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Oft sind es ja gar nicht Staat und Behörden, die digital verschlafen haben.
In der Regel sind es die eigenen Freunde, Bekannten, Verwandten, Nachbarn oder Kollegen. Folgendes Bonmot findet sich im geschlossenen OT-Bereich eines Musikforums (daher kein Link): Zitat:
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Ich glaube es hängt immer vom beiderseitigen Vertrauen ab.
Es werden z.B. auch notariell beglaubigte Vorsorgevollmachten generell fast überall als einfache Kopie akzeptiert, ohne dass man das Orginal nur zeigen muss, obwohl es dazu einer "beglaubigten Abschrift" bedarf. Geschweige denn dass sich jemand diese Verträge auch noch durchlesen würde. Wozu also der Aufwand ? Ich kopiere Dokumente meistens mit Laser in Farbe, und habe oft erlebt dass die Beteiligten denken es wäre das "Orginal", und sind ganz erstaunt wenn ich denen die Kopie überlasse. Ich persönlich kann gut und besser mit PDF auskommen, und spare Papier und Suchzeit, aber bei machen Dingen (notariell/gerichtlich) bin ich auch froh dass es noch Papier gibt. Alle diese scheinheiligen Rufer in der Wüste, die jetzt nach mehr "Digitalisierung" jaulen, die haben doch meistens keinen blassen Schimmer von der Materie und was sie überhaupt genau wollen. Kennen weder die rechtliche Relevanz eines PDF-A noch die eines Einwurfeinschreibens. |
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Der Aufwand ein revisionskonformes Dokumentenmanagementsystem einzuführen ist gar nicht so aufwändig, wenn man den richtigen Partner hat der einen unterstützt. Und die Vorteile liegen klar auf der Hand wenn man das richtige System nutzt. Ich sage meinen Kunden immer bei Erstgesprächen: Dokumente suchen wie google. Das versteht jeder und benutzt es mehrmals am Tag, da macht sich auch keiner mehr die Mühe in irgendwelchen Büchern mal schnell was zu suchen. Alle Kunden bestätigen dann nachdem ein System eingeführt wurde, dass sie ihre Prozesse und Arbeitsweisen deutlich verschlanken konnten. So, jetzt sind wir aber bisschen vom eigentlichen Thema abgekommen. (Wobei viele ja gar nicht wissen, was es mit der Digitalisierung auf sich hat. Nur wenn man vor sich einen Computer hat und damit arbeitet hat das noch nichts damit zu tun. Wer mal ein bisschen Teil hat kann sich das mal ansehen ![]() |
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Digitalisierung und Deutschland, das sind zwei Sachen, die nicht füreinander bestimmt sind. |
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Man möge sich nur mal das Selfie-Ident reinhauen. Digitalisierung gut und schön aber davon auszugehen das ein Alg II Empfänger ein Smartphone und einen Mobilfunkvertrag sich leisten kann interessiert wohl scheinbar niemanden. Man erwartet also das ein Alg II Empfänger ein Smartphone besitzt ansonsten gibt es keine Unterstützung da die Identifizierung nicht OHNE persönlicher Gegenüberstellung gezahlt werden kann.. Nur woher das Smartphone und anhängiger Vertrag kommt interessiert wohl keinen. (Das man aber von den Kosten eine Woche überleben kann sieht wohl auch keiner) Aber Hauptsache Digitalisiert! EDIT: Und das ganze auch nur über eine APP einer nicht Staatlichen Softwareschmiede "NECT" |
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Die Digitalisierung in Deutschland ist sicherlich ausbaufähig, aber es gibt auch schon sehr gute Ansätze, und vieles ist möglich. Wenn ich mir so einige Dinge anschaue, dann bin ich froh, dass die FDP mit ihrem "Digitalisierung first, Bedenken second" hier nur wenig zu sagen hat. Denn grade in dem Bereich Digitalisierung gibt es soo viel Unsinn der erzählt wird, und wo haufenweise Geld für Quatsch ausgegeben wird. Die aktuelle Luca-App ist auch wieder so ein Beispiel dafür. Kostet einen Haufen Geld und hat gravierende konzeptionelle Mängel. Aber sieht gut aus, wenn man als Politiker ein glänzendes Handy hält und einen QR-Code scannt. Hui, wie modern und digital!
