Delphi-PRAXiS
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Delphi-PRAXiS (https://www.delphipraxis.net/forum.php)
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mashutu 7. Nov 2013 09:36

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Danke fuer eure zahlreichen Antworten. Ich habe Lazarus bereits evaluiert. Es ist stark gewachsen,
aber ein paar Features fehlen, von denen ich leider mehr oder weniger intensiven Gebrauch machen muss (OnDraw von Tcheckbox).
Werde mal D2010 und Xe3/XE5 evaluieren...

grl 7. Nov 2013 12:22

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von jaenicke (Beitrag 1234823)
Diese Alternativen sind bisher allerdings in keinster Weise konkurrenzfähig.

Was ich für kurzsichtig halte. Wenn ich schnell eine GUI-Anwendung brauche und das nur für Windows, dann ist Lazarus sicher keine Alternative zu Delphi. Spätestens wenn's um etwas komplexere Serverdienste geht oder Applikationen bei denen GUI eine untergeordnete Rolle spielt ist FPC/Lazarus durch Delphi nicht zu ersetzen.
Wenn's gar Linux (und vielleicht cross-plattform auch Windows und MacOS) sein soll (und zumindest hier ist das eine extrem gefragte Sache), dann ist FPC/Lazarus eh vollkommen konkurrenzlos.

Allerdings erfordert FPC/Lazarus viel mehr, daß man auch weiß was man tut und ein bischen was über die Zielsysteme weiß. Das allerdings setzte ich bei einem Programmierer, der damit auch Geld verdienen will vorraus!

Kurz und gut: Je nach Anforderung haben beide ihre Vorteile. Und wenn ein Event bei einer Checkbox fehlt: Ich hab noch alles was ich wollte einfach dazugebaut und - sauberes Arbeiten vorrausgesetzt - auch im Development-Tree eingepflegt bekommen, so daß es in den nächsten Versionen von Haus aus drin war.

Gruß
GRL

Lemmy 7. Nov 2013 12:54

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von grl (Beitrag 1234882)
Zitat:

Zitat von jaenicke (Beitrag 1234823)
Diese Alternativen sind bisher allerdings in keinster Weise konkurrenzfähig.

Was ich für kurzsichtig halte.

Ok - ich habe für mich Lazarus/FPC bisher auch so bewertet wie Jaenicke - keine Alternative aktuell für mich. Und auch ein kommerzieller Softwarehersteller der auf Lazarus angewiesen ist würde aktuell lieber davon wieder weg, was aber aufgrund der fehlenden Plattformunabhängigkeit von Delphi nicht geht (und bevor hier KOmmentare kommen: Linux wird halt immer noch nicht und zukünftig zumindest aktuell nicht unterstützt).


Zitat:

Zitat von grl (Beitrag 1234882)
Spätestens wenn's um etwas komplexere Serverdienste geht oder Applikationen bei denen GUI eine untergeordnete Rolle spielt ist FPC/Lazarus durch Delphi nicht zu ersetzen.

dann her damit: Ich lerne gerne dazu - was für komplexere Serverdienste gehen mit Delphi nicht oder nur kompliziert, die sich in FPC/Lazarus deutlich einfacher umsetzen lassen? Ich steh gerade vor der Entscheidung einen Server für Intranetdienste zu bauen....

Grüße

Bernhard Geyer 7. Nov 2013 13:10

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von Lemmy (Beitrag 1234884)
dann her damit: Ich lerne gerne dazu - was für komplexere Serverdienste gehen mit Delphi nicht oder nur kompliziert, die sich in FPC/Lazarus deutlich einfacher umsetzen lassen? Ich steh gerade vor der Entscheidung einen Server für Intranetdienste zu bauen....

Die Frage ist ob man hier nich ganz andere Techniken (Java/.NET) Einsetzen sollte. Diese sind hier in >90% der Fällle für Servertechniken sinnvoller als ein Delphi oder Lazarus.

evilboy 7. Nov 2013 13:13

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Ich schwöre auf Delphi 2009, die erste Unicode-Version.

