, sondern in 10-15 Jahren, wenn ich so langsam mich aus der Firma zurückziehen möchte. Einen "alten Erfahrenen" einzustellen bringt mir nichts, weil der ggf. zur gleichen Zeit aufhören möchte wie ich. Also muss ein Junger ran.
1-2 Jahre braucht ein Jungprogrammierer um auf den Level der Programmierung zu kommen, der bei uns nötig ist um halbwegs produktiv mitarbeiten zu können. Hinzu kommt noch mindestens 2-3 Jahre um das Fachspezifische des Umfeldes zu lernen, in dem unsere Software eingesetzt wird. Macht zusammen 5 Jahre zur Einarbeitung. Danach ist nicht sicher gestellt, ob der Jenige auch die Firma weiter führen möchte (oder kann). Wenn er nach vier Jahren keine Lust mehr hat, dann habe ich viel Geld in einen Nachfolger umsonst investiert. Das Geld kann ich auch in meine Rente stecken. |
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Zitat:
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Als langjähriger Pascal/Delphi-Fan denke ich, das das ganze Dilemma auf mehre Faktoren zurück zu führen ist.
1. Wenn man sich die Job-Angebote der Firmen anssieht, wollen Firmen grundsätzlich einen Dr. der Informatik, mit 30 Jahren Berufserfahrung, ungebunden, nicht älter als 20 Jahre und am besten noch Spezialist in C#, Javascript, Brainfuck. Dazu noch gute Kentnisse mit Orakel, MySQL, MongoDB und Interbase. Perfekt ist der Bewerber der die Anforderungen erfüllt, nicht mehr als 1000€/Monat haben will und sich mit 22 Tagen Urlaub begnügt. Das ganze wird dann in Berufsbezeichnungen verpackt, die kein Normalsterblicher mehr versteht (und die es offiziell eigentlich auch garnicht gibt). Von einem (noch) verständlichen "Frontend-Developer" bis hin zum "Codestylisten" hab ich im lauf der Jahre schon so einiges gelesen. Klar, das ist jetzt etwas überzogen, aber beim lesen der Stellenanzeigen könnte man diesen Eindruck gewinnen. 2. Regionale Unterschiede. Ja, nicht nur Ost-/West gibts die, selbst innerhalb eines Bundeslandes. Beispiel Bayern: In München gibts Stellen die über Monate nicht besetzt werden können, weils keine Leute gibt. Auf dem Land, gibts Entwickler, weil die Lebenshaltungskosten dort einfach wesentlich billiger sind. 3. Jungprogrammierer frisch von der Ausbildung: "So, ich kann jetzt programmieren. Ich will 80000€ im Jahr, bei einer 30 Stunden Woche mit 150 Tagen Urlaub". Möök, sag ich da nur. 4. In Gesprächen mit Prof. und Referenten hör ich immer wieder, das viele der Studenten, die Informatik studieren, garnicht mehr programmieren wollen. Sie wollen nur noch die Konzepte entwerfen und die Umsetzung anderen überlassen. 5. Wie schon vorher erwähnt wurde, gab es um Pascal/Delphi nie diesen großen Hype, wie das z. B. mit C/C++ oder aktueller Ruby on Rails gibt. Viele Entwickler haben daher umgeschult. Und nur sehr wenige, die in der Ausbildung Java oder C# gelernt haben, bringen den Willen und die Motivation auf, sich jetzt mit Delphi zu befassen. Ich denke, das hier beide Welten (Unternehmen und Bewerber) daran arbeiten müssen. Beide Seiten müssen ihre Erwartungen etwas nach unten schrauben. "Home Office" ist, imho, nicht wirklich eine Lösung. Von Seiten des Arbeitnehmers ist hier ein hohes Maß an Selbstdisziplin gefordert, von Unternehmer Seite ein großes Maß an Vertrauen. Diese Kombination findet sich nur sehr selten. Was nun verschiedene Programmiersprachen gleichzeitig beherrschen betrifft. Bis zu einem gewissen Level, ist jede Programmiersprache gleich aufgebaut. Wenn man die beherrscht, kann man wirklich relativ einfach eine neue Programmiersprache lernen. Aber, bis man wirklich den "Experten"-Level erreicht, gehen einige Jahre der Praxis drauf. Das hängt aber nicht nur an der Programmiersprache, sondern auch an den eingesetzten Tools und Entwicklungsumgebungen zusammen. |
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Zitat:
(Die erste Reihe war voll mit Indern) |
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Die wenigsten Bauleiter und noch weniger Architekten ziehen die Mauern heute noch selber hoch. Programmieren ist imho mittlerweile eher ein Handwerk, auch Uncle Bob spricht ja oft vom software craftmanship. Insofern sind vielleicht die Anforderungen in den Unternehmen, die immer ein Informatikstudium als Vorraussetzung haben veraltet.
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Zitat:
Die Krone gabs noch oben drauf als ich erfuhr, dass diese Person schon seit einigen Semestern ein Duales Studium der Informatik verfolgte. Einem Hobbyprogrammierer sei verziehen, wenn er nicht alles perfekt beherrscht. Es sei denn, er entwickelt schon seit drei Jahrzenten. Aber jemand der ein Duales Studium der Informatik verfolgt, und das schon länger ... unverständlich. Von einem Dr. der angewandten Mathematik, also keinem dummen Menschen, einer Uni die ich nicht nennen werde habe ich mal gesagt bekommen, dass die dort Studierenden später eh nichts mit der Programmierung anfangen können. Denn erstens bekommen die weniger als die Basics im Speedrun beigebracht und zweitens sind es eh alles Studenten die nur studieren, damit Mami und Papi stolz sind. Halten wir fest: nur weil ein Mensch Informatik studiert hat, ist er nicht kompetenter als ein Hobby-Programmierer, der sein Herzblut in sein Hobby steckt. |
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Moin...8-)
Zitat:
Leiter: "Was try finally ist, brauche ich nicht zu erklären." haentschman: "Hä wie jetzt?" :wink: Leiter: "Das ist normal. 80% der Leute die sich hier bewerben haben das noch nie gehört!" haentschman: ":shock::shock::shock:" |
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