Delphi-PRAXiS
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jaenicke 4. Sep 2013 14:42

AW: Microsoft und Nokia
 
Dass Microsoft Nokia geelopt habe, sprich ihn zu dem Zweck dorthin hat gehen lassen. ;-)

musicman56 4. Sep 2013 14:47

AW: Microsoft und Nokia
 
Zitat:

Zitat von jaenicke (Beitrag 1227160)
....dorthin hat gehen lassen. ;-)

"dort hingeschickt hat" würde - wenn die Gerüchte denn stimmen, da muss man sehr vorsichtig sein - wohl zutreffender sein :wink:

implementation 4. Sep 2013 21:14

AW: Microsoft und Nokia
 
Ewig wird der Laden so oder so nicht mehr halten. Die Frage ist ja eigentlich nur: Wie lange noch?
Die Zeit des Windows-Quasimonopols hat doch insbesondere dadurch so lange gehalten, dass man dafür gesorgt hat, dass Konkurrenten (imho völlig unberechtigterweise) nicht wirklich ernst genommen wurden.

Es war doch bisher mehr oder weniger so:
Viele haben früher mit MS-DOS oder gleich schon Windows angefangen.
Der älteren Generation hat man auch nichts anderes gezeigt als immer Windows.
Die Kinder gewöhnt man auch schon früh daran.
Folge: Man nimmt so ungefähr wahr, dass es auch was anderes gibt, aber nimmt die Alternativen nicht ernst. Immer Windows benutzt, immer daran gewöhnt gewesen, so will man es weiterhaben. Und wenn man sich dann doch mal dazu durchringt (was ja auch nicht so häufig ist), etwas anderes mal auszuprobieren, dann setzt man das Bekannte als Erwartung voraus. Und wenn die dann nicht erfüllt wird, ist man enttäuscht, obwohl andere Ansätze vielleicht gar nicht schlechter sind, möglicherweise auch viel besser (bspw.: Floating WM vs. Tiling WM; Startmenü vs. Dock; Klickerei vs. Textshell; herunterladbare Installer vs. Paketmanager; fest vorgegebene Oberfläche vs. freie Auswahl aus vielen; ...).
Aber man müsste alle seine Gewohnheiten über Bord werfen, das ist eine riesige Hürde. Für Computerversierte eigentlich sehr gut machbar, aber den inneren Schweinehund gibt es ja auch noch. Mutti ist in ihren älteren Jahren erst recht nicht mehr motiviert dazu, es war schon schwierig für sie, sich in Windows einzuarbeiten. Und wer will seinen Kindern einen Umstieg antun?
Und schließlich hat sich natürlich auch die Softwareindustrie diesem Umstand angepasst, und aus Einfachheitsgründen die Entwicklung immer mehr auf Windows eingeschränkt, was natürlich ein Teufelskreis ist, denn dadurch wird das Quasimonopol nur noch weiter gefestigt. Denn daher haben Nutzer auch noch Angst, durch den Umstieg irgendetwas nicht mehr machen zu können.

Das war es doch eigentlich, was Windows so ewig lange oben gehalten hat. Obwohl sich immer beschwert wurde, es sei doch so sch*!&%, und bei jedem neuen Release dieses erstmal zerhackt wurde.

Aber das bricht gerade auf, wahrscheinlich eben durch diese neuen Märkte. Auf dem Smartphone-Markt konnte Windows sich nicht schnell genug etablieren, um diese Strategie noch einmal zu fahren. Dort sehen die Nutzer auf einmal: Hey, da gibt's ja doch was anderes, und das benutzen sogar ganz viele, also kann es ja gar nicht schlecht sein!
Microsofts Strategie kann jetzt nur sein, den Konsumenten einzuhämmern: Ihr kennt doch am Desktop Windows so gut, schaut mal, auf dem Smartphone läuft das gleiche! Und deswegen gleichen sie die beiden Systeme wohl auch von den Kacheln her aneinander an.

Aber die Strategie hält nicht auf ewig. Sie ist allein auf dem Fakt gebaut, dass die Mehrheit der Nutzer an Windows gewöhnt ist. Und das bricht nunmal jedes mal auf, wenn sich neue Märkte öffnen, die M$ nicht rechtzeitig erklimmt. Der Kauf wird M$ erstmal wieder helfen, dort Fuß zu fassen. Das mag noch eine ganze Weile halten. Vielleicht noch ein Jahrzehnt. Aber nicht ewig.

Und ihr solltet euch als Softwareentwickler auch nicht darauf verlassen. Cross-Platform zu entwickeln ist eigentlich kein Aufwand, wenn man es von Anfang des Projekts an so einplant und gewisse No-Gos beachtet. M$ ist am fallen, passt auf, dass ihr nicht mitfallt, wenn es irgendwann so weit ist.

[OT]
Und IMHO hat ein Unternehmen, das versucht, kritische Zeitungsartikel auf gerichtlichem Wege stillzuknebeln, auch nichts anderes als den Untergang verdient.
[/OT]

Der schöne Günther 5. Sep 2013 08:37

AW: Microsoft und Nokia
 
1) Trugschluss, Microsoft bestünde zu 95% aus seinen Windows-Verkäufen. Genauso würde es mich nicht wundern, wenn bsp. das eBay-Konglomerat mit Dingen wie PayPal mehr Umsatz macht, als mit der Auktionsplattform. Oder Amazon nur als Verkaufsplattform sehen, den Cloud-Dienst aber nicht.

