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Registriert seit: 9. Mai 2005 Ort: Nordbaden 925 Beiträge |
#11
Hallo,
da hat sich ja seit gestern n Haufen getan... Na dann mal los: Ich glaube wir sind mit unseren Meinugen gar nicht so weit von einander entfernt(wenn wir nicht sogar die selbe haben und nur jeweis andere Teile betonen...) Im Grunde genommen hat unsere Diskussion ja 2 Teile: 1.) Wirklicher Zufall - Unschärferelation - Determinismus 2.) ein sicheres Passwort in der Kryptographie - Mathematik als Wissenschaft - Beweise Zum 1. Teil: Unschärferelation: ![]() Ich bin ja nicht grade studierter Physiker für Quantenphysik, aber
![]() ![]() wohl eher auf die Theorie, dass das Universum ein großes Chaos ist.
![]() ![]() Heisenbergsche Unschärferelation bedeutet ja "nur", dass man Impuls und Ort eines Teilchens nicht genau messen kann (oder so ähnlich).
Da könnte es aber durchaus sein, dass dieser Messfehler immer ähnlich wäre ![]() Warum ist das GESETZ ?
Ganz einfach weil die Unschärferelation dafür sorgt das sie relative Unschärfen selber verursacht. D.h. da wir in Bereiche vorstoßen in denen wir als Beobachter selber das System beeinflussen können wir nicht in der Lage sein ein System zu beobachten. Die Unschärferelation wirkt nun aber auch selber auf den Beobachter und ergo somit auf unsere Definition der Unschärferelation. Es entsteht ein Kreislauf in dem sich die Katze selber in den Schwanz beisst. ![]() ![]() Angenommen die Katze wäre jetzt ein (Elementar-)Teilchen(jedenfalls irgendwas kleines, wo die Unschärferelation gilt), dann wäre sie, wenn man nicht reinguckt, gleichzeitig tot und lebendig(ui, wir haben n Katzenzombie erschffen ![]() ![]() Was will das Gedankenexperiment nun sagen? Das Ganze hat nix mit Messfehlern zu tun; auch nur indirekt mit der Beeinflussung(durch die Beeinflussung wird die Entscheidung gefällt), sondern mit Wahrscheinlichkeiten(Schon wieder Mathe...)... __________________________________________________ ______________________________ So jertzt kommen wir mal zum 2. Teil: Mathe, Kryptigraphie: ![]() Diese Annahme ist aber irrelavnt. Mathematik erhebt niemals den Anspruch irgendwas erklären zu wollen. Den Mathematiker ist unsere subjektive und objektive Umwelt ziemlich egal. Sie konstruieren von Anfang an Denkmodelle die ausgehend von Axiomen immer analytisch logische Verknüfungen aufbauen. Alles bis aus die Eingangsaxiome ist also bewiesen. Wenn nun einige Axiome verändert werden so ändert sich das komplette und komplexe System das sie erschaffen haben. Von Zeit zu Zeit eraschaffen aber die Mathematiker dann Denkmodelle deren Übereinstimmungen mit der Physik der Realität so frappierend sind das die Physik damit sich die Umwelt erklären kann.
![]() und durch gezielten oder dummen Zufall durchbrechen sie dann die physikalischen Grenzen eines Heisenbergs und können
dann denoch ein zuvor unerklärbares Phänomen beweisen. ![]() Für die Kryptrographie ist das aber im Grunde irrelevant, denn auch hier gehen wir davon aus das die mathematischen Axiome für alle gleich gültig sind. Das gilt dann solange bis man sie widerlegen konnte, und so lange ist die Kryptographie auch sicher.
![]() ![]() ![]() Aber sicher doch, die Mathematik. Wenn ein Mathematiker erstmal einen eindeutigen Beweis erbracht hat, fehlerfrei, dann bestehen die Konsequenzen aus diesem Beweis für alle Zeiten und für alle Ausserirdischen Intelligenzen. (so lange ihre Mathematik auf den gleichen Axiomen aufbaut)
![]() Ja. Denn wir wissen das in der Kryptographie der "Zufall" nur hinreichend unvorhersagbar sein muß für einen Angreifer also einen der unser Geheimnis=Passwort nicht kennt. Wir wissen auch das der so erzeugete "Pseudo-Zufall" statistisch
exakt die gleichen mathematischen Eigenschaften haben wird wie echter Zufall. Ergo: es besteht überhaupt nicht die Notwendigkeit in der Kryptographie irgendwelchen unbewiesenen Zufall mit real unbekannten mathematischen Eigenschaften zu benutzen wenn wir uns selber einen ausreichend sicheren Algortihmus konstruieren können der die gleichen Eigenschaften aufweist. Nämlich "Vorhersagbarkeit" nur durch denjenigern der ein Passwort kennt, und statistisch gleichmäßige Verteilung der Menge. ![]() 1. Mathematisch beweisbare Sicherheit ist *sicher*. (Klar, is ja bewiesen)
2. Physikalische nicht beweisbare Phänomene sind nicht beweisbar sicher. (Klar, sind ja nicht bewiesen) 3. Nur, weil etwas nicht beweisbar ist, ist es noch lange nicht falsch, oder nicht existent. ![]() 2.) Jo. 3.) Jo. Auch hier könnte man wieder ne statistische Wahrscheinlichkeit angeben - genau so wie bei Punkt 1.) ![]() Beides ist praktisch nicht durchführbar, also ist obwohl wir alle wissen das dieser Algo deterministisch ist er denoch ohne diese Werte nicht vorhersagbar. Die Komplexität die durch die Zahlengrößen entsteht verhindert dies.