Natürlich hatte die auch ihre Macken, aber ich konnte sie relativ günstig erwerben und die .exe-Dateien sind (relativ) klein im Vergleich zu den Folgeversionen, wo RTTI (ab 2010), Themes (ab XE2) usw. die Dateien sehr groß gemacht haben. Die neue IDE, die mit Delphi 8 und 2005 noch sehr anfällig war, ist bei den Versionen 2007 und 2009 stabiler und schneller geworden. Und 2007/2009 haben die ganzen Vista-Fixes als erste Versionen bekommen…

Delphi und C++Builder sind für einen bestimmten Einsatzzweck einfach nicht zu schlagen: Desktop-Anwendungen für Windows, bei denen man sich keinen Kopf machen will, welche Version vom .NET Framework nun installiert ist usw.

Lemmy 7. Nov 2013 13:58

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von Bernhard Geyer (Beitrag 1234894)
Zitat:

Zitat von Lemmy (Beitrag 1234884)
dann her damit: Ich lerne gerne dazu - was für komplexere Serverdienste gehen mit Delphi nicht oder nur kompliziert, die sich in FPC/Lazarus deutlich einfacher umsetzen lassen? Ich steh gerade vor der Entscheidung einen Server für Intranetdienste zu bauen....

Die Frage ist ob man hier nich ganz andere Techniken (Java/.NET) Einsetzen sollte. Diese sind hier in >90% der Fällle für Servertechniken sinnvoller als ein Delphi oder Lazarus.

keine Frage. Aber wie du selbst schreibst gibt es halt auch Gründe gegen den Einsatz der herkömmlichen Technologieen. :-) Ist aber nicht die Frage sondern ich wollte damit grl animieren etwas mehr Material zu liefern...

Thom 7. Nov 2013 14:02

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Ich verstehe die Frage nicht. Beim Kauf von XE5 sind Lizenzen für ältere Versionen enthalten:
Zitat:

  • Sind frühere Versionslizenzen in Delphi XE5 enthalten?
  • Ja. Mit Delphi XE5 erhalten Sie einen Zugriff auf Lizenzen früherer Versionen – Delphi 2007-XE4 und Delphi 7. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite Delphi – Frühere Versionen.

Weshalb sollte man also eine ältere Version kaufen? Aussuchen kann man später immer noch... :gruebel:

grl 7. Nov 2013 14:41

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von Lemmy (Beitrag 1234884)
dann her damit: Ich lerne gerne dazu - was für komplexere Serverdienste gehen mit Delphi nicht oder nur kompliziert, die sich in FPC/Lazarus deutlich einfacher umsetzen lassen?

Zwei Dinge sind hier für mich wichtig - ein objektiver und ein vielleicht nur subjektiver Grund:
Je tiefer man in die Funktionen des OS eingreift und je mehr man Gebrauch von APIs macht desto schwieriger wird das Debuggen. Bei FPC/Lazarus hab ich den gesamten Quellcode zur Verfügung und ich bin so auf einige Doku-Fehler in APIs draufgekommen (sowohl OS-APIs als auf APIs von angebundenen Geräten). Die Zeiten zu denen ich das noch mit Delphi gemacht habe war oft die Frage, ob das jetzt ein Delphi-Fehler ist oder ein API-Fehler.
Der Preis dafür ist wohl, daß man nicht ganz so "Rapid" ist wie in Delphi - aber das ist für mich und meine Kunden nicht annähernd so wichtig wie rock-solid. (z.B. läuft so ein Ding in der Antarktis - da kann man weder schnell mal einen Techniker vorbeischicken noch mal eben eine Fernwartungssession aufmachen.)

Und vielleicht nur subjektiv (ich hab's nie gemessen) ist es mit FPC/Lazarus möglich, Dienste mit deutlich mehr Performance bei schmalerem Memory-Footprint zu erstellen. Auch das mag für den "Normal-User" egal sein (steckt man eben mehr CPU und mehr Speicher rein) aber in unserem (Forschungs-)umfeld eine ganz wichtige Sache.

