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Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

Ein Thema von Medium · begonnen am 26. Jul 2016 · letzter Beitrag vom 12. Aug 2016
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Seite 3 von 3     123   
MichaelT

Registriert seit: 14. Sep 2005
Ort: 4020 Linz
558 Beiträge
 
Delphi 10.3 Rio
 
#1

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 28. Jul 2016, 15:51
In Linz auf jeden Fall. Kann ich dir aus meinem Jahrgang durchaus bestätigen. Bei uns spielt sich sehr viel auch in FHs ab und die sind bereits eine Kombination aus Fach und Informationstechnologie bspw. FH resp. Lehrgang für Bioinformatik, Medizin Informatik usw... Was hier Programmierer wird genannt kommt bei uns aus der HTL heute. Informationssysteme mach die im Schlaf bis sie in die Praxis kommen . Je nach Lehrer wird da UML gezeichnet, wie eine technische Zeichnung und nicht reverse und mal Reinschauen. Ich persönlich bin kein Freund von Roundtrip Engineering (Forward und Reverse).

Die historische Sicht hab mir nicht ich einfallen lassen, die ist tatsächlich bestätigt und sogar mehr als 'Lehrmeinung'. Ich war ein Welchen auf einem Institut in der das ungeliebte Kind 'Methoden', Werkzeuge, Schätzungverfahren usw... aber betrachtet