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@Messi: In einer repräsentativen Demokratie bestimmen die gewählten Volksvertreter u.a. die Energiepolitik. Rot-Grün hat damals den schnellen Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen und hatte im Energiekonzept vorgesehen, noch mehr Strom aus dem Ausland zuzukaufen. Ich halte das für nicht sinnvoll. Glücklicherweise haben wir jetzt eine Regierung, die sich zur Atomkraft als Übergangstechnologie bekennt. Diese Parteien haben in der letzten Bundestagswahl die Mehrheit bekommen und regieren jetzt. Die Entscheidung ist damit genauso demokratisch legitimiert wie damals die Entscheidung von Rot-Grün. |
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Grundlage der Demokratie sind nicht die Parteien, sondern die Parlamente! Und nur für die haben wir ein Wahlrecht! Du hast schon Recht, dass die Mehrheitsparteien die Macht haben und die Politik machen, aber genau das läuft der Demokratie zuwider. Die Parlamente verlieren seit Langem an Bedeutung und damit geht der Verlust an Demokratie einher. Der Begriff demokratisch legitimiert trägt doch die Rechtfertigung für Unrecht schon in sich :wink: Über die Sicherheit unserer Atomkraftwerke ist schon genug gesagt und genauso viel vertuscht worden. Wenn es Wikileaks gelänge, die internen Mails und Dossiers der Betreiber zu veröffentlichen, würden die Konzerne sie morgen sicher freiwillig abschalten. |
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Das Problem ist weniger die Sicherheit der Reaktoren sondern die Unbeherrschbarkeit der Technik
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Natürlich wäre es fatal, die KWs jetzt mit sofortiger Wirkung abzuschalten. Dafür gab es ja die Frist zum Atomausstieg ... die wieder verlängert wurde. Ohne den nötigen Druck auf die Netzbetreiber und Energieerzeuger wird auch diese Frist vermutlich wirkungslos verstreichen. Es wäre ja dumm, ohne Not sein "Druckmittel" aufzugeben. Vergleiche es einfach mit der Situation in der IT. Da werden elendige Altlasten gepflegt, aber man wird sie auf die Schnelle nicht los (z.B. das BIOS). |
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Nun, da darf man nicht (auch nicht MrSpock) auf dem Stand von damals stehen bleiben. Heute haben wir ein Vielfaches an Beschäftigten der Atomindustrie in den "erneuerbaren" Energien. Wir sind mal wieder Weltmarktführer, wieder mit einer Technologie, die Fortschritt und Umweltfreundlichkeit verspricht - das war seinerzeit bei den deutschen AKW ja auch so. Wenn in fünf Jahren nachgewiesen wird, dass das Artensterben und die Klimaerwärmung durch unseren Exportschlager Windkraftwerke verursacht sind, werden wir vielleicht wieder eine Verschiebung der Ideologien haben. Der Atomenergie beschafft das aber keine sinnvolle technische und umweltgerechte Basis mehr. Auch dies eine Momentaufnahme, wie Alles im Leben. Das sollte man nie vergessen. Ich wäre in den 60/70ern vielleicht auch ein begeisterter Atomingenieur gewesen - wieviel neue Möglichkeiten hatte man dadurch, keine versifften Fensterbänke durch Braunkohlestaub und auch keine Asthma- oder Krupp-Kinder. Alles das durch die friedliche Nutzung der Kernenergie, die kaum andere Staaten beschäftige, weil die Atombomben bauten. Deutschland als Pionier dieser Wissenschaft durfte ja nicht. Aber das Asthma durch Leukämie und den Braunkohlestaub durch extrem gefählichen Müll zu ersetzen, ist nach heutigem Wissen nicht akzeptabel. Grüße, Messie |
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Hallo,
die CO2-Bilanz von Atomkraft ist absolut schlecht. Man sollt sich mal die Gewinnung der Rohstoffe anschauen. Atomkraft ist eine Brückentechnologie, das war sie schon immer, denn die Vorräte an Uran sind auch endlich, vergleichbar mit Öl. Die Wiederaufbereitung liegt bei ca. 3-4% der Rest ist einfach nur Atommüll für den es auf der ganzen Welt kein Endlager gibt. War es nicht unsere jetzige Kanzlerin die unter Kohl als Umweltministerin Asse genehmigt hat, dass jetzt langsam absäuft und wo die Sanierung in die Milliarden geht. Der einzige Grund warum die alternativen Energien nicht mehr genutzt werden ist dass die großen Konzerne damit nicht so viel Geld machen. Wir könnten z.B. Strom aus Norwegen von Wasserkraft, für 1/3 des jetzigen Strompreises bekommen, wenn Sichergestellt wird, dass auch immer eine Abnahme erfolgt. ![]() Bis bald Chemiker |
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Und das mit den 60 AKW's ist auch komisch wenn Norwegen nur ca. 1/4 der Jahresstromproduktion Deutschlands hat und aktuell nur für ca. 20 GW an Turbinenleistung hat. Also ca. 14 "AKW-Gegenstücke". Woher die Zahl von 60 kommt (80-90 GW Leistung) ist unklar. Was aber einmal ist sind die ca. 80 TWh von Speicherkapazität in Norwegen. In wieweit diese auch im Rahmen von Pumpspeicherkraftwerken aufrüstbar sind (aktuelle ca. 1GW PSK-Kapaziät installiert) bedarf erst einer Analyse mit Berücksichtigung von ökologischen und geologischen Aspekten. |
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NamenLozer und messie haben ja offensichtlich verstanden was ich ausdrücken wollte. Hast du dich eigentlich schonmal zum Thema Brennstoffreichweite informiert? Schon alleine deswegen verbietet sich in diesem Zusammenhang der Begriff Weitsicht. Es sei denn, 5 Jahre fallen bei dir auch schon unter Weitsicht. Da muss man also noch nicht einmal das Keulenargument Atommüll auspacken, was natürlich noch viel schwerer wiegt. Wird halt von der Atomlobby konsequent ignoriert. Aber wieso soll man altbekanntes immer wiederkäuen. Manche Leute wollen es einfach nicht verstehen. Übrigens glaube ich nun wirklich nicht, dass die Steuermehreinnahmen Anreiz für die Laufzeitverlängerung waren. Wie bereits dargestellt, sind die marginal. Was dagegen alles andere als marginal ist, sind die Mehrgewinne, die die Energiemonopolisten damit einfahren. AKWs sind nichts andres als vom Staat (= Steuergelder!) bezahlte Gelddruckmaschinen. Und da wären wir schonwieder beim Thema. Hier wurde eine Entscheidung gegen den hinlänglich bekannten Bevölkerungsmehrheitswillens gefällt, zu Gunsten einiger weniger Personen. Die Protokolle dieser Gespräche würden mich wirklich auch brennend interresieren. Noch dazu diese unter der Hand vereinbarten Zusatzverträge, die zukünftige Regierungen in ihrem Handlungsspielraum zu diesem Thema einschränken sollen. Hier wurde die Demokratie verkauft! Das hat absolut _nichts_ mehr mit repräsentativ legitimiertem Regieren zu tun! Das, was Chemiker geschrieben hat, kann ich nur unterschreiben. |
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