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AW: Verfügbarkeit von Delphi-Entwicklern
Zitat:
2000€ als Single in einer 2-3 Zimmer Wohnung reicht durchaus, aber wenn die Wohnungen mal etwas größer/schöner sein soll, oder man vllt. eine eigene Immobilie kaufen/bauen möchte oder eben auch wenn man mal Kinder haben möchte kommst du mit 2000€ Brutto nicht weit. 2000€ für einen Berufseinsteiger frisch aus der Ausbildung finde ich in Ordnung. Unternehmen zahlen durchaus auch gerne ein paar Euro mehr wenn klar ist bzw. sich gezeigt hat, dass der Bewerber auch entsprechende Leistung bringt. Wofür ich auch kein Verständnis habe sind die Leute die frisch aus der Uni kommen, keinen Hauch Berufserfahrung haben und außer ihren "Hausaufgaben" in der Uni noch nie etwas programmiert haben und dann z.B. 4000€ Brutto (o.ä.) wollen. Es gibt sicherlich auch das ein oder andere Unternehmen das einfach denjenigen nimmt, der sich am billigsten anbietet, aber ich kann dir garantieren, dass du in so einer Firma nicht arbeiten willst. Und wie auch schon erwähnt wurde: Wenn deine einzige bzw. größte Qualität beim Bewerbungsgespräch ist, dass du nur 2000€ haben willst, dann würde ich mir das anstelle der Firma noch mal überlegen ob ich nicht jemanden einstelle der etwas mehr von sich hält. Es kommt mir so vor als wolltest du gar nicht mehr verdienen :gruebel: Ich kann dir nur empfehlen dich nicht so billig zu verkaufen falls du was taugst (kann ich nicht beurteilen). Auch wenn du zum (über)leben nicht mehr brauchst - ein paar Euro mehr macht das Leben sicherlich nicht unangenehmer und du wirst nicht gleich gefeuert oder abgelehnt nur weil du deiner Leistung/Erfahrung entsprechend bezahlt werden willst. Was ich quasi sagen will: Dass Firmen keine Entwickler finden liegt NICHT daran, dass sie einen Entwickler mit 30 Jahren Erfahrung und 13 Akademischen Abschlüssen für 2000€ haben wollen. Informier dich was ein Entwickler in deinem Bundesland mit deiner Menge an Erfahrung und Ausbildung verdient und bleib ca. in diesem Rahmen und Firmen werden im Normalfall auch gerne diesen Preis bezahlen. Und falls du ansonsten überzeugt hast aber deine Gehaltsforderung (nur leicht) zu hoch war dann wird das im Normalfall angesprochen und die Firma macht ein Gegenangebot was du dann annehmen kannst. Und das Gegenangebot wird mit großer Wahrscheinlichkeit immer noch höher sein als 2000€. |
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Dem würde ich noch gerne hinzufügen:
Miss deinen Gehaltsanspruch nicht daran, was du an Lebenhaltungskosten benötigst, sondern geh auf jeden Fall 20-30 % höher. Zum einen trittst du in eine Gehaltsverhandlung ein, und so könntest noch geringfügig nach unten korrigieren (nach dem Motte: für's 1. halbe Jahr Einarbeitungszeit z.B.). Möglicherweise geht dein neuer Arbeitgeber mit einer sehr niedrigen Vorstellung in das Gespräch. Sorge für einen Handlungsspielraum. Des Weiteren ist das Leben eher unschön, wenn dir das Einkommen keine Rücklagen für unvorhersehbare Ereignisse (und die kommen immer) und entsprechenden Erholungswert z.B. Urlaub zulässt. Heißt, man ist durchweg leistungsfähiger und auch leistungsbereiter, wenn man keine Finanziellen Sorgen haben muss, und sich auf den nächsten, schönen Urlaub oder auch sonstige nette Freizeittätigkeiten freuen kann. |
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Als finale Anmerkung noch:
Du propagierst, das du allein bist. Das bleibt nicht so. Frau (oder Mann, je nachdem) kostet Geld. Kind, wenn es kommt, geht richtig, richtig ins Geld. Mag kinderfeindlich klingen, ist aber nicht so gemeint. Die Wohnung reicht dann nicht. Größere Wohnung kostet mehr. Frau (oder Mann) will die langen Fahrzeiten nicht mehr hinnehmen. Musst also näher ran an die große Stadt - und schwupps explodieren die Mieten. 12€/qm sind schon billig. Mit den Kids im Opel Corsa ist das dann auch nix. Größere Karre muß her, ergo teurer im Sprit, Reparatur, Steuer, Versicherung. Und dann geh mal zum Chef und sage nach 2 Jahren: Hey Chef, ich brauch jetzt aber das dreifache. Wer mit solchen Gehaltsvorstellungen zu mir in die Firma kommt, schafft es kaum bis zum Sitzplatz. Völlig unrealistische Vorstellungen vom Leben, wie soll man da vernünftige Leistung in Form von Code bekommen ? |
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Zitat:
vielleicht sind das auch nur Fake-News. In Deutschland gibt es diesen Monat über 2 Mio Arbeitslose. Da wird es auch den einen oder anderen Softwareentwickler geben. Und die leben von ein paar wenigen 100€ im Monat. Und wenn die davon ein paar Jahre lang gelebt haben, weil sie keinen Job finden, dann schrauben die an der einzigen Schraube an der sie drehen können: Am Gehalt. Und irgend wann sind auch 2000€ pro Monat viel Geld, gerade wenn man von unten kommt. |
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Zitat:
Ein Haus ist grundsätzlich nicht geplant (das wird sich auch nicht ändern). Als unrealistische Vorstellungen vom Leben würde ich etwas anderes bezeichnen. |
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Da du von Familie redest, gehe ich mal davon aus dass du zumindest 1 Kind hast?
