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Wie geht es weiter mit Corona

Ein Thema von dummzeuch · begonnen am 2. Apr 2020 · letzter Beitrag vom 4. Nov 2021
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Rollo62

Registriert seit: 15. Mär 2007
4.167 Beiträge
 
Delphi 12 Athens
 
#1

AW: Wie geht es weiter mit Corona

  Alt 12. Mai 2020, 06:23
Die Angst ist schon immer ein probates Mittel gewesen schnell die Masse der Bevölkerung ein eine Richtung zu lenken.
Sehr richtig, und das gilt immer in beide Richtugen, wie Du schreibst.
Alle die welche uns panische Angst einimpfen wollen (egal welche) haben meiner Meinung nach ein starkes Eigeninteresse.
Die Propaganda wurde schon in den 1920er hauptsächlich von Edward L. Bernays "erfunden", und seitdem munter in allen Bereichen genutzt.
Es lohnt sich da mal etwas tiefer zu recherchieren wer, wo und was damit bis heute alles gemacht wird.
Das ist keinesfalls ein alter Hut, sondern hochaktuell.

Anscheinend ist das Schwert Terror-Angst nicht mehr scharf genug, jetzt muss Corona/Impfen ran
 
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Moombas

Registriert seit: 22. Mär 2017
Ort: bei Flensburg
525 Beiträge
 
FreePascal / Lazarus
 
#2

AW: Wie geht es weiter mit Corona

  Alt 12. Mai 2020, 07:01
@Alallart: Ich möchte dienen Post nicht mal zitieren, denn alleine der Vergleich mit den "Vergewaltigten" (das passiert nicht nur Frauen!) hinkt so dermaßen und ist so unverhältnismäßig...
1. Vergewaltigungen passieren auch zu Hause/ in Gebäuden -> Ausgangsbeschränkung wirkungslos - sogar im Gegenteil (schau dir die gestiegenen Anruferzahlen bei den Hilfshotlines an!!)
2. Vergewaltigt werden auch Männer und Kinder -> was ist mit denen, soll dann keiner mehr raus dürfen?
3. Wäre "nichts tun" in deinem Vergleich, eher den Vergewaltigten nicht zu helfen, die Täter ungestraft lassen, wenn du siehst das so etwas passiert nicht zu helfen, wenn du davon weißt das dies jemanden passiert ist, diesem nicht bei zu stehen,... DAS wäre NICHTS tun...

Hast du auch nur 5 Sekunden ERNSTHAFT mal über deine Aussage nachgedacht!? Ich behaupte mal: Nein, denn sonst hättest du es (hoffentlich) nicht geschrieben.


BTT: Wenn wir uns DE im weltweiten Vergleich anschauen, sind wir (so meine Meinung) noch gut dran, es hätte weitaus schlimmer kommen können (Italien, New York und noch einige andere haben das leider gezeigt).
Wenn die Leute so weiter machen wie sie es seit letztem Wochenende machen, sind wir schnell wieder im nächsten Lockdown. Was diese natürlich dann als Beweis nehmen, das sie recht hatten, anstatt sich selber mal als Mitschuldigen zu betrachten. Sogar die Aluhutträger trauen sich gerade wieder aus dem Haus,...
Der Weg ist das Ziel aber man sollte auf dem Weg niemals das Ziel aus den Augen verlieren.

Geändert von Moombas (12. Mai 2020 um 07:11 Uhr)
 
