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Digitalisierung Deutschland

Ein Thema von haentschman · begonnen am 30. Apr 2021 · letzter Beitrag vom 14. Mai 2021
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Der schöne Günther

Registriert seit: 6. Mär 2013
6.196 Beiträge
 
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#1

AW: Digitalisierung Deutschland

  Alt 3. Mai 2021, 11:42
Für ein paar Cent kann jeder eine PDF als Fax verschicken. War ich ausgesprochen froh drüber wenn z.B. jemand um vier Uhr morgens auf der Intensivstation aufschlägt und man in der Lage ist, der Klinik alles wissenswerte direkt auf die passende Station zu schicken.

Klar war es noch komfortabler als ich (auf einer anderen Intensivstation) einer Ärztin einfach einen USB-Stick in die Hand drücken konnte und die steckt den ohne Umschweife bei sich in den PC, aber das wirklich so sein sollte...

Spätestens seit Corona konnte ich auch mit verschiedenen Behörden super per Mail kommunizieren. Außer dem Zoll, der antwortet grundsätzlich nicht. Die sind aber glaube ich auch hoffnungslos überlastet.
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TiGü

Registriert seit: 6. Apr 2011
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#2

AW: Digitalisierung Deutschland

  Alt 3. Mai 2021, 12:02
Schwachsinnig finde ich z.B. Kritiker, die diese digitalen Whiteboards in Schulen fordern. Das sind imho super Prestige-Projekte, die einen Haufen Geld kosten, bei der Einführungs-Veranstaltung tolle Pressefotos liefern, und dann nutzlos an der Wand hängen, weil letztlich die Bedienung doch zu komplex ist, und man mit einem analogen Whiteboard (oder gar einer Kreidetafel) schneller bessere Ergebnisse erzielt.
Dies!

Lehrer aus dem Verwandtenkreis beklagen sich auch, dass bei Sonneneinstrahlung das Ding nicht mehr ablesbar ist.
Allein das ist schon das entscheidende Disqualifikationskriterium.

Verstehe auch gar nicht was das soll?!
Ob Bezos, Zuckerberg oder Musk oder ein beliebiger Nobelpreisträger der letzten Jahre:
Alle haben Sie höchstwahrscheinlich in der Schule mit Kreide und analogem Whiteboard gelernt.
Hat auch gereicht!
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mkinzler
(Moderator)

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39.874 Beiträge
 
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#3

AW: Digitalisierung Deutschland

  Alt 3. Mai 2021, 12:08
Zitat:
Ob Bezos, Zuckerberg oder Musk oder ein beliebiger Nobelpreisträger der letzten Jahre:
Alle haben Sie höchstwahrscheinlich in der Schule mit Kreide und analogem Whiteboard gelernt.
Hat auch gereicht!
Wobei neue Technologie abzulehnen, nur weil man sie früher nicht hatte (bzw. gebraucht hat), ist auch nicht besser, wie die Annahme das der Einsatz von Technologie alles besser macht.
Markus Kinzler
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haentschman

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#4

AW: Digitalisierung Deutschland

  Alt 3. Mai 2021, 12:17
Zitat:
Lehrer aus dem Verwandtenkreis beklagen sich auch, dass bei Sonneneinstrahlung das Ding nicht mehr ablesbar ist.
...aber es schont die Kreidefelsen auf Rügen.
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Benutzerbild von himitsu
himitsu

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#5

AW: Digitalisierung Deutschland

  Alt 3. Mai 2021, 14:20
Zitat:
Lehrer aus dem Verwandtenkreis beklagen sich auch, dass bei Sonneneinstrahlung das Ding nicht mehr ablesbar ist.
...aber es schont die Kreidefelsen auf Rügen.
Du musst nur künstliche Kreide erfinden,
und damit reich werden .... ähhhhh dadurch die Umwelt retten.


