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Verfügbarkeit von Delphi-Entwicklern

Ein Thema von DSCHUCH · begonnen am 1. Okt 2018 · letzter Beitrag vom 9. Okt 2018
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mensch72

Registriert seit: 6. Feb 2008
838 Beiträge
 
#1

AW: Verfügbarkeit von Delphi-Entwicklern

  Alt 1. Okt 2018, 20:58
..."
- Einarbeitung in komplexen Code
- Coding-Design (Arbeiten nach Code-Styleguides)
"...

genau das sind aus meiner Sicht die zwei Punkte, wo es mit/bei erfahrenen Entwicklern oft die größten Mißverständnisse gibt.
(Ich habe schon als GF Projekte an externe vergeben und da selbst "nur" als verantwortliche Weisungs- und Kontrollschnittstelle agiert.
Umgedreht arbeite ich auch an Projekten, wo ich selbst "nur" unter einem anderem Projektmanger intern oder extern arbeite)

Reine DelphiEntwickler werden selten gesucht und wohl auch selten gebraucht. Ich ordne Pascal/Delphi schlicht in die Kategorie der NativCompilerSprachen ein.
Also im Prinzip 1:1 vergleichbar C/C++/C#, aber eben aus meiner Sicht was anderes wie Scriptengines&Interpreter ala JS,Java,Phyton,PHP. (bitte jetzt keine diskusion ob C#/Java mit (Pre)Compiler auf "Bytecode" sind ein Grenzfall, aber ich bleibe bei meiner Zuordnung)

Eventuell liegt es an meinem Alter, meiner Vorliebe für native Programme bis hin zu Embedded oder (Web)Backends... daher fallen für mich geschätzt 75% aller Stellen oder Projektausschreibungen schlicht weg.
Als ich noch selber als GF Projekte im Prinzip rein "fachlich" ausgeschrieben habe, kamen kaum 10% aus meiner Sicht sinnvolle Bewerbungen/Angebote... mal schnell ne App ic Swift/Java oder nen (Web)Backend auf Basis irgendeines Standard Linux Frameworks bishin zu Realisierungen via PHP-CMS Plugin... dafür gibt es fast Leute wie Sand am Meer.


Mein Standpunkt:
Es herrscht aktuell schlicht ein großer Mangel an echten "native Entwicklern"... aber es herrscht da regional auch ein total unterschiedlicher Bedarf. In "McPom" läuft da wenig, in "Thür" bleibt einiges unbesetzt weil zu schlecht bezahlt, denn Hessen/Bayern sind oft gleich nebendran.
Extrem "regional" wird es bei HW naher Embedded Entwicklung... da konzentrieren sich die guten Angebote&Projekte auf ganz wenige Zentren hier in D, wo man zwar gut verdient aber auch teuer wohnt)

Pures "Geld"(ala 75TEur + Auto und HomeOffice in vorherigen Beitrag) halte ich als Angetellter für nebensächlich. Mit 60..72T€/pa also 5..6T€/Monat sollte rein finanziell wohl jeder hier in D "überleben". Perspektive im Sinn von Planungssicherheit sowie ne akzeptable Work/Live-Balance gewinnen mit den Jahren an "Berufserfahrung" ungemein an Wert.
Wer "mehr" will, der nehme als Freelancer das volle Risiko und genieße sein "freies Dasein"(mich stört da mitterweile mehr das permanente eigene Risiko, als die Tatsache das ev. mein Chef oder Auftraggeber sich mal ne Jacht gönnen)


Wenn ich also hier im Grenzgebiet von Thür zu Hessen/Bayern bin, dann locken mich wenn die Aufgabe passt hier lokal schon "sichere" 4..5T€/Monat zu vernüntigen Arbeitsbedingeungen, bzw. mit 1..2h Fahrt 5..6T€/Monat in Hessen oder Bayern bei dort eigentlich immer besseren&flexibleren Arbeitszeiten.
(wenn jemand in Südthüringen als "Delphi-Programmierer mit Berufserfahrung" einen Job sucht und mit 3000..3500€/Monat leben kann, der kann ne PN schreiben und bekommt von mir ne Adresse samt Ansprechpartner... existiert seit 25Jahren und is regional bezogen so OK)

Geändert von mensch72 ( 1. Okt 2018 um 21:02 Uhr)
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Benutzerbild von TRomano
TRomano

Registriert seit: 24. Nov 2004
Ort: Düsseldorf
194 Beiträge
 
Delphi 11 Alexandria
 
#2

AW: Verfügbarkeit von Delphi-Entwicklern

  Alt 2. Okt 2018, 09:10
Natürlich geht es auch um eine gute, angemessene Bezahlung ! Es geht nicht darum, ob man mit dem Geld in Deutschland nur überleben kann.
Ich bin seit vielen Jahren Freelancer und auch da gab es immer eine schiefe Diskussion arüber, was angemessen ist. Ich kann ja nicht einfach dem Freelancer
genau so viel bezahlen, wie einem Angestellten, denn hier ist die Firma ja nicht in der Pflicht Sozialleistungen zu erbringen, Beiträge in die Sozialkassen zu zahlen,
die Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle zu übernehmen oder den Freelancer weiter zu bilden.
Wenn dann noch Projektvermittler dazwischen hängen, die locker 20€/h für sich als Marge kalkulieren wird es langsam echt frech. Da hilft nur Eines: weg davon.