Hobbycoder

Registriert seit: 22. Feb 2017
1.002 Beiträge
 
#3

AW: Wie geht es weiter mit Corona

  Alt 12. Mai 2020, 08:55
Wenn wir uns DE im weltweiten Vergleich anschauen, sind wir (so meine Meinung) noch gut dran, es hätte weitaus schlimmer kommen können (Italien, New York und noch einige andere haben das leider gezeigt).
Aber genau bei diesen beispielsweise genannten Orte muss man sich die demografischen Hintergründe genau anschauen.
Italien gilt, genauso wie Spanien, zu den attraktivsten Urlaubsgebieten. Und, was vielleicht noch entscheidender ist, in Italien wie auch in Spanien gibt es sehr viele kleine Ort, in den der Altersdurchschnitt extrem hoch ist. Die Arbeitsangebote in den kleinen Orten ist sehr eingeschränkt, so dass viele junge Leute in die großen Metropolen wegwandern. Selbstverständlich hat dort ein Virus bessere Verbreitungsmöglichkeiten. Hinzu kommt, dass z.B. große Familientreffen zu allen möglichen Ereignissen dort Tradition hat. Mehr als in Deutschland.
Wenn dann in den Provinzen solche Krankheitserreger ausbrechen, sind die wenigen zentralen Kliniken extrem schnell überlastet. Die Flächenabdeckung von Kliniken ist dort um einiges schlechte als bei uns.

In New York ist die Masse an Menschen ein großes Problem. Auch, dank Trump, haben sehr viele Menschen gar keinen Zugang zum Gesundheitssystem. Die Menge an Nichtversicherten ist dort sehr hoch. Dazu kommen unvorstellbare Lebenshaltungskosten, und so können es sich viele Menschen gar nicht leisten eine Arzt oder eine Klinik aufzusuchen. Geschweige denn überhaupt als Prävention, 2 Wochen zu Hause zu bleiben (sofern sie denn eins haben). Gezeigt werden immer nur die Bilder vor den Kliniken. Die vielen Obdachlosen, die Menschen die nur für die Grundversorgung ihrer Familie 2,3 oder mehr Jobs haben, können es sich gar nicht leisten, dass man ihre Erkrankung erkennt und sie in Zwangsquarantäne steckt, und sie somit ihren Job verlieren. Da ist die Unterstützung vom Staat einfach nicht gegen. Und wenn man vor der Wahl steht, Corona entweder hoffentlich gut zu überleben und an Hunger zu sterben, oder seine Kinder nicht mehr versorgen zu können, kann man diese Entscheidung sogar verstehen. Damit ist natürlich klar, warum gerade in den Großstädten der USA die Verbreitung wesentlich schneller geht.

Die starke Verbreitungsmöglichkeiten in manchen Region dieser Welt liegt schlicht und ergreifend in einer mangelhaften Sozialplanung, einflussreicher Marktwirtschaft. Auch in Deutschland haben wir eine ähnliche Entwicklung, wenn gleich diese auch nicht so ausgeprägt ist, wie in anderen Ländern.
Die Privatisierung städtischer Krankenhäuser führte in der Vergangenheit zu Betten- und Personalabbau um die Wirtschaftlichkeit sicherzustellen. Aber Krankenhäuser müssen bedingt unwirtschaftlich sein dürfen, damit die Versorgung der Bevölkerung zu Krisenzeiten sichergestellt werden kann. So etwas ist in privater Führung aber nur begrenzt möglich.

Nicht der Virus ist Schuld an der großen Verbreitung in den Gebieten wo es hohe Totesraten gibt, sondern die schlechte Vorbereitung und Umgang mit der Bevölkerung (USA) ist es. Schlimm, aber so ist es leider.
Gruß Hobbycoder
Alle sagten: "Das geht nicht.". Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat's einfach gemacht.
 
Alallart

Registriert seit: 8. Dez 2015
156 Beiträge
 
#4

AW: Wie geht es weiter mit Corona

  Alt 12. Mai 2020, 09:32
@Hobbycoder

Eine sehr gute Analyse. Als der Hamburger Mediziner Klaus Püschel in den Tagesthemen interviewt wurde, und, die Gefährdungslage für Deutschland etwas relativierte, verwies der Moderator auf die Lage in New York und Italien. Worauf der antwortete (frei aus dem Gedächtnis): "warum wird immer geguckt wie die Lage in New York und Italien ist?" Gemeint hat er, dass nur weil die Lage an den beiden Orten katastrophal ist, das nichts über Deutschland aussagt.

