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Arbeitsumgebung zum Programmieren

Ein Thema von Benedikt Magnus · begonnen am 21. Mai 2017 · letzter Beitrag vom 31. Mai 2017
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Benedikt Magnus

Registriert seit: 6. Jul 2012
Ort: Bonn
190 Beiträge
 
FreePascal / Lazarus
 
#1

Arbeitsumgebung zum Programmieren

  Alt 21. Mai 2017, 11:55
Hallo zusammen,

ich werde bald mein Arbeitssystem von Grund auf neu aufsetzen und wollte euch nach euren Erfahrungen dahingehend fragen.
Geplant ist bisher, ein Minimalsystem aufzusetzen und darauf VMs (mit VirtualBox) laufen zu lassen. Gastsysteme wären Windows (für Delphi und Visual Studio) sowie Ubuntu (für FreePascal/Codetyphon).

Nun ein paar generelle Fragen dazu:
Welches Betriebssystem eignet sich als Minimalhost am besten, wenn es nur dafür genutzt wird? Ich dachte an Debian, habe aber wenig Erfahrung mit den kleineren Distributionen, die vielleicht besser geeignet wären?
Hat Windows 10 bezogen auf die Punkte Programmierung und als Gastsystem gegenüber Windows 7 für Delphi und Visual Studio irgendwelche Vor- oder Nachteile? (Dinge wie Bedienbarkeit oder Datenschutz bitte unberührt lassen, darum soll es hier nicht gehen.)
Wie sieht das mit der Performance von Delphi RAD Studio und Visual Studio in einer VM aus? Bisher habe ich sie nur auf einem nativen System laufen lassen (im Gegensatz zu Codetyphon), weil sie mir doch recht performancekritisch erschienen.

Auch über sonstige Ideen, Hinweise und Erfahrungen wäre ich sehr erfreut! Außerdem wäre interessant zu hören, wie ihr euer Produktivsystem aufgebaut habt.

Vielen Dank schonmal!
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mensch72

Registriert seit: 6. Feb 2008
838 Beiträge
 
#2

AW: Arbeitsumgebung zum Programmieren

  Alt 21. Mai 2017, 14:30
Wenn genug RAM und SSD Speicherplatz zur Verfügung steht, arbeitet es sich mit VMs am elegantesten, weil hier eben fix mal ein 100% SnapShot gemacht ist.
Bei der Häufigkeit der Delphi-Releases + Hotfixes + UpdateVersionen und der Tatsache, das im neuen nicht immer gleich alles geht, muss man das ja mit VMs machen.

Auch im Sinn der reproduzierbaren Archivierung und Testumgebung ist es gut, zu den Quelltexten wirklich den Stand der Entwicklungsumgebung samt OS usw. als gepackte VM dauerhaft zu speichern.

Und bei der Frage nach dem Host-PC, sollte man sich nur einmalig auf Intel oder AMD CPUs festlegen. Dann lässt sich notfalls Abends kurz vor 19uhr in einem beliebigen E-Markt ein beliebiger aktueller PC mit 16GB RAM(oder 24+GB bei 2+ VMs gleichzeitig) sowie ausreichend großen SSD's(bei uns aktuell 256GB HostSystem plus 480..1024GB für die VMs) kaufen.

Klar wenn es um "leise", "schön" und passende 3D-Grafik geht, kann man auch mehr Aufwand in die PC-Planung investieren. Bei irgendwas mit oder ohne Name wie Dell,HP,Lenovo findet man auch online was zum konfigurieren.

Die Frage nach dem Host OS und ob lieber kommerzielle oder freie Software entscheide jeder für sich selbst im Rahmen seiner Vorlieben oder finanziellen Möglichkeiten, wir setzen auf Win-8.1/10 mit lokalem MS-Office und VMwareWorkstation (beim MAC aktuelles OSx mit lokalem MAC-MSoffice und VMware Fusion).