Es gibt auch riesige regionale Unterschiede in der Bezahlung von Festangestellten. Wenn ich nur mal NRW (teilweise lächerliche 40.000€/Jahr für ausgebildete Delphi-Entwickler, max. 5.000€/Jahr für 10-20 Jahre Berufserfahrung) und Bayern/Baden-Würtemberg vergleiche, dann sind da mehr als 30.000€/Jahr in diesem Beispiel als Differenz. Einige Firmen leben immer
noch in einer Zeit von vor 20 Jahren, wo man Entwickler wie Sand am Meer fand.
Zur Zeit bin ich für insgesamt vier Jahre (erst einmal) fest angestellt und red nicht mehr über diese, wirklich lächerlichen, Summen. Und obwohl bei uns extrem gut bezahlt wird
mussten wir uns jetzt einen "Ersatz" aus einem ganz anderen Bundesland besorgen. Manchmal denke ich auch, dass Einige zu bequem geworden sind, teilweise nur HomeOffice machen wollen (alles schon erlebt ...) und jeden Tag pünktlich Feierabend machen wollen. So läuft das aber in den wenigsten Projekten/Anstellungen.

Wenn ich mir die Bezahlung und die Sozialleistungen für gute Entwickler in anderen führenden Industrie-Nationen ansehe, dann wird es noch düsterer für den Standort Deutschland.
Schaue ich so die letzten 20 Jahre kenne ich schon so manchen Entwickler, der zum Beispiel in die Staaten gegangen ist und sich jetzt mit jetzt Mitte fünfzig keine großen Gedanken mehr um eine sorgenfreie Rente machen muss und trotzdem Spaß an seinem Arbeitsleben hatte.
Thomas Forget
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dummzeuch

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Delphi 10.2 Tokyo Professional
 
#3

AW: Verfügbarkeit von Delphi-Entwicklern

  Alt 2. Okt 2018, 17:31
Wenn es so viele Firmen gibt, die Delphi-Entwickler suchen, warum findet man dann kaum Stellenangebote, bei denen Delphi überhaupt nur erwähnt wird?

Irgendwas passt da nicht zusammen!

Wenn es erwähnt wird, dann liest man meist zwischen den Zeilen, dass man eigentlich dabei ist, auf C# oder ähnliches umzustellen und Delphi-Code nur noch zu Tode gepflegt werden soll, bis die Umstellung fertig ist.
Thomas Mueller
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mensch72

Registriert seit: 6. Feb 2008
838 Beiträge
 
#4

AW: Verfügbarkeit von Delphi-Entwicklern

  Alt 2. Okt 2018, 18:25
..."Wenn es so viele Firmen gibt, die Delphi-Entwickler suchen, warum findet man dann kaum Stellenangebote, bei denen Delphi überhaupt nur erwähnt wird?"...

mein rein persönlicher Eindruck:
1. dann bekommen Firmen oft zuviele Bewerbungen von meist älteren Semestern die "nur" Delphi können(und teils auch nur wollen)... gemäß dem Grundsatz: "mit etwas Willen kann ein Entwickler zeitnah auch eine andere Sprache nutzen" schreiben viele das sehr allgemein und schauen wer/was sich bewirbt und wie die Leute reagieren, wenn man ihnen sagt da gibt es auch noch ein paar 100T Zeile Delphi-Code weiter zu bearbeiten.

2. viele Firmen "schämen" sich mittlerweile scheinbar via offenen Anzeigen für alle sichtbar zuzugeben, das sie immernoch so OldScool Zeug einsetzen
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hoika

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Delphi 10.4 Sydney
 
#5

AW: Verfügbarkeit von Delphi-Entwicklern

  Alt 2. Okt 2018, 18:49
Hallo,
Zitat:
Homeoffice
da bin ich echt ein Feind von
Zitat:
pünktlich Feierabend
ich tipper das gerade von der Arbeit aus ...

Viele Delphi-Entwickler der alten Schule sind halt umgestiegen auf java oder c#,
weil das in der Firma so gewünscht war.


Unsere Stellenausschreibung enthielt explizit Delphi als optimale Voraussetzung,
aber c#, java oder eine andere OOP-Sprache war auch OK.

