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Gendering in Jobangeboten

Ein Thema von stahli · begonnen am 28. Nov 2021 · letzter Beitrag vom 7. Apr 2022
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bernau

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#1

AW: Gendering in Jobangeboten

  Alt 30. Nov 2021, 21:26
Die Gender Studies befassen sich nicht zuletzt mit Diskriminierung, die uns - in vielfältiger Weise - durch alle Jahrhunderte bis zum heutigen Tage begleitet hat und immer noch begleitet. Es ist essentiell wichtig, solche Probleme anzusprechen und sichtbar zu machen. Zum Beispiel auch durch Sprache. Das allein wird nicht alle Probleme lösen, aber es ist ein Anfang.
Du hast recht. Diskrimminierung muss bekämpft werden. Dennoch darf/soll man darüber diskutieren, ob eine bestimmte Massnahme Sinn macht, oder diese eine andere Sache verschlechtert. Und beim Gendern darf man ruhig geteiler Meinung sein. Probleme kann man nicht bekämpfen, in dem man andere Probleme erzeugt.

Durch das dauerhafte Benennen von beiden Geschlechtern in einem langen Text, wird dieser einfach unleserlich und unverständlich. Ausserdem wird grade durch Doppelbenennung die Geschlechterteilung hervorgehoben, was man doch grade vermeiden will. Ein Beispiel, aber es gibt viele davon. Der Nutzen rechtfertigt nicht den dadurch entstehenden Nachteil der Unverständlichkeit.

Umstände kann man nicht ändern, in dem man die Sprache ändert. Die Sprache wird sich ändern, wenn sich die Umstände ändern.


Viele Meinungen hier erfüllen perfekt das Klischee des „weißen alten Mannes“. Um so wichtiger, dass selbst eine Stellenanzeige durch ihre Formulierungen für Aufmerksamkeit sorgt - offensichtlich liegt noch ein weiter Weg vor uns.
(m/w/d) in einer Stellenanzeige sorgt nicht mehr für Aufmerksammkeit. Es ist in jeder Anzeige zu finden, weil es einfach drin sein muss. Ich glaube nicht, dass bei einer eine Anzeige sich mehr Frauen bewerben nur weil der Zusatz (m/w/d) in der Anzeige vorhanden ist.
Gerd
Kölner Delphi Usergroup: http://wiki.delphitreff.de
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TigerLilly

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Delphi 12 Athens
 
#2

AW: Gendering in Jobangeboten

  Alt 1. Dez 2021, 07:04
Das generische Maskulinum gibt es ja nicht in allen Sprachen. Also können wir gut vergleichen, ob die Sprache einen Einfluss auf die Wahrnehmung der Geschlechter hat:
https://www.marktforschung.de/aktuel...r-wahrnehmung/

Scheden hat ein geschlechterneutales pronomen schon längst eingeführt. Effekte?
https://www.tagesspiegel.de/gesellsc.../24906988.html

Irgendwer hat den Mangel an Forschung kritisiert:
https://www.genderleicht.de/wissen/

Und eine gute Zusammenfassung:
https://www.quarks.de/gesellschaft/p...und-was-nicht/
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jaenicke

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#3

AW: Gendering in Jobangeboten

  Alt 1. Dez 2021, 08:19
Irgendwer hat den Mangel an Forschung kritisiert:
https://www.genderleicht.de/wissen/
Ich habe den Mangel an Forschung zu anderen Themen kritisiert, insbesondere aufgrund der Vielfalt an Forschung zum Thema Gendern, die du ja damit auch untermauerst. Wenn man sich die Studien zu anderen Themen wie den Gehältern anschaut, dann gibt es solche, die versuchen die Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu beziffern oder in Bezug auf die Gründe zu analysieren, sowie andere, die z.B. auf die Durchsetzbarkeit von höheren Gehaltforderungen durch mehr Transparenz abzielen, was ja auch zu Ergebnissen geführt hat, zumindest in der Theorie. Damit wird aber nur ca. ein Drittel der Unterschiede beackert.

Zu möglichen Anreizen wie ich sie beispielhaft genannt habe, die teilweise unmittelbar wirken würden, gibt es aber nur sehr wenig Studien, zumindest konnte ich dazu nicht viel finden. Denn es wird in dem Zusammenhang ja z.B. immer wieder kritisiert, dass Männer zu wenig in Elternzeit gehen und dies meist die Frauen übernehmen. Dass die nötigen Voraussetzungen gar nicht geschaffen werden um hier eine Änderung zu ermöglichen, wird dabei stets unterschlagen. Denn die getroffenen Regelungen reichen dafür bei weitem nicht aus. Wie gesagt, bei uns ging es nicht, es sei denn wir hätten einen Kredit aufgenommen.

Genauso wäre es ja möglich Anreize zu schaffen, damit der Hauptverdiener in Teilzeit geht. Das Problem ist nur, dass das politisch ja eigentlich überhaupt nicht gewünscht ist. Die aktuelle politische Wunschvorstellung ist ja, dass beide Elternteile in Vollzeit arbeiten und die Kinder den ganzen Tag in Kita und Hort gehen. Das ist allerdings nicht die Wunschvorstellung von meiner Frau und mir.

Wenn es entsprechende Förderung gegeben hätte, wäre ich auch gerne in Teilzeit gegangen um mehr Zeit für meinen Sohn zu haben. Die aktuelle politische Situation ist aber, dass man sich das finanziell leisten können muss und diese Zeit für das Kind sehr teuer ist. Wer es nicht kann, der hat halt Pech gehabt. Und deshalb kann man da noch jahrzehntelang drüber reden. Solange es ein Luxus bleibt, wenn der Hauptverdiener sich mehr um seine Kinder kümmern möchte, wird sich das auch nicht grundlegend ändern...
Sebastian Jänicke
AppCentral
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