Wenn dich Linux als Host-OS interessiert, frag Harry hier, der verwendet das denke ich genau so wie du es vor hast.
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Benutzerbild von stahli
stahli

Registriert seit: 26. Nov 2003
Ort: Halle/Saale
4.352 Beiträge
 
Delphi 11 Alexandria
 
#3

AW: Arbeitsumgebung zum Programmieren

  Alt 21. Mai 2017, 15:03
Harry scheint ja sehr begeistert von seinem Umstieg:
http://www.delphipraxis.net/190331-r...-geht-das.html

Ich nutze ein normales Windows 10, allerdings auf Wechselplatten.
Über mein Backplane (http://www.icydock.de/goods.php?id=146) kann ich auf Knopfdruck verschiedene Platten ein- und ausschalten bzw. davon booten.
Mit VMs konnte ich mich bisher nicht anfreunden (liegt sicher am Alter )
Stahli
http://www.StahliSoft.de
---
"Jetzt muss ich seh´n, dass ich kein Denkfehler mach...!?" Dittsche (2004)
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jobo

Registriert seit: 29. Nov 2010
3.072 Beiträge
 
Delphi 2010 Enterprise
 
#4

AW: Arbeitsumgebung zum Programmieren

  Alt 21. Mai 2017, 15:21
Ich wundere mich immer über die Beliebtheit von VB.
Klar, mal schnell was ausprobieren ok, .. äh halt, schnell ausprobieren? Langsam ausprobieren. Hab zugegeben schon fast 1 Jahr kein VB mehr benutzt, aber ist ind er Zwischenzeit viel geschehen?
Ich bevorzuge VMWare, die läuft auf kostenlosen Linuxen, also kann ich das Geld für die ProVersion mit den Kosten für Windows verrechnen.
Ok, am Ende brauche ich dennoch Windowslizenzen, das ist ja dann (bis jetzt) die (primäre) Ziel und Testplattform.
Hardwaremäßig sehe ich auch keine Probleme, spätestens mit SSD und 16GB (+) RAM
Gruß, Jo
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Benedikt Magnus

Registriert seit: 6. Jul 2012
Ort: Bonn
190 Beiträge
 
FreePascal / Lazarus
 
#5

AW: Arbeitsumgebung zum Programmieren

  Alt 21. Mai 2017, 17:04
@mensch72: Hardware habe ich bereits, VMs laufen dort auch ganz ansehnlich. Da ich schon länger den Wunsch verspüre, meine ganze Programmierumgebung vom Alltagsrechner abzukoppeln und gerade zwei SSDs erhalten habe, bietet sich das Neuaufsetzung nun einfach an. Dafür suche ich nun die optimale Softwareumsetzung.

@stahli: Danke, den Thread kannte ich bereits, und Harrys Durchführung ist tatsächlich interessant! (Wenn du, Harry, hier mitließt: Wie hat sich dein Aufbau die weiteren Monate so gemacht?)
VMs haben die Vorteile der einfachen Sicherungspunkte und Übertragbarkeit. Man kann damit sehr schön mal eben etwas ausprobieren, und wenn es nicht klappt, alles zurücksetzen oder gleich eine Kopie erstellen. Sollte aber die Performance nicht ausreichen, wäre Delphi/VS auf einer eigenen nativen Partition vielleicht wirklich geeigneter.

@jobo: Virtualbox verwende ich deshalb, weil die kostenlose Version besser ist als die von VMWare (d.h. für meine Zwecke geeigneter). Die Proversionen lohnen sich nicht unbedingt, wenn man es nicht hauptberuflich nutzt.
Linux als Host deshalb, weil es sehr viel ressourcenschonender ist als Windows.
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Benutzerbild von himitsu
himitsu

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Delphi 12 Athens
 
#6

AW: Arbeitsumgebung zum Programmieren

  Alt 21. Mai 2017, 17:22
Mit dem VMware Player kann man seit Langem aber auch Neue VMs erstellen/verwalten und braucht nicht unbedingt die Workstation oder Drittprogramme. (gut, ich bin aus Faulheit aber auch bei VirtualBox geblieben)
Allerdings sind diese VMs halt nicht so für den Hintergrundbetrieb ausgelegt, also immer im Hintergrund aktiv und schnell im Vordergrund,
aber wenn man den Host eh nie verwenden und dauerhaft in einer VM arbeiten will, dann isses doch egal.

