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Du weisst schon, dass wir ausschliesslich im Winter Strom exportieren? Im Sommer importieren wir Strom (insbesondere wird in der Industrie viel von Klimaanlagen verbraucht). Die Photovoltaik ist in Deutschland noch nicht so gut Ausgebaut um diese Versorgungslücke zu schliessen (wäre insbesondere im Sommer sinnvoll, aber heir wird eben auch Nachts gekühlt wo das auch wieder fehlt).
Problematisch ist dabei nunmal der Fakt, dass Strom genau dann verbraucht werden muss, wenn er produziert wird. Strom ist ungeheuer schlecht zu speichern. Wenn es so einfach wäre, den Überschuss des Winters zu Lagern und dann im Sommer zu verbrauchen würde ich Dir recht geben, so müssen wir aber im Sommer Strom importieren - und das meiste davon kommt nunmal von AKW's die um uns herum gebaut sind. Ja, wir haben im Jahresschnitt einen Überschuss, aber das hilft uns genau zu den Zeitpunkten rein gar nichts, an denen unsere Grundlast höher ist als unsere Produktion. |
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Hi,
dabei muss man aber auch sagen, dass zumindest z.T. Strom auch eingekauft wird, weil er einfach billiger ist. 5km von hier steht ein Kohlekraftwerk, dass momentan schon nicht mehr voll läuft und im Sommer wahrscheinlich komplett runtergefahren wird, weil der produzierte Strom zu teuer ist. LG, Frederic |
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Zitat:
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E-Erdgas: Erzeugung von leicht speicherbares Erdgas. Leiter ist der Wirkungsgrad aktuel nocht ziemlich niedrig. Bessere Einbindung Speicherkapazitäten von Norwegen: Norwegen hat akutell eine Speicherkapazität von ca. 80 TWh. welche Norwegen primär selbst als Saisonspeicher verwendet. Aktuell wird eine HGÜ-Strecke nach Norwegen geplant/gebaut. |
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Öhm, mir fällt zu dem Thema eigentlich nur sofort 1 Sache ein, und ab dem Moment finde ich es absolut unglaublich, dass es tatsächlich noch zu einer Meinungsverschiedenheit WRT "Atomkraft: Sinnvoll?" kommen kann:
Die Sekundärprodukte (also der Weg über Plutonium) aus den Brennstäben sind für eine längere Zeit gefährlich als es uns als Homo Sapiens gibt! Das heißt, wir müssen den Dreck nicht nur für solange lagern, wir müssen ihn auch für so lange bewachen lassen. Wenn nämlich in 20.000 Jahren irgendein Hirnie auf die Idee kämme eine LKW-Ladung von dem Zeugs in einem Stadtzentrum mit einer Explosion zu verteilen... :( Wieviel CO2 wird denn dafür produziert? Wird das überhaupt mitgerechnet? Kann man das überhaupt vorausrechnen? Zahlen die AKW-Betreiber denn die Instandhaltung und die Bewachung der Zwischenlager für die nächsten X-Millionen Jahre? Nein? Kein Wunder warum Atomstrom als günstig und für Vattenfall, RWE und den anderen Parasiten als lukrativ gilt. Denn diese, also die wirklichen, Kosten werden gar nicht öffentlich diskutiert. Die AKW-Betreiber müssen ja nichtmal die Polizeiaufgebote zahlen. Ich habe letzlich ![]() |
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Es ist korrekt, dass wir zur Zeit auf's Jahr gesehen Strom exportieren. Die jetzige Regierung hat einmal vorausgestzt, dass wir wirtschaftlich ähnlich erfolgreich bleiben (wollen) wie bisher und daraus abgeleitet, wieviel Strom wir benötugen werden. Nur durch die Laufzeitverlängerung ist es so, dass wir ab dem Jahr 2025 (wo rot-grün allen AKWs abgeschaltet haben wollte), "nur" etwa 30% Energie importieren werden müssen! Rot-grün hat gar kein Konzept berechnet, sondern einfach entschieden, aus der Atomkraft auszusteigen. Die Energie lässt sich nicht so schnell und zuverlässig durch regenerative Energien erzeugen, es sei denn man hätte Speichertechnologien. Im Schwarzwald arbeiten wir an einem Speicherreservoir. Rate mal, wer den blockiert? Bliebe also Off-shore Windanlagen (von der Umweltgefährung mal abgesehen), deren Energie aber dann auch in den Süden transportiert werden müsste. Das ginge überirdisch (rate mal wer die Türme verhindern würde?) oder für den etwa 6-fachen Preis unterirdisch, mit breiten Terassen und noch nicht erforschtem Einfluss des Stromflusses auf das Ökosystem. Über die Effiziens des langen Transportes will ich gar nicht erst reden.
Aus meiner Sicht geht es nur, die erneuerbaren Energien sinnvoll zu erweitern, gleichzeitig an modernen Energiekonzepten (smart metering) und Speichertechnologien zu arbeiten. Als Übergangstechnologie werden wir aber die Atomkraft weiter benötigen. Die einzige Alternative ist ein Zurück zumindest in Richtung Steinzeit. Das mögen bestimmte politische Parteien ja wollen, ich aber nicht. Und wenn ich mir die Anzahl der AKWs anschaue, die in Planung oder im Bau sind, gibt es offensichtlich auch viele andere Staaten, die fest davon überzeugt sind, dass der Wohlstand ohne AKWs nicht erhöht oder erhalten werden kann. Gruppen die vorgeben, sie könnten das Energieproblem lösen und den Wohlstand erhalten, sind Traumtänzer. :cheer: |
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Da fehlen mir echt die Worte.
Du bist echt der böse Mr. Spock aus dem Spiegeluniverum, soviel ist klar. |
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Zitat:
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Ich schaue gerade das Heute-Journal ... wie die Parteien sich derzeit Gedanken machen, wie die Ereignisse in Japan für oder gegen sie im Wahlkampf auswirken könnten, ist nur grässlich.
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Irgendwie müssen sie ja ihre Wähler verlieren. ;)
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Naja, das ist ja auch ein gefundenes Fressen.
Btw: Japan hat 55 AKW, 4 davon in kritischem Zustand, die japaner bleiben relativ ruhig und besonnen. Wir haben hier 17 AKW, kein Erdbeben, kein Tsunami, keinen Vulkanausbruch, aber bei uns steigern sich die Leute in eine Anti-Atom-Panik rein als ob morgen alle unsere Kraftwerke in die Luft fliegen würden. Dass die Politiker (insbesondere die Grünen) da auf dem Rücken von millionen betroffener Japaner versuchen einen Vorteil draus zu ziehen ist ausschliesslich erbärmlich. Aber so funktioniert politik in Deutschland nunmal. Populismus wohin das Auge reicht. |
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