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Gendering in Jobangeboten

Ein Thema von stahli · begonnen am 28. Nov 2021 · letzter Beitrag vom 7. Apr 2022
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Seite 1 von 2  1 2      
Benutzerbild von TigerLilly
TigerLilly

Registriert seit: 24. Mai 2017
Ort: Wien, Österreich
1.241 Beiträge
 
Delphi 12 Athens
 
#1

AW: Gendering in Jobangeboten

  Alt 21. Dez 2021, 14:13
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https://medienportal.univie.ac.at/un...nd-ressourcen/
https://gain.univie.ac.at/
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stahli

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Delphi 11 Alexandria
 
#2

AW: Gendering in Jobangeboten

  Alt 21. Dez 2021, 14:34
Mit solchen hochtrabenden Ausführungen kann ich wenig anfangen.

Vor einigen Tagen war ich bei meiner Hausärztin (eine Frau), die hat mich zur Weiterbehandlung an einen Internisten überwiesen (das ist ein Mann). Zum Glück war der Befund unauffällig. Das ist natürlich super.
EDIT: Die Schwestern waren aber in beiden Praxen Frauen. Alle Ärzte und Schwestern, mit denen ich zu tun hatte, waren zu sehen.
Stahli
http://www.StahliSoft.de
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"Jetzt muss ich seh´n, dass ich kein Denkfehler mach...!?" Dittsche (2004)

Geändert von stahli (21. Dez 2021 um 15:44 Uhr)
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Rollo62

Registriert seit: 15. Mär 2007
4.166 Beiträge
 
Delphi 12 Athens
 
#3

AW: Gendering in Jobangeboten

  Alt 21. Dez 2021, 15:07
... an einen Internisten überwiesen (das ist ein Mann) ...
Das kann man heutzutage nie so genau wissen, nenn ihn besser Internistenden
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Benutzerbild von himitsu
himitsu

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#4

AW: Gendering in Jobangeboten

  Alt 21. Dez 2021, 15:31
Das liegt nur daran, weil der Beruf des Krankenbruders irgendwie zu selten gewählt wird.
Ein Therapeut entspricht 1024 Gigapeut.
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bcvs

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730 Beiträge
 
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#5

AW: Gendering in Jobangeboten

  Alt 21. Dez 2021, 17:04
Das kann man heutzutage nie so genau wissen, nenn ihn besser Internistenden
Gestern kam von der Schule meines Sohnes ein Elternbrief mit Infos zur Coronalage. Da war von "Lernenden" die Rede, wenn die Schüler und Schülerinnen gemeint waren.

Das ist aber doch nicht das selbe. Ein Lernender ist für mich jemand der gerade im Moment lernt, also sich auf eine Klausur vorbereitet oder in einer Schulstunde sitzt. Schüler ist man dagegen ständig während der gesamten Schulzeit.

Nachmittags oder Nachts sind Schüler meistens keine Lernenden, selbst in der Schule in den Pausen nicht. Dieses *ende verwässert diese feinen Unterschiede in der deutschen Sprache.

Gibt es an der Schule keine Deutschlehrer (m/w/d), denen das auffällt?
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Klaus01

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5.779 Beiträge
 
Delphi 10.4 Sydney
 
#6

AW: Gendering in Jobangeboten

  Alt 21. Dez 2021, 17:53
Gibt es an der Schule keine Deutschlehrer (m/w/d), denen das auffällt?
Deutschlehrende
Klaus
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Delphi.Narium

Registriert seit: 27. Nov 2017
2.555 Beiträge
 
Delphi 7 Professional
 
#7

AW: Gendering in Jobangeboten

  Alt 21. Dez 2021, 19:19
Gibt es an der Schule keine Deutschlehrer (m/w/d), denen das auffällt?
Deutschlehrende
Oder zumindest Deutschlehrer:innen (m/w/d).

Lernende sind (meines Wissens) alle in Ausbildung befindlichen, dazu gehören u. a. Schülerinnen und Schüler, alle Studierenden, alle Personen, die sich in einer beliebigen (Berufs)Ausbildung befinden... Und das nicht nur zu den Zeiten, in denen sie gerade aktiv lernen.

Wenn ich hier im Forum lese und dabei tagtäglich etwas Neues lerne, so bedeutet das nicht, dass ich zu den Lernenden gehöre, obwohl ich gerade etwas lerne.

Zitat von stahli:
Alle Ärzte und Schwestern, mit denen ich zu tun hatte, waren zu sehen.
Demnach müsste die Hausärztin unsichtbar gewesen sein
Zitat von stahli:
Die Schwestern waren aber in beiden Praxen Frauen
Schwestern sind immer Frauen, wenn nicht sind es Brüder. (Eine geschlechtsneutrale Bezeichnung ist mir hier nicht bekannt.)