Vorteile an den digitalen Tafel, gibt es ja Einige.
Hilfsfunktionen (digitale Liniale/...), fertige Dinge einblenden, anstatt stundenlang jedes Jahr immer neu was vorm Unterricht dranmalen zu müssen usw.
Mit Tablets der Schüler fernsteuern (ohne aufstehen zu müssen, weil lauffaul ... ähhhh, wegen Coronaabstand).
OK, Nachteile wie teurer, wartungsintensiver, fehleranfälliger und niemand hat Ahnung in der Schule sind ja bekannt.

Und wenn man das Ding dann auch gleich als Polylux und Fernsehr für Videos/Präsentationen nutzen kann,
dann nehmen die Nachteile enorm ab, weil dafür andere fehleranfällige/zusätzliche Dinge entfallen, wie der Fernsehwagen/Videorecorder, der manchmal fehlte oder oft nicht funktionierte und auch das Rumtransporieren in der Schule entfällt dann.


Nur weil etwas neue Nachteile hat, sollte man auch mal schauen, ob dafür vielleicht alte Nachteile verschwinden oder neue Vorteile das nicht aufwiegen.
Ein Therapeut entspricht 1024 Gigapeut.

Geändert von himitsu ( 3. Mai 2021 um 14:29 Uhr)
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TiGü

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#6

AW: Digitalisierung Deutschland

  Alt 3. Mai 2021, 14:32
fertige Dinge einblenden, anstatt stundenlang jedes Jahr immer neu was vorm Unterricht dranmalen zu müssen usw.
In der Theorie alles soweit richtig was du sagst, aber dieser Aspekt hier ist zu kurz gedacht.
Das schrittweise entwickeln von Zeichnungen und Diagrammen und auch das Stückweise ran schreiben und dann abschreiben von Wörtern, Stichpunkten und Sätzen ist wichtig zum Lernen.
Die Schüler soll(t)en ja Dinge abschreiben, damit sich das einprägt und sich nicht hinterher nur die PDF/PowerPoint vom "Vorlesungsskript" einfach angucken.
Das funktioniert vielleicht ab dem Studium einigermaßen, aber in den untern Klassenstufen ist es doch ganz hilfreich, wenn da gleich ein Lernprozess beim Schreiben stattfindet.
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Benutzerbild von himitsu
himitsu

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#7

AW: Digitalisierung Deutschland

  Alt 3. Mai 2021, 14:47
Das schrittweise entwickeln von Zeichnungen und Diagrammen und auch das Stückweise ran schreiben und dann abschreiben von Wörtern, Stichpunkten und Sätzen ist wichtig zum Lernen.
Klar, sowas "im" Unterricht langsam manuel oder zeitgesteuert/knopfgetriggert automatisch zu machen, ist vollkommen legitim.

Aber ich kann mich auch noch erinnern, dass manchmal der Lehrer gefühlt stundenlang vor dem Unterricht was vorbereiten musste
und genau da gibt es keinen Grund das nicht schnell automatisch machen zu lassen, dazumal es sich ja für den Lehrer immer wiederholt (viele Klassen, jedes Jahr wieder).
Vorallem in Bio und so. Wo alternativ auch "schönerer" Grafiken/Bilder angebracht sein könnten.

Zitat:
dies ist alt
es hat sich über jahrzehnte/-hunderte bewährt
Ein Therapeut entspricht 1024 Gigapeut.

Geändert von himitsu ( 3. Mai 2021 um 14:50 Uhr)
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Moombas

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#8

AW: Digitalisierung Deutschland

  Alt 4. Mai 2021, 09:13
fertige Dinge einblenden, anstatt stundenlang jedes Jahr immer neu was vorm Unterricht dranmalen zu müssen usw.
In der Theorie alles soweit richtig was du sagst, aber dieser Aspekt hier ist zu kurz gedacht.
Das schrittweise entwickeln von Zeichnungen und Diagrammen und auch das Stückweise ran schreiben und dann abschreiben von Wörtern, Stichpunkten und Sätzen ist wichtig zum Lernen.
Die Schüler soll(t)en ja Dinge abschreiben, damit sich das einprägt und sich nicht hinterher nur die PDF/PowerPoint vom "Vorlesungsskript" einfach angucken.
Das funktioniert vielleicht ab dem Studium einigermaßen, aber in den untern Klassenstufen ist es doch ganz hilfreich, wenn da gleich ein Lernprozess beim Schreiben stattfindet.
Das Eine schließt doch das Andere nicht aus.
Es kann doch so bleiben das die Schüler trotzdem (die vom Lehrer vorbereiteten Inhalte) Stück für Stück übernehmen (selber auf Papier oder Tablet/Laptop bringen).
Der Lehrer könnte aber z.B. Zusatzinformationen bereit stellen, die er direkt übertragen könnte.

