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InnoSetup und Trojaner-Heuristiken

Ein Thema von Gausi · begonnen am 7. Mai 2020 · letzter Beitrag vom 8. Mai 2020
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Benutzerbild von himitsu
himitsu

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44.340 Beiträge
 
Delphi 12 Athens
 
#1

AW: InnoSetup und Trojaner-Heuristiken

  Alt 7. Mai 2020, 12:40
Wenn sich die Länge eines Strings in der EXE verändert, dann verschieben dich auch andere nachfolgende Dinge und Referenzen darauf müssen dann ebenfalls angepasst werden usw.


Am "Einfachsten" ist es ja immernoch dem betreffenen Antivierenhersteller seinen False-Positive zu melden und die Viren-Signatur bzw. die Heuristik dementsprechend verbessern zu lassen, anstatt selbst so lange zumzufummeln, bis "aktuell" bei einem selbst das Problem "weg" ist.


Auf Entwicklungsrechnern macht es sich auch nicht schlecht, wenn man die Virensoftware nicht alles gleich löschen lässt, sondern nur "sperren und melden" aktiviert, um weniger Arbeit zu haben, mit andauernd verschwindenen Dateien, ohne dass man vom Virenprogramm das "direkt" gesagt bekommt. (sondern es erst später zufällig im Log entdeckt)
Ein Therapeut entspricht 1024 Gigapeut.
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Gausi

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902 Beiträge
 
Delphi 11 Alexandria
 
#2

AW: InnoSetup und Trojaner-Heuristiken

  Alt 7. Mai 2020, 13:03
Wenn sich die Länge eines Strings in der EXE verändert, dann verschieben dich auch andere nachfolgende Dinge und Referenzen darauf müssen dann ebenfalls angepasst werden usw.
Das ist bei den Inno-Setups und den definierbaren Strings für AppPublisher etc. anscheinend anders. Die Strings haben da eine fixe Länge und werden ggf. mit Leerzeichen aufgefüllt. Das war ja auch der Grund, weswegen ich mir die beiden Dateien näher angeschaut habe. Die mit dem längeren String ist nämlich 7 Bytes kleiner, wo man naiv 6 Bytes mehr erwarten würde.

Am "Einfachsten" ist es ja immernoch dem betreffenen Antivierenhersteller seinen False-Positive zu melden und die Viren-Signatur bzw. die Heuristik dementsprechend verbessern zu lassen, anstatt selbst so lange zumzufummeln, bis "aktuell" bei einem selbst das Problem "weg" ist.
Das habe ich ja probiert - geht nicht. Ich weiß auch, dass das keine sinnvolle Fehlerbeschreibung ist. Aber mehr liefert das Upload-Formular mir halt auch nicht. Deswegen habe ich ja überhaupt nur den anderen Weg probiert.

Aber gut, ich werde das dann wohl abhaken mit "kann man nix machen". Hätte ja sein können, dass sich jemand schon mal im Detail mit InnoSetup in diesem Sinne auseinandergesetzt hat, oder den Aufbau von solchen Installer-Binaries näher kennt - also z.B. was da im letzten Teil der exe zu finden ist.
Being smart will count for nothing if you don't make the world better. You have to use your smarts to count for something, to serve life, not death.
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Delphi.Narium

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#3

AW: InnoSetup und Trojaner-Heuristiken

  Alt 7. Mai 2020, 13:32
In der Setupdatei findest Du eine mehr oder weniger große Anzahl von
Code:
PADDINGXXPADDING
Dahinter folgt die Zeichenfolge zlb + hex 1A. Ab dort ist der gepackte Inhalt Deines Programmes und aller seiner Bestandteile zu finden.

Änderungen an Deinem Programm oder zugehöriger Dateien führen zwangsläufig zu einer Änderung dieses Bereiches.

Quelltexte: https://github.com/jrsoftware/issrc
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Assarbad

Registriert seit: 8. Okt 2010
Ort: Frankfurt am Main
1.234 Beiträge
 
#4

AW: InnoSetup und Trojaner-Heuristiken

  Alt 7. Mai 2020, 23:03
Wenn sich die Länge eines Strings in der EXE verändert, dann verschieben dich auch andere nachfolgende Dinge und Referenzen darauf müssen dann ebenfalls angepasst werden usw.
Wobei bei Setupprogrammen meist ein Stub mit angehängten Daten (Overlay) zum Einsatz kommt. Will heißen die Unterschiede dürften sich meist aus der Kompression und Metadaten ergeben, sofern der Rest gleich ist.

Am "Einfachsten" ist es ja immernoch dem betreffenen Antivierenhersteller seinen False-Positive zu melden und die Viren-Signatur bzw. die Heuristik dementsprechend verbessern zu lassen, anstatt selbst so lange zumzufummeln, bis "aktuell" bei einem selbst das Problem "weg" ist.
Ich hoffe die Lektüre meiner obigen Ausführungen hat dabei geholfen den rosa Feenstaub von deiner Brille zu putzen

Also erstens ist es meistens nicht gerade wenig Aufwand es einem Hersteller zu melden, sofern man das entsprechende Formular findet (und dieses auch funktioniert und man dutzendfach CAPTCHAs gelöst hat oder daran gescheitert ist). Aber während dieser Zeit tickt bereits die Uhr. Erstens wird der AV-Hersteller dem du den Fehlalarm meldest nicht einfach die Erkennung rausnehmen, sondern das wird einem anderen Prozeß zugeführt und nur in Ausnahmefällen guckt da mal ein Mensch drauf. Und bis dahin kann auch schonmal ne Woche oder zwei vergehen. Ach ja, macht dein AV-Hersteller auf der Formularseite ein Versprechen, man würde sich bei erfolgter Nachanalyse zurückmelden? Nicht? Tscha ... shit happens.

Und in dem jeweiligen Prozeß wird wahrscheinlich dein Programm nicht nur den Analysewerkzeugen rund um VT zugeführt, aber auch. Und wenn derweil andere AV-Hersteller schon bei deinem Hersteller die Erkennung - pardon, den Fehlalarm - "abgeguckt" haben, haste schwuppdiwupp nen Teufelskreis. Hersteller A guckt bei B ab und C wiederum bei A und B. Und jetzt kommst du "Würstchen" und willst denen erzählen deine Software sei harmlos?! Und jetzt kommst du "Würstchen" und willst denen erzählen deine Software sei harmlos?! Das spielst du jetzt mit fünf, sechs dutzend AV-Herstellern durch ...

Ich hab das selber mit WinDirStat durch. Und zwar in zwei Richtungen. Einmal wollte ich eine trojanisierte Variante in Erkennung aufnehmen lassen. Das ging recht flott, auch da ich durch unser Virenlabor halt Zugang zu anderen Kanälen hatte als der Endanwender oder betroffene Softwareentwickler. Ein anderes Mal wurde leider fälschlich ein harmloses Kompilat erkannt.

Ach ja, es gibt natürlich Premiumdienste wie diesen hier oder diesen hier, mit denen du mittelbar jene bezahlst, die für die Fehlalarme verantwortlich sind, aber nicht zur Verantwortung gezogen werden.
Oliver
"... aber vertrauen Sie uns, die Physik stimmt." (Prof. Harald Lesch)

Geändert von Assarbad ( 7. Mai 2020 um 23:11 Uhr)
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