Vermutlich wird man aber in einer Arztpraxis keine Schwestern finden, sondern eher Arzthelferinnen, vereinzelt auch Arzthelfer.

Zitat von stahli:
Mit solchen hochtrabenden Ausführungen kann ich wenig anfangen.
Leider sind sie aber die Grundlage, warum überhaupt über das "Gendern" gesprochen werden muss.

Wenn ich mich mit einer fachlichen Analyse zu von mir zu erstellender Software auseinandersetzen muss, kann ich auch nicht sagen:
Zitat:
Mit solchen hochtrabenden Ausführungen kann ich wenig anfangen.
Dann muss ich mich mit der Materie auseinandersetzen, bevor ich anfange mitzureden, zu kritisieren oder gar anfange die Sinnhaftigkeit zu bezweifeln.
Und wenn ich's nicht verstehe, halte ich mich halt mal raus und lebe damit, das (hoffentlich) klügere da schon die richtigen Entscheidungen treffen.
Und, auch denen kann man dann zuweilen beim Scheitern zuschauen, aber das muss dann nicht in Häme und Missgunst, ... ausarten.

Beim Gendern geht es letztlich darum, die bestehende Problematik auch für die sichtbar zu machen, die mit den "hochtrabenden Ausführungen" wenig bis nichts anfangen können, sie eventuell nicht einmal verstehen (können). Damit auch denen bewusst wird, dass sie im gewohnten täglichen Sprachgebrauch einen Teil ihrer Mitmenschen (beinahe schon permanent) diskriminiert. Das "generische Maskulinum" ist für mich auch nur eine Ausrede, um sich im Sprachgebrauch keine Gedanken machen zu müssen. Sollen sich doch die durch die gewählte Formulierung nichtangesprochenen einfach auch angesprochen fühlen, dann muss ich mir keine weiteren Gedanken machen. (Ok ist jetzt etwas überspitzt formuliert.)
Zitat von Rollo62:
Ich sage ja: "Büchse" ... "Pandora" (nicht das von Avatar).

Wenn man die mal aufmacht gibt es kein Ende mehr mit dem Gendern für alles (Un)Mögliche,
mehr "Gerechtigkeit" durch Gendern Hin oder Her.

Übrigens:
"Gerechtigkeit" ist eigentlich nur eine Ausprägung von Neid, also eine Todsünde.
Nur mal so nebenbei bemerkt.

Meistens geht es nur darum das Andere etwas haben was ich gerne auch hätte.
Das ist dann "gerecht" wenn man den Anderen das wegnimmt, sorry aber so siehts aus.
Und beim Gendern geht es nicht darum, den "Männern" was wegzunehmen, sondern allen "Nichtmännern" etwas zuzubilligen, was "Männer", wie selbstverständlich, für sich in Anspruch nehmen.

Männer werden immer und überall an erster Stelle genannnt. Warum soll das nicht für alle gelten? Welcher Nachteil entsteht für die "Männerwelt", wenn alle "nicht der Männerwelt angehörende" in gleicherweise im Schrifttum erscheinen?

Ist hier der Neid auf der Männerseite zu suchen, weil sie plötzlich kein "Alleinstellungsmerkmal" durch ihr pures "Mannsein" mehr haben?

Mir persönlich entsteht dadurch, dass z. B. in Stellenausschreibungen die Damenwelt zusätzlich explizit genannt wird, dadurch, das Transsexuelle ebenso zusätzlich genannt werden, keinerlei Nachteil. Mir wird hier nichts genommen.

Aber dass im Zusammenhang mit "Gendern"
Zitat:
Das ist dann "gerecht" wenn man den Anderen das wegnimmt, sorry aber so siehts aus.
irgendwem irgendwas genommen werden soll, dass Männern gegenüber hier irgendeine Form von Ungerechtigkeit geschieht, kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

Oder liegt die "Ungerechtigkeit" darin, dass nicht mehr uneingeschränkt gelten soll: Macho Männer first?
Oder liegt sie darin, dass ein Teil der Männerwelt eine so große Angst davor hat, dass Frauen besser sein könnten als sie, dass die Herren der Damenwelt nicht gewachsen sein könnten / nicht gewachsen sind, wenn es nicht nur per Definition gleiche Rechte, gleiche Möglichkeiten für alle gibt, sondern diese Definition auch endlich im realen Leben umgesetzt wird?
Könnte es passieren, dass die Damen in der Berufswelt durchweg besser sind, so wie in der Schule die Mädels für gewöhnlich im Durchschnitt bessere Noten haben, als die Jungs? (Zumindest war das "damals" bei uns über die gesamte Schulzeit hinweg so.)
Nur so am Rande: In NRW machten auch 2020 wieder mehr Mädchen Abitur als Jungen (liegt's am Bundesland mit "besonders vielen dummen Jungen"? Oder haben die Damen im Großen und Ganzen die helleren Köpfe?
Oder noch was am Rande: Das schwächelnde Geschlecht. Und nein, hier ist nicht das "vermeintlich schwache Geschlecht" gemeint, sondern das angeblich "starke Geschlecht"