Positiv finde ich z.B. Online-Portale für Dinge wie Krankenversicherung oder Lohnabrechnungen. Vom Arbeitgeber bekomme ich da keine analoge Post mehr, das wird digital verwaltet. Klar, "Cloud" hat immer auch ein Sicherheitsrisiko, aber an der Stelle finde ich das OK. Ebenso die Möglichkeit, online meine Daten bei der Krankenkasse zu aktualisieren - Umzug, Namensänderung, neues Bild etc. Das geht schnell und einfach. Oder (fast schon klassisch) online-Banking. Bei Ausweis-Angelegenheiten wird das schon komplizierter - angefangen bei der Übertragung der Unterschrift. Da wird mittelfristig ein Besuch beim Bürgerbüro notwendig bleiben. Aber auch da gibt es oft die Möglichkeit, Termine online zu reservieren, damit die Warterei mit "Zettel ziehen" ausbleibt. Die Schulen haben sicherlich einiges nachzuholen. Aber das finde ich ein zweischneidiges Schwert - das ist nicht so einfach, wie es einige gerne hätten. Schwachsinnig finde ich z.B. Kritiker, die diese digitalen Whiteboards in Schulen fordern. Das sind imho super Prestige-Projekte, die einen Haufen Geld kosten, bei der Einführungs-Veranstaltung tolle Pressefotos liefern, und dann nutzlos an der Wand hängen, weil letztlich die Bedienung doch zu komplex ist, und man mit einem analogen Whiteboard (oder gar einer Kreidetafel) schneller bessere Ergebnisse erzielt. Auch "iPads für alle" sehe ich sehr kritisch. Solange brauchbare Geräte nicht in die Preisklasse rutschen, die im Bereich von ein paar Schulbüchern liegt, sehe ich hier in erster Linie soziale Probleme, die zuerst gelöst werden müssen. Die Dinger müssen sich die Schüler (bzw. deren Eltern) auch leisten können. Leihgeräte auf Kosten der Schulen (=Steuerzahler) werden vermutlich ein Fass ohne Boden. Vom Datenschutz und der Nicht-Kompatibilität der verschiedenen System (Mac/Windows/Android) und den immer mehr um sich greifenden "Walled Gardens" auf den Systemen gar nicht erst anzufangen. Sehr "schön" fand ich auch neulich die Polemik, dass man in Deutschland Daten schneller per Pferd übertragen kann (z.B. hier: ![]() Und wenn in der Politik von Blockchain gesprochen wird (sehr gerne auch von der FDP), dann kann man im Grunde direkt abschalten. Steigerung ist dann noch die private oder zentralisierte Blockchain für noch mehr Sicherheit. Das Ding hier mit der Verfassungsbeschwerde per Fax ist wieder so eine klassische Nebelkerze, die sich gut in der Presse liest, aber eigentlich nichts aussagt. Was soll es denn über die Digitalisierung aussagen, wenn ein so Uralt-Medium wie Fax nicht funktioniert? - Imho gar nichts. Und nein, ich möchte nicht, dass Dinge wie eine Verfassungsbeschwerde einfach per Mail eingereicht werden können. Vorab für Fristwahrung oder ähnliches gerne. Aber dann muss immer noch eine sichere Übertragungsmethode hinterher. Und dazu würde ich weder Fax noch E-Mail zählen. Man kann sicherlich einiges in den Behörden verbessern ("optimieren" ist da vermutlich noch zu früh formuliert :stupid:), aber was die FDP hier abzieht ist imho albern. |
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