2) Über den Zeit-Artikel ist in anderen Medien wohl genug gesagt worden. Entweder stellt man sich nun hin und sagt, die bundesdeutsche Justiz sei in Wirklichkeit ein verlängerter Arm Steve Ballmers, oder nimmt schlichtweg hin dass sein Lieblingsblatt einen Dämpfer bekommt wenn es Unwahrheiten verbreitet.

3) Auch wenn ich dem Inhalt sonst auch kein Stück zustimme, habe ich mich erst noch gefreut, dass sich jemand viel Zeit nimmt, seine Sicht niederzuschreiben. Spätestens bei "M$" konnte ich dann aber auch aufhören zu lesen. :thumb:

Meflin 14. Sep 2013 12:10

AW: Microsoft und Nokia
 
Zitat:

Zitat von Der schöne Günther (Beitrag 1227032)
Wann konnte man denn deiner Meinung nach zuletzt Hoffnung darauf haben? Nicht als x-ter Android-Anbieter den Markt zu betreten sondern etwas "besonderes" zu machen war die richtige Entscheidung. Dass man dabei bleiben wird hat Nokia in der Vergangenheit auch oft genug verlauten lassen.

http://www.golem.de/news/geheimproje...09-101597.html

So viel zu dem Thema.

Der schöne Günther 14. Sep 2013 12:58

AW: Microsoft und Nokia
 
Lies deinen Text (gerne auch das Original) noch einmal genauer, auch wenn Golem.de in letzter Zeit gerne reißerische Überschriften macht:

Zitat:

Nokia reached a deal with Microsoft in 2011 to use Windows Phone on its smartphones, but Nokia had an option to exit that partnership at the end of 2014.
Vor zwei Jahren haben die beiden also abgemacht, dass man in drei Jahren nochmal schaut, ob man weiter zusammen arbeitet oder nicht. Was ist daran jetzt verwunderlich? Verträge mit der Formulierung "bedingungslose Treue bis in den Tod" sehe ich relativ selten...

Keinen Plan B für alle Eventualitäten zu haben - Das wäre meiner Sicht etwas besonderes. Aber das doch nicht.

Meflin 14. Sep 2013 13:15

AW: Microsoft und Nokia
 
Zitat:

Zitat von Der schöne Günther (Beitrag 1228460)
Was ist daran jetzt verwunderlich?

Mich verwundert hier garnichts, du argumentiertest doch auf dem Dampfer "Nokia hat doch nie auch nur den Hauch einer Vermutung nahe gelegt es würde jemals Lumias mit Android geben". Es war eben - wenig verwunderlicher Weiße - doch das Gegenteil der Fall. Betonung auf "war".

Olli73 14. Sep 2013 14:57

AW: Microsoft und Nokia
 
Ob es mit Android für Nokia besser gelaufen wäre bleibt weiterhin fraglich. Außer Samsung hat damit keiner so richtig Erfolg.

Medium 15. Sep 2013 03:42

AW: Microsoft und Nokia
 
Ich finde LG baut z.B. durchaus gute Geräte mit Android, und imho verkaufen die auch nicht schlecht. Samsung hat ein wenig das Glück gehabt mit dem Galaxy einen Nerv getroffen zu haben und einen kleinen Hype zu generieren, aber sie sind bei weitem nicht die einzigen die nette Hardware mit Android in respektablen Stückzahlen verkaufen.
Nokia hat sich (meiner Einschätzung nach) vor Jahren ins Abseits katapultiert, indem sie etwas zu lange auf Symbian beharrt haben, wo weite Teile der Welt schon aus zigtausenden Android Apps geschlürft haben. MS war da vermutlich der Versuch mit einem Gegenpol zu den zwei großen wieder groß einzusteigen, und sie werden aus wirtschaftlicher Sicht bestimmt Entgegenkommen gehabt haben, so dass die Entscheidung etwas einfacher fiel. Es war wohl Pech, dass WinRT dank Win8 etwas zu viel schlechte Publicity bekam. Zwei Mal im großen Stil aufs falsche Pferd setzen kann einem schon mal den Kopf kosten.

jaenicke 15. Sep 2013 05:52

AW: Microsoft und Nokia
 
Zitat:

Zitat von Medium (Beitrag 1228519)
Es war wohl Pech, dass WinRT dank Win8 etwas zu viel schlechte Publicity bekam.

Genau die Publicity ist auch das Problem, weniger Windows RT an sich. Denn von der Qualität und den Funktionen ist das Surface RT deutlich besser als die meisten Android Tablets (und IMHO auch als das iPad, aber das kenne ich zu wenig um dazu genauer etwas zu sagen). Alleine die Interaktion der Apps untereinander funktioniert deutlich besser, so etwas gibt es bei Android ja kaum (oder zumindest wird es kaum benutzt) und bei iOS habe ich davon zumindest noch nichts gelesen.

Ich glaube ein Fehler war auch der Preis. Dadurch, dass es preislich nicht bzw. kaum günstiger war als das iPad oder das Galaxy Tab gab es halt wenig Gründe für den Normalnutzer es zu kaufen. Wären die Preise von Anfang an eher gewesen wie jetzt, hätte es sicher weitere Verbreitung gefunden...

Denn die meisten Tests fallen doch eher positiv aus, aber bei dem Preis fällt es halt schwerer Nutzer dafür zu begeistern...


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