VMware ThinApp klingt doch eigentlich nicht soo schlecht, optisch mit einem passenden WindowsHost?
Ein Therapeut entspricht 1024 Gigapeut.

Geändert von himitsu (21. Mai 2017 um 17:24 Uhr)
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Benutzerbild von Harry Stahl
Harry Stahl

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2.558 Beiträge
 
Delphi 12 Athens
 
#7

AW: Arbeitsumgebung zum Programmieren

  Alt 21. Mai 2017, 21:38

@stahli: Danke, den Thread kannte ich bereits, und Harrys Durchführung ist tatsächlich interessant! (Wenn du, Harry, hier mitließt: Wie hat sich dein Aufbau die weiteren Monate so gemacht?)
Also ich habe es bislang nicht bereut mit dieser Konstellation (Ubuntu 16.04 LTS als Host, alles andere in virtuellen Maschinen mit Virtualbox) zu arbeiten. Alles super performant und zuverlässig. Das eine oder andere hat ein wenig gedauert, bis es funktioniert hat (z.B. um die USB-Geräte in den Windows-Client zu übernehmen, da musste ich zunächst unter Ubuntu noch was aktivieren), aber wie gesagt, es funktioniert dann sehr gut, meine mobilen Geräte lassen sich sehr gut einbinden.

Auch habe ich den Eindruck, dass das Netzwerk besser zu handlen ist, wenn Host ein Linux-System ist und Windows der Client (aus dem virtuellen Linux (zuvor in VMWARE laufend) heraus war die Linux-Netzwerkverbindung immer schwierig und nicht so performant).

Ich habe ja jahrelang mit der großen VMWARE-Version gearbeitet. Die erscheint mir im Vergleich noch etwas stabiler und zuverlässiger als Virtualbox. Aber VB genügt meinen Bedürfnissen und ist viel einfacher zu aktualisieren und ich kann VB auf mehreren PC's kostenlos einsetzen.

Die virtuellen Maschinen fahre ich immer runter (dauert auch nur ein paar Sekunden um die wieder hochzufahren), Ubuntu selber bleibt immer in Bereitschaft (habe bislang vielleicht 3-5 mal ein reboot gemacht), das funktioniert alles Bestens.

Den Eindruck - Linux läuft immer schnell, egal wie lang es läuft oder wie viel man installiert hat - den kann ich bestätigen.

Auch für die Entwicklung ist die Konstellation optimal. Habe ja hier den 3-Monitorbetrieb, wo alle 3 Monitore auch für meine Hauptentwicklungs-Windows-Maschine zur Verfügung stehen. Die Ubuntu-Taskleiste, auf dem linken Monitor, unten angeordnet, ist im direkten Zugriff, so dass ich jederzeit und mit einem Klick benötigte Linux-Programme starten kann (Windows-Taskleiste auf dem mittleren Monitor). Die Linux-Fenster liegen ohne Probleme über den Windows-Fenstern (oder darunter, je nachdem, was gerade aktiv ist), man kann also im Prinzip die beiden Systeme gleichzeitig verwenden.

Was mich hin und wieder nervt, ist dass die Windows-Fenster innerhalb der virtuellen Maschine nach einem System-Neustart nicht die richtige Größe haben und man hier einmal die Fenster verkleinern und wieder vergrößern muss. Der Ton läuft in Windows 10 auch nicht richtig (unter Windows 7 schon), was ich natürlich auch etwas schade finde. Aber im Prinzip brauche ich den hier nicht, Videoaufnahmen mache ich inzwischen direkt unter Linux.