Und ja, ich weiß, dass ist jetzt alles ein bisserl (arg) überspitzt formuliert
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stahli

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#8

AW: Gendering in Jobangeboten

  Alt 21. Dez 2021, 19:59
Zitat von stahli:
Alle Ärzte und Schwestern, mit denen ich zu tun hatte, waren zu sehen.
Demnach müsste die Hausärztin unsichtbar gewesen sein
Zitat von stahli:
Die Schwestern waren aber in beiden Praxen Frauen
Schwestern sind immer Frauen, wenn nicht sind es Brüder. (Eine geschlechtsneutrale Bezeichnung ist mir hier nicht bekannt.)
Ich werde öffentlich bekennen, dass meine Hausärztin sichtbar ist und dass die Schwestern in den Praxen Arzthelfende sind. Vielleicht mit einem Plakat oder so. Das wird deren Lebenssituation deutlich verbessern.

Aber ich muss gestehen, dass ich eine studierende, die als lernende bei der ärztlichen anwesend war, völlig vergessen hatte. Da wäre mir natürlich nicht passiert, wenn es ein beachtenswerter (männlicher) Student gewesen wäre.

Hochtrabenden Unsinn muss ich nicht verinnerlichen und nachvollziehen. Den grundsätzlichen Ursprung habe ich verstanden und lehne diese Überzeugungen grundsätzlich ab. Ich sehe es genau so wie in den von mir eingangs verlinkten Beiträgen.

Die Grammatik hat nichts mit Bevorteilung oder Benachteiligung zu tun, sondern mit einer funktionalen Kommunikation. Alle Befindlichkeiten kann man nicht abbilden und berücksichtigen - schon weil sie sich selbst aus den eigenen Gruppen heraus widersprechen.

Will man Geschlechter weniger betonen, weil dieses im Alltag nicht relevant ist oder will man Geschlechter immer explizit betonen (zumindest alle nicht-männlichen) damit zwischen Geschlechtern besonders unterschieden wird (und zwar beim zuschauen, beim zuhören, beim lehren, beim lernen, beim einkaufen, beim Busfahren, eben IMMER). Die Forderungen aller Bandbreiten kommen aus der feministischen Ecke. Welche Forderung ist die richtige welche soll man verwerfen?

Aber das alles hat nichts mit dem Alltag zu tun.


Ich musste z.B. erst mal überlegen, welche Geschlechter die Personen aus meinem Bericht da überhaupt hatten. Die spielten für mich real überhaupt keine Rolle. Erst wenn man gezwungen ist, das genau zu analysieren und vollständig korrekt zu berichten, werden Geschlechter im Alltag wichtig. Ich sehe überall ca. 50% Frauen. Hinterm Herd werden prozentual mehr stehen, aber da habe ich selten Einblick. Echt. Es nervt doch nur noch.

Frauen haben für weibliche Personen mit ...in eine eigene sprachliche Form, Männer haben das nicht. Eigentlich sind Männer hier benachteiligt. Wie auch immer - hier werden Pseudolösungen für Pseudoprobleme gefordert. In der Konsequenz würde sich in der Realität aber nichts ändern - abgesehen von einem entstehenden Sprachgewirr. Man müsste das wirklich mal konsequent eine Woche überall durchziehen. Dann wäre das sofort wieder vom Tisch.
Stahli
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Geändert von stahli (21. Dez 2021 um 20:09 Uhr)
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Gausi

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#9

AW: Gendering in Jobangeboten

  Alt 22. Dez 2021, 07:42
Männer werden immer und überall an erster Stelle genannnt.
Das ist ganz einfach falsch. Wenn es um die konkrete Ansprache geht, dann werden Frauen immer zuerst genannt. Alles andere wird ganz allgemein als grob unhöflich betrachtet.
Die allgemein übliche Anrede (sowohl in Schrift als auch im gesprochenen Wort) ist "Sehr geehrte Damen und Herren". Politiker verwenden oft "Bürgerinnen und Bürger" (nicht nur in der Ansprache bei Reden, sondern auch allgemein), oder (im linken Spektrum) "Genossinnen und Genossen". Im kirchlichen Bereich sind es "Schwestern und Brüder", wenn "die Gemeinde" persönlicher angesprochen werden soll.
Being smart will count for nothing if you don't make the world better. You have to use your smarts to count for something, to serve life, not death.
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Rollo62

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#10

AW: Gendering in Jobangeboten

  Alt 21. Dez 2021, 18:21
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Übrigens:
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Meistens geht es nur darum das Andere etwas haben was ich gerne auch hätte.
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