Wobei die Lage in den USA nicht so katastrophal ist wie wir es aus den Medien ständig erfahren (ich kenne eine Amerikanerin). Die Medien konzentrieren sich auf New York und Umgebung, wo es schlimm ist. In den meisten Gegenden der USA ist die Lage entspannter als in Deutschland. NY ist ein Ballungsraum, die Ansteckungsgefahr ist höher, viele nutzen öffentliche Verkehrsmittel (mehr als in Deutschland), Taxis, Restaurants usw. Man kann somit nicht alle Orte miteinander vergleichen. Und ja, wie du gesagt hat, wenn man nicht versichert ist, geht man nicht rechtzeitig zum Arzt (inzwischen werden Corona-Untersuchungen beim Arzt vom Staat übernommen). Bei all dem sollte man auch bedenken, nicht nur Trump regiert das Land, auch die Gouverneure. Über die hört man auch wenig. Wenn der Gouverneur von New York den Leuten in der Corona-Zeit empfiehlt Restaurants zu besuchen und auszugehen, dann ist nicht nur Trump für die Lage verantwortlich.
 
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Sherlock

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#5

AW: Wie geht es weiter mit Corona

  Alt 12. Mai 2020, 07:43
Die Propaganda wurde schon in den 1920er hauptsächlich von Edward L. Bernays "erfunden", und seitdem munter in allen Bereichen genutzt.
Das haben vorher schon ganz andere viel erfolgreicher und manchmal auch überraschend subtil eingesetzt. Vom antiken Ägypten über dem antiken Rom zu den diversen Religionsgruppen, dem katholischen Rom der Gegenreformation (als Namenspate) bis hin zu Revolutionären und Gegenrevolutionären jeglichen Jahrhunderts. Kurz: Bernays hat nur schriftlich zusammengefaßt, was alle schon längst wußten, heutzutage würde man das kaum als Erfindung, allenfalls als weitere wissenschaftliche Studie zu einem altbekannten Thema abtun, aber damals™ gab es noch nicht so viele davon.

Sorry for OT.

Sherlock
Oliver
Geändert von Sherlock (Morgen um 16:78 Uhr) Grund: Weil ich es kann
 
Rollo62

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Delphi 12 Athens
 
#6

AW: Wie geht es weiter mit Corona

  Alt 12. Mai 2020, 08:40
@Sherlock

Gut aufgepasst, deswegen die Anführungszeichen bei "erfunden"

Die Amerikaner haben Benays Buch in der Nachkriegszeit jedenfalls vom reinen Kriegsmittel in alle unsere Lebensbereiche übersetzt.
Leider wird das Thema wegen dem vorbelasteten Begriff oft missverstanden, es geht um alle Bereiche.
Das sollte man eigentlich schon in der Schule lernen wie man sich davor schützen kann.
 
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Assarbad

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1.234 Beiträge
 
#7

AW: Wie geht es weiter mit Corona

  Alt 12. Mai 2020, 15:46
Die Propaganda wurde schon in den 1920er hauptsächlich von Edward L. Bernays "erfunden", und seitdem munter in allen Bereichen genutzt.
Oh je. Gelesen (oder meinetwegen als Hörbuch gehört) hast du das Buch dann aber auch. Oder nur davon gehört?

Der Begriff stammt aus dem 17. Jahrhundert (aufgewärmt im 19. Jahrhundert, worauf sich Bernays direkt bezieht) von der katholischen Kirche und Bernays wirbt dafür die - während des Ersten Weltkriegs - "gewonnene" Konnotation von Propaganda als etwas schändlichem abzulegen und den Begriff Propaganda - nicht mit den Konnotationen die dieser Begriff heute, fast 100 Jahre später mitschleppt - allein für das Werkzeug (bzw. die Herangehensweise) zu nutzen und seine Nützlichkeit für völlig harmlose Zwecke doch zu erkennen.

Wiktionary (oben verlinkt, Hervorhebung von mir) bemerkt dazu: Modern political sense dates from World War I, not originally pejorative.

Bernays fordert mithin eine Rückkehr zu einem neutralen Begriff Propaganda, anstatt des seit dem Ersten Weltkrieg mit Konnotationen belasteten Begriffs.

