Mal sehen, ob ich das gut erklären kann. Erstmal ein Beispiel für eine sinnvolle While-Schleife:
Wir suchen in einem String nach einem Zeichen und brechen beim ersten Auftreten ab. Wir erlauben kein Break und kein Goto. Das der String auch leer sein kann, ist eine While-Schleife sinnvoll, damit es zu keiner
AV kommt:
Delphi-Quellcode:
Var
bFound : Boolean;
i : Integer;
Begin
i := 0;
bFound := False;
While (i < Length (MyString)) and not bFound Do
If MyString[i] = C Then
bFound := True
Else
Inc (i);
...
Ich kann das natürlich auch mit einer Repeat-Schleife machen, müsste aber vorher abfragen, ob der String nicht leer ist.
Allgemein gilt:
While <Bedingung> Do <Befehle>
Ist äquivalent zu
Delphi-Quellcode:
If <Bedingung> Then
Repeat <Befehle> Until Not <Bedingung>
While-Schleifen kommen in der freien Wildbahn öfter vor, u.a. auch deshalb, weil alle For-Schleifen eigentlich While-Schleifen sind.
Weiterhin muss ich bei einer While-Schleife die Schleifeninvarianten initialisieren, also sieht eine While-Schleife eigentlich immer (explizit oder implizit) so aus:
Delphi-Quellcode:
<Initialisierung der Invarianten>
While <Bedingung> Do
<Befehle, die die Bedingung verändern können>
Bei einer Repeat-Until-Schleife ist das unnötig, da die <Befehle> selbst die Schleifenbedingung erst herbeiführen.
Somit ist auch der Einsatzort geklärt. Nur wenn es nichts zu initialisieren gibt (schönes Beispiel: Finde geeignete Koordinaten), verwendet man eine Repeat-Schleife.