Zitat:

Zitat von Bernhard Geyer (Beitrag 1234894)
Die Frage ist ob man hier nich ganz andere Techniken (Java/.NET) Einsetzen sollte. Diese sind hier in >90% der Fällle für Servertechniken sinnvoller als ein Delphi oder Lazarus.

Weder Java noch .NET halte ich für brauchbar für sowas - und schon gar nicht in >90% der Fälle! Sonst landen wir da, wo ich z.B. aufgehört habe HP-Drucker zu benutzen: Druckertreiber mit 700MB wo 10MB auch reichen würden und dann noch die ewige Problematik mit dem richtigen .NET Framework. Und gerade im Serverbereich ist Linux ein absolut wichtiges Kriterium - also kein .NET.
Das gibt klassische Bloatware mit einer Performance unter aller Kanone.
Nö, wenn ich Delphi oder FPC/Lazarus sinnvoll ersetzen will dann gibt's eigentlich nur C/C++. Das hängt aber davon ab, was du an bereits vorhandenen Dingen nutzen/weiternutzen willst (das ist der Grund warum wir eher mit Pascal als mit C++ im Serverbereich arbeiten).

Wir nutzen z.B. eine Technik, alles in ein Binary zu packen - keine *.dll oder *.so, kein Komponenten registrieren, einfach das Binary aufs Zielsystem schieben, dort starten und evtl ein Config-File anpassen. Die Suche nach allfällig kollidierenden Frameworks oder Libraries entfällt.

Gruß
GRL

Bernhard Geyer 7. Nov 2013 14:46

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von grl (Beitrag 1234925)
Bei FPC/Lazarus hab ich den gesamten Quellcode zur Verfügung und ich bin so auf einige Doku-Fehler in APIs draufgekommen (sowohl OS-APIs als auf APIs von angebundenen Geräten). Die Zeiten zu denen ich das noch mit Delphi gemacht habe war oft die Frage, ob das jetzt ein Delphi-Fehler ist oder ein API-Fehler.

Solange man bei Delphi nicht die billigste Version nimmt ist der Quellcode auch dabei. Und für Professionelle SW-Entwicklung ist die Pro-Version pflicht.

Zitat:

Zitat von grl (Beitrag 1234925)
Und vielleicht nur subjektiv (ich hab's nie gemessen) ist es mit FPC/Lazarus möglich, Dienste mit deutlich mehr Performance bei schmalerem Memory-Footprint zu erstellen. Auch das mag für den "Normal-User" egal sein (steckt man eben mehr CPU und mehr Speicher rein) aber in unserem (Forschungs-)umfeld eine ganz wichtige Sache.

Kann ich jetzt nicht direkt vergleichen, aber wenn es das String-Handling betrifft sind die neuen Delphi-Versionen in vielen Bereichen viel Schneller als ein D6 mit WideStrings.



Zitat:

Zitat von Bernhard Geyer (Beitrag 1234894)
Wir nutzen z.B. eine Technik, alles in ein Binary zu packen - keine *.dll oder *.so, kein Komponenten registrieren, einfach das Binary aufs Zielsystem schieben, dort starten und evtl ein Config-File anpassen. Die Suche nach allfällig kollidierenden Frameworks oder Libraries entfällt.

Bis auf das "alles in einen Exe/DLL packen" geht das mit Java auch. Einfach Java SideBySide bereitstellen und man hat praktich auch ein XCopy-fähige Lösung.

Furtbichler 7. Nov 2013 20:15

AW: Welche Delphi-Version empfehlenswert?
 
Zitat:

Zitat von Bernhard Geyer (Beitrag 1234894)
Die Frage ist ob man hier nich ganz andere Techniken (Java/.NET) Einsetzen sollte. Diese sind hier in >90% der Fällle für Servertechniken sinnvoller als ein Delphi oder Lazarus.

Absolut richtig, aber mit Delphi geht es auch, ziemlich schmerzfrei sogar. Jedenfalls meiner Laienmeinung nach.

Da das hier ein Delphi-Forum ist, und Delphi ein imho geeigneter Kandidat ist, sollten wir es hier vielleicht dabei belassen? Nur so, als Idee.


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