Allerdings weiß ich auch in welchen Kreisen dieses Buch besonders goutiert wird; aus mir unerfindlichen Gründen. Denn skandalös ist der Inhalt absolut nicht. Übrigens ist es ein Buch welches durchaus auch heute noch lesenswert ist - zumindest da stimme ich mit dir überein. Die Erstausgabe stammt von 1928. Soviel nur als Einordnung für alle die mitlesen. Also die durchaus nicht krisenfreie Zeit zwischen den Weltkriegen.

Die Amerikaner haben Benays Buch in der Nachkriegszeit jedenfalls vom reinen Kriegsmittel in alle unsere Lebensbereiche übersetzt.
Ich frage mich gerade ob wir verschiedene Bücher gelesen haben?! Ich hab mein Exemplar antiquarisch erworben. Vielleicht hab ich da ne Ausgabe aus einer Zeit erwischt in der das Buch noch kein Kriegsmittel war?! Oder hast du ne schlechte Übersetzung erwischt? Meine Ausgabe ist im englischen Original.

Das was Bernays beschreibt, beinhaltet in der Tat auch den Mißbrauch des Werkzeugs (bzw. der Technik, bzw. der Herangehensweise) Propaganda im Ersten Weltkrieg. Aber das ist nicht das was er im Buch propagiert (<- heutiger Wortsinn). Zumindest kam das bei mir nicht so an. Und die Fallstudien und Wichtigkeit für den Erhalt der Demokratie kamen jetzt bei mir nicht als "Kriegsmittel" an.

Der Mann hat grob gesagt die - bereits erfolgreich eingesetzten - Methoden analysiert und kategorisiert. Heute sagt man zu dem was er 1928 als Propaganda verstanden haben wollte: PR (aus dem Englischen für Public Relations, eingedeutscht gern als Öffentlichkeitsarbeit).

Vielleicht solltest du das Buch (nochmal?) lesen und statt Propaganda - mit den heutigen Konnotationen im Kopf - denkst du dir jedesmal "opaganda" weg und das "r" in Großschreibung. Dann erschließt sich der Sinn, falls man irgendwie verpaßt hat, daß Bernays für eine Rückkehr zum neutralen Begriff wirbt und nicht den Begriff den die meisten Forenten hier mit all seinen Konnotationen von Kindheit an kennen.

NB: die Anführungszeichen bei "erfunden" sind mir übrigens nicht entgangen. Aber wenn du eine bestimmte Interpretation wünschst, solltest du sie nahelegen

Kurz: Bernays hat nur schriftlich zusammengefaßt, was alle schon längst wußten, heutzutage würde man das kaum als Erfindung, allenfalls als weitere wissenschaftliche Studie zu einem altbekannten Thema abtun [...]
Genauso habe ich das Buch auch verstanden. Viele wußten vielleicht von Propaganda, aber die Wirkprinzipien waren ihnen dennoch wahrscheinlich nicht bewußt.
Oliver
"... aber vertrauen Sie uns, die Physik stimmt." (Prof. Harald Lesch)
 
Rollo62

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#8

AW: Wie geht es weiter mit Corona

  Alt 12. Mai 2020, 17:59
Mir geht es weniger um das Buch an sich, als darum das wir Alle davon massiv beeinflusst werden, jeden Tag.
Sei es nur als "Public Relations" oder "Werbung", oder eben als "psychologische Kriegsführung",
die nicht nur Nordkorea, sondern auch Greenpeace, Campact und unsere Parteien beherrschen.

Ich meine Herr Bernays wird/wurde von manchen als der mächstigste Mann Amerikas bezeichnet,
nicht ganz zu Unrecht.

Was davon jeden Tag in TV, Web, Zeitung, Plakaten usw. auf mich einprasselt hängt mir gehörig zum Hals raus, und ständig Lüge von Wahrheit zu unterscheiden ist ein Knochenjob.
Meistens hilft ein "Follow the money" zur schnelleren Aufklärung von Sachverhalten.
 
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