1.) Es besteht eine statistische Wahrscheinlichkeit, dass das BruteForcing in vertretbarer Zeit klappt(die Mathematiker, mal wieder) 2.) Vielleicht gibts in ein paar Jahren ja QuantenComuter, die sowas in vertretbaren Rahmen schaffen(die Physiker, ja, ja) 3.) könnten Rainbow-Tabellen die ganze Crackerei stark vereinfachen(ich schreibe könnten, weil ich dazu zu wenig Bescheit weiß)und 4.) könnte ja jemand ne tolle Möglichkeit einfallen große Zahlen zu faktorisieren oder sonst irgend ne Angriffsmethode finden(außer du kannst beweisen, dass das nicht geht...; auch wieder die Mathematiker) ![]() Ich nehm lieber etwas 'beweisbar sicheres'.
Mathematik und Physik spielen sich in die Hände. Ohne Mathe, sind der Physik die Hände gebunden und ohne Physik fehlt der Mathematik jeglicher Praxisbezug. Ich frage mich nur worüber wir jetzt eigentlich noch diskutieren... Hm... Wenn ich das jetzt richtig sehe, diskutieren wir gerade u.a. darüber, ob die Physik oder die Mathematik einen "brauchbareren" Zufall liefert. Ich sage also: Beide! // Bäh... in der zwischenzeit gabs ja nochmal 5 Posts. Hey, so schnell kann ich nicht tippen... Dann eben noch n kleiner Anhang: ![]() Du hast ergo ein Schwäche die man angreifen kann.
![]() Um das nochmal klar zu machen. In der Kryptographie geht es nur darum einen Angreifer beweisbar keienerlei Chancen für eine erfolgreiche Attacke zu geben. Denn nur das erzeugt Sicherheit, bzw. mein Vertrauen in diese Verfahren.
Ich muß mir sicher sein das du als Angreifer keine Chancen hast. ![]() Sobald ich aber eben keinen mathematischen Beweis als Grundlage habe werde ich mir niemals sicher sein können das es da einen Angreifer geben könnte der meine Sicherheit kompromittieren könnte.
![]() Wenn also meine 1024 Bit Zufall aus leuter Nullen bestünde dann werde ich stützig. Ich erzeuge nochmals auf andere Hardware mit andere Software mit gleichen Parametern den Zufallsstrom. Sollte er wieder 1024 Nullen ergeben so ist der unwahrscheinlich zufällige Fall eingetreten das 1024 Nullen erzeugt wurden. Ich bin mir dann also absolut sicher das meine Hardware und Sofwtare keinen Fehler enthält.
![]() ![]() Du musst zugeben, das auch die Mathematik ein Glaube ist. Du glaubst an die Beweisbarkeit und bist so lange glücklich, bis Dir Jemand kommt und deinen ganzen schönen Komplexitätskram mit einem fiesen Trick über den Haufen schmeisst.
![]() Du glaubst so lange an den Beweis, bis Jemand dir zeigt, das da ein 'Denkfehler' drin ist. Keiner verlangt, das Du an die Heisenbergsche Unschärferelation glaubst, aber dann kannst Du aber auch gleich den Darwinismus in Frage stellen.
![]() Du wirst mir doch wohl zustimmen das alle heutigen angewendeten kryprographischen Verfahren
1.) aus der Mathematik kommen 2.) immer auf Beweisen basieren 3.) sehr wohl theoretisch immer knackbar sind und wir das auch wissen 4.) alle verifizierbar und ergo reproduzierbar sind. 2.) ja und? 3.) und 4.) Ui... da haben wirs ja. Genau! Unter der Voraussetzung, dass die Unschärferelation stimmt, is sowas aber nicht reproduzierbar, also auch nicht knackbar; das ist der Unterschied: Bei deiner Mathe-Version weiß man, dass es knackbar ist; bei dem Diodenrauschen besteht zumindest die begründete Möglichkeit, dass es nicht knackbar ist. Da ich nun in Mathe aufgepasst hab, weiß ich, was statistisch gesehen(schon wieder Mathe...) besser ist: ... Beides. Beide Verfahren gekoppelt halte ich somit für am sichersten... ![]() PS: komme mir nicht mit Quantenkryptographie, die wurde schon wenige Monaten nach ihrer Veröffentlichung geknackt und man konnte BEWEISEN das man mindestens 25% der Informationen abhöhren und demzufolgen knacken kann.
Und warum wurde sie geknackt ? Weil sie auf Physikalischen Phenomänen beruht und nicht auf Mathematik und starken Beweisen. ![]() Wir wissen also ALLES über das System RSA wir wissen sogar WANN es knackbar sein wird. Und dieses Wissen ermöglicht uns die klare Aussage "RSA wurde vollständig geknackt" wenn ein genialer Mathematiker eine schnelle Faktorizationsformel für die entsprechend großen Zahlen entdeckt hat.
Alles in diesem zeitlichen Prozess basiert nun auf exakten und beweisbarem Wissen. ![]() Uff, jetzt habe ich aber echt keine Lust mehr. Glaub Du an deine Physik, ich werde meine Meinung jedenfalls nicht ändern solange DU mir nicht einen exakten Beweis dagegen gibts.
mfg Christian P.S.: Au der Thread gefällt mir. Sehr interessant! Das is was für jemand mit Physik und Mathe LK...
Kaum macht man's richtig, schon klappts!
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