Da du von dir aus ja nicht mehr verdienen willst, selbst wenn man dir das Geld nachwerfen würde (so hört es sich an), würde ich als Motivation zumindest das Kind/die Kinder anmerken. Wenn die Eltern für ihr Kind etwas Geld zurücklegen wird das Kind später einen deutlich einfacheren Start ins Leben haben. Sei es eine kleine Unterstützung wenn das Kind mit 18 den Führerschein macht und gerne das erste Auto hätte oder generell ein paar Rücklagen. Es geht natürlich auch ohne und ich rede auch nicht das Kind finanziell zu verwöhnen sodass es mit dem Gefühl aufwächst dass Geld einfach "da ist", aber ich z.B. bin sehr dankbar dass meine Eltern mir finanziell bis anfang/mitte 20 zumindest einen Teil der Last abgenommen haben, sodass ich mir jetzt mit 30 finanziell keine Sorgen machen muss und auch das Kapital hätte ein Haus o.ä. halbwegs angenehm finanzieren zu können. Sorry falls ich da vllt. etwas zu persönlich geworden bin aber ich kann deine Einstellung überhaupt nicht verstehen. Es ist ja super und auch lobenswert dass du auch mit weniger Geld durchaus glücklich sein kannst, aber mehr Geld förmlich abzulehnen (gerade wenn man Kinder hat) ist in meinen Augen eigentlich schon verantwortungslos zumindest mal deiner Familie ggü. |
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Und manchmal machen es die Umstände nötig seine Pläne anzupassen. Nimm nur mal als Beispiel eine gravierende gesundheitliche Veränderung. Auch wenn dir z.B. deine Eigene nicht so wichtig erscheint (auch das kann sich schnell ändern), so ist es die deiner Tochter oder Partnerin mit Sicherheit. Und dann Rücklagen zu haben und ggf. die teurere Behandlung bezahlen zu können (und verlass dich da nicht auf die Krankenkassen), das ist dann wie ein 6er im Lotto. |
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Gut, das sind jetzt verschiedene hypothetische Szenarien des Lebens und dessen Verlaufes, hat aber mit der Ausgangsfrage nichts mehr zutun.
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Off-Topic im Off-Topic-Forum? Offtopiception?
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@Neutral General: Mir (uns) ist es ziemlich schnuppe, ob jemand frisch von der Uni kommt, oder aus anderen Bereichen der Wirtschaft. Wenn er 4.000€/mtl. haben möchte und entsprechende Leistung bringt ist das vollkommen okay. Wie immer im Leben gibt es da auch gute, wie minder gute, Abgänger der Hochschulen.