Das nur mal als Beispiel.
Es hängt enorm davon ab wie die Lehrkraft damit umgeht und was Software seitig möglich ist!
  • Vollwertiger Bildschirm für Lehrvideos und Präsentationen (?) @himitsu dein Stichwort (VHS) Fernsehwagen bringt interessante Erinnerungen hoch^^
  • Weniger Materialverbrauch (Kreide in versch. Farben, Schwamm,...)
  • Interessantere Gestaltung des Unterrichts durch flexible Nutzung der digitalen Tafel
  • Evtl. eine Übertragung des im Unterricht stattgefundenen Lernstoffs am Ende der Stunde zum nochmal durchgehen zuhause. (hilft bei Verständnisproblemen und ggf. Nachhilfe)
  • ...

Diese Liste ließe sich noch beliebig erweitern.

Ein generelles versperren gegen neue Techniken ist genauso blöd wie altes generell schlecht zu machen oder verwerfen zu wollen.
Beides zusammen wird es werden müssen. Ob die Schüler nun z.B. digital Zeichnen auf einem Pad oder Papier ist handwerklich fast gleich (wenn das Pad kein Display hat ist es sogar schwerer).
Genauso mit der Tafel: Die Schüler und Lehrer können doch trotzdem an der digitalen Tafel schreiben, messen, zeichnen etc..


Zitat von himitsu:
Im Grunde bleibt dann doch nur die Lösung einer ausreichend großen Support-Abteilung in den Behörden der Schulen, die sich auch um Schulungen, Sicherheit und Vorgaben/Vorschläge für Wartung/Neuanschaffungen/Upgrades kümmern, und eben von Bund/Ländern bezahlt werden.
Muss es doch jetzt auch schon geben wegen der Windows PC's, Netzwerk etc., es kommt "nur" ein Teil hinzu. Und nicht jede Schule benötigt evtl. Support , sondern eher der Kreis ein paar Leute als "Außendienstler" oder man kauft sich wie so oft diesen Support ein.
Der Weg ist das Ziel aber man sollte auf dem Weg niemals das Ziel aus den Augen verlieren.

Geändert von Moombas ( 4. Mai 2021 um 09:22 Uhr)
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TiGü

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#9

AW: Digitalisierung Deutschland

  Alt 3. Mai 2021, 14:11
Zitat:
Ob Bezos, Zuckerberg oder Musk oder ein beliebiger Nobelpreisträger der letzten Jahre:
Alle haben Sie höchstwahrscheinlich in der Schule mit Kreide und analogem Whiteboard gelernt.
Hat auch gereicht!
Wobei neue Technologie abzulehnen, nur weil man sie früher nicht hatte (bzw. gebraucht hat), ist auch nicht besser, wie die Annahme das der Einsatz von Technologie alles besser macht.
Bin ich ganz bei dir, aber wenn es keinen signifikanten Vorteil, sondern für das Bedienpersonal zusätzliche Nachteile bringt?
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Frickler

Registriert seit: 6. Mär 2007
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622 Beiträge
 
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#10

AW: Digitalisierung Deutschland

  Alt 3. Mai 2021, 14:40
Wobei neue Technologie abzulehnen, nur weil man sie früher nicht hatte (bzw. gebraucht hat), ist auch nicht besser, wie die Annahme das der Einsatz von Technologie alles besser macht.
Es gibt zwei Arten von Narren.
Die einen sagen: dies ist alt, und deshalb ist es gut.
Die anderen sagen: dies ist neu, und deshalb ist es besser.
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