Aber bei den Bewerbungen hatte ich schon ein paar wunderliche Bewerber,
die mit 50 noch mal Ausbildung bei uns machen wollten.
Heiko

Geändert von hoika ( 2. Okt 2018 um 18:51 Uhr)
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DelphiMeinFreund

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1 Beiträge
 
#6

AW: Verfügbarkeit von Delphi-Entwicklern

  Alt 2. Okt 2018, 19:42
Also wenn eine Firma, die zufälligerweise im Saarland ansässig ist, noch einen Delphischreiber sucht, hier bin ich
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hoika

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Delphi 10.4 Sydney
 
#7

AW: Verfügbarkeit von Delphi-Entwicklern

  Alt 2. Okt 2018, 19:55
Hallo,
als Entwickler musst Du aber flexibel sein, auch beim Arbeitsort ... (Ironie)
Heiko
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dummzeuch

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Delphi 10.2 Tokyo Professional
 
#8

AW: Verfügbarkeit von Delphi-Entwicklern

  Alt 3. Okt 2018, 14:08
Aber bei den Bewerbungen hatte ich schon ein paar wunderliche Bewerber, die mit 50 noch mal Ausbildung bei uns machen wollten.
Zumindest sollte man dabei im Hinterkopf behalten, dass ältere Bewerber wahrscheinlich nicht nach zwei Jahren wieder wechseln werden, was bei jüngeren nicht unwahrscheinlich ist. Insofern könnte sich eine "Ausbildung" lohnen. Kommt natürlich immer darauf an, was Du mit "wunderlich" meinst.
Thomas Mueller
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p80286

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FreePascal / Lazarus
 
#9

AW: Verfügbarkeit von Delphi-Entwicklern

  Alt 6. Okt 2018, 09:51
Aus meiner beruflichen Erfahrung kann ich sagen, Niemand braucht "Delphi-Entwickler".
Meist beackert eine Firma einen Themenkreis und da ist es notwendig, daß der Bewerber
programmieren (in Strukturen denken und das in einer Sprache auch formulieren) kann
und das er die innere Logik der Abläufe kennt.

Eins meiner ersten größeren Projekte war die die Batchausgabe von Mainframeprints auf einem lokalen Drucker.
Daß ich das in Turbo-Pascal realisiert habe war reiner Zufall - die Beispiele für den Zugriff auf das API der Emulationskarte waren einfach die leserlichsten und BASIC steckte damals noch in den Kinderschuhen.

Gruß
K-H
Programme gehorchen nicht Deinen Absichten sondern Deinen Anweisungen
R.E.D retired error detector
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Redeemer

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Ort: Kirchlinteln (LK Verden)
1.115 Beiträge
 
Delphi 2009 Professional
 
#10

AW: Verfügbarkeit von Delphi-Entwicklern

  Alt 2. Okt 2018, 22:12
Dieser Thread verwirrt mich. Ich bin jetzt Ende 20, arbeite seit knapp 15 Jahren hobbymäßig mit Delphi, habe Mathe und Informatik auf Lehramt studiert (abgeschlossen), aber bin jetzt seit viereinhalb Monaten bei einem Unternehmen in meinem Heimatdorf im Bremer Speckgürtel, das mich via PM auf DP angeschrieben hat (Sachen gibt's...). Also auf dem Papier ein Berufseinsteiger. Und als solcher habe ich auch keine Ahnung, was ich Wert bin. Generell, auch nach dem ersten Delphi-Stammtisch in Hannover, und bin der Meinung, dass ich mich ziemlich habe runterhandeln lassen, aber dann gibt es hier solche Beiträge:
Es gibt auch riesige regionale Unterschiede in der Bezahlung von Festangestellten. Wenn ich nur mal NRW (teilweise lächerliche 40.000€/Jahr für ausgebildete Delphi-Entwickler, max. 5.000€/Jahr für 10-20 Jahre Berufserfahrung) und Bayern/Baden-Würtemberg vergleiche, dann sind da mehr als 30.000€/Jahr in diesem Beispiel als Differenz.
(wenn jemand in Südthüringen als "Delphi-Programmierer mit Berufserfahrung" einen Job sucht und mit 3000..3500€/Monat leben kann, der kann ne PN schreiben und bekommt von mir ne Adresse samt Ansprechpartner... existiert seit 25Jahren und is regional bezogen so OK)
Was ist los mit Leuten? Und was ist los mit Unternehmen?
Gut, wir haben hier auf dem Land keinen angespannten Wohnungsmarkt und in Südthüringen wird es den wohl auch nicht geben, aber bei der Gehaltsdifferenz... Trotzdem die Frage: Sitzen diese Unternehmen nur in großen Städten oder auch auf dem Land?
Janni
2005 PE, 2009 PA, XE2 PA
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