Der PAServer für Linux läuft auf meinem Host, da kann ja nicht viel passieren. Gleichzeitig habe ich da einen leichten Zugriff drauf und kann Programme auch direkt unter Linux starten. Weitere unterschiedliche virtuelle Linux-Systeme (meistens dann nur auf einem Monitor) nutze ich in 32- und 64-Bit-Varianten um da entweder meine Lazarus-Linux-Programme zu erstellen (jetzt aber auch mit Delphi, juchuu!!) oder Programme zu testen. Über eine Kabelnetzwerk-Verbindung gehts zum daneben stehenden iMac im Supertempo und der hat inzwischen 27 Zoll und bietet den Platz, den man sich so wünscht.

Statt Debian würde ich Ubuntu (eine LTS-Version) nehmen, das ist immer noch etwas aktueller.

Geändert von Harry Stahl (21. Mai 2017 um 21:56 Uhr)
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stalkingwolf

Registriert seit: 6. Mai 2011
549 Beiträge
 
#8

AW: Arbeitsumgebung zum Programmieren

  Alt 31. Mai 2017, 08:37
Ich habe auch eine Zeitlang mit XE4 in einer VMWare gearbeitet und eigentlich keinerlei Probleme gehabt.
Auch Berlin hatte ich erst dort installiert, aber ein Problem bei der Übergabe des Android Pads gehabt für die Android Entwicklung.
Letztendlich hätte ich das auch anders lösen können.

Viele unserer Kunden arbeiten ebenfalls auf virtuellen VMWare Windows Terminalservern und hier gib es (fast) keine Probleme.
Wenn dann kommen die Probleme eher von der RDP Sitzung von Windows ( Hallo lokale Drucker ).

Was gegen eine VMWare sprechen könnte wären Lizenzen und deren Kosten z.b von Windows, Office, Outlook, Delphi usw.
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Benutzerbild von himitsu
himitsu

Registriert seit: 11. Okt 2003
Ort: Elbflorenz
44.340 Beiträge
 
Delphi 12 Athens
 
#9

AW: Arbeitsumgebung zum Programmieren

  Alt 31. Mai 2017, 10:20
Was gegen eine VMWare sprechen könnte wären Lizenzen und deren Kosten z.b von Windows, Office, Outlook, Delphi usw.
OK, wenn du Windows Host und Windows-VMs hast, dann brauchst du für JEDEN eine eigene Windows-Lizenz. (Selbiges bei Office usw.)

Hast du bei Delphi ein Named-Lizenz, dann darfst du Delphi mehrfach installieren (PC, Schlepptop, VMs usw.), so lange kein anderer diese Delphis nutzt, wenn du grade mit einem davon arbeitest. (Named User)
> eine Lizenz = ein Benutzer gleichzeitig auf einer/mehreren von allen Installationen

Bei den Concurrent-Lizenzen das Gleiche. (User Concurrent)
> eine 5er Lizenz = bis zu 5 Benutzer gleichzeitig auf einer/mehreren von allen Installationen

Aber bei den Netzwerklizenzen dagegen nicht. (Network Concurrent, ESL bzw. FLEX)
> je einer Netzwerklizenz = je ein Arbeitsplatz gleichzeitig, also ein PC (Host), ein Schlepptop oder eine VM
Ein Therapeut entspricht 1024 Gigapeut.
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EWeiss
(Gast)

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#10

AW: Arbeitsumgebung zum Programmieren

  Alt 31. Mai 2017, 10:41
Zitat:
Wie sieht das mit der Performance von Delphi RAD Studio
Hier sollte man nicht nach der Performance sondern eher nach der Zweckmäßigkeit fragen.
Hab gestern mal Tokyo getestet meine DLL ohne Änderung im Code war danach 2MB größer.
Hab danach den Mist sofort wieder gelöscht.

gruss
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