Ich glaube einfach, dass sich viele die Sinnfrage stellen würden, wenn sie mit 1.300€/mtl. netto nach Hause gehen. Da liegt man ja nur ein paar Euronen über dem Regelsatz ... und dafür Studieren, ständig Lernen und mindestens 40h/Woche Qualitätsarbeit abliefern ? Man hat ja wohl als Software-Entwickler den Anspruch eine gute Leistung abzuliefern, sich ständig weiter zu bilden, die Delphi-Tage zu besuchen und vielleicht mal weiter wegzufahren als von Süd-Thüringen nach Nord-Thüringen. Ich bin gerne mal zu einem Urlaub, oder Kurz-Urlaub, in den neuen Bundesländern, aber auch das kostet Geld. Was vile auch vergessen, dass sich der Job eines Software-Entwicklers in den letzten 20-30 Jahren extrem geändert hat. Heute wird nicht nur verlangt, dass man sein Handwerk (hier Delphi) beherrscht, sondern eben die ganzen Prozesse drum herum. Und möglichst sollte man dann noch Fachwissen in der Branche seines Arbeitgebers haben. Dazu meistens noch vereinfacht gesagt BWL-Kenntnisse und Kenntnisse über Logistik usw. Ohne dieses ist es kaum noch möglich qualitativ hochwertige Software in annehmbarer Zeit zu schreiben. Bei Freelancern kommt dann noch hinzu, dass sie eben nicht 10 Jahre in einer Firma verbringen, sondern eher jährlich das Projekt und die Branche wechseln. Da fängt man sehr oft bneim Fachwissen wieder bei Null an und muss sich einarbeiten. Aber genau das macht es auch für die Firmen so schwierig geeignete Bewerber zu finden, die alle diese Eigenschaften haben. Und einigen Personalern sind IT-Leute eh nicht geheuer, oder sie gehen von einem Stand von vor 20-30 Jahren in der Bezahlung aus. In Großfirmen hat sich das schneller geändert, da bei denen der Bedarf (absolut gesehen) größer ist und die schon seit Jahren das Problem hatten ausreichende Entwicklungskapazitäten aufzubauen. Viele Projekte scheitern auch heute noch daran, dass zu wenig Manpower in eienm bestimmten Zeitraum vorhanden war/ist. Auch heute noch ist es im öffentlichen Dienst so, dass die Bezahlungen weit unter dem Durchschnitt der verarbeitenden Industrie ist. Also, wie will man denn gut ausgebildete, erfahrene Software-Entwickler davon überzeugen in durchaus spannende Projekte zu kommen und eine Tätigkeit als Regierungsbeschäftiger aufzunehmen? Wenn man lange genug in der Branche ist, einigermaßen gute Jobs abliefert und bereit ist auch mal sein Umfeld zu ändern, dann bekommt man heutzutage ausreichend gute Angebote. Ich habe gerade mal in meinen Mails geschaut udn gesehen, dass es allein dieses Jahr bei mir schon 15 waren. Delphi, Oracle, MS SQL, MySQL ... Und hier sehen wir auch das Problem der Verfügbarkeit ! Der Markt ist jetzt leer gefegt und die meisten Angebote kommen erst noch so im letzten Quartal eines Jahres ... |
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Behörden würd ich hier mal außen vor lassen. Einfach aus dem Grund, das sie dem Zeitgeschehen generell 20 Jahre und mehr hinterherhinken.
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@Ghostwalker: Das stimmt leider in den meisten Fällen. Trotzdem wird ja eine moderne Verwaltung propagiert :-D
Und es ginge auch anders ... |
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Zitat:
Aber die meisten (90%+ würde ich fast sagen), sind in meinen Augen keine 4000€ frisch von der Uni wert. Und die restlichen sind es meistens nicht zwangsweise weil sie studiert haben, sondern weil sie vor oder/und neben dem Studium in ihrer Freizeit praktische Erfahrungen gesammelt haben. Oder kurz gesagt - es gibt (meiner Erfahrung nach) eine ganze Menge Leute die nach dem Studium mehr verlangen als sie wert sind. Natürlich gibt es wie gesagt auch die Ausnahmen. |
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@Neutral General: klar ist die Masse der Absolventen noch nicht so weit, dass sie diese Vergütungen verlangen können. Aber seit jahren bewegt sich der Arbeitsmarkt in einhe Richtung, die ihnen entgegen kommt. Wenn man sich so die ausgeschriebenen Stellen und Projekte ansieht kommt man eben zu dem Schluss, dass immer mehr Stellen und Projekte unbesetzt bleiben. Und hier kommt die Marktwirtsdchaft ins Spiel: Angebot und Nachfrage...
In Ulm habe ich teilweise Anfangsgehälter von deutlich über 50.000€/Jahr erlebt und nach der Probezeit eine erhebliche Aufstockung. Mag ein Einzelfall sein, aber ich habe auch erlebt, dass man Schülern ein Diensthandy und ein (kostenloses) E-Bike geboten hatte, damit diese einen sehr gut dotierten Ausbildungsvertrag unterschreiben. Und es wird bei der Knappheit der verbleibenen Ressourcen am Arbeitsmarkt keine besseren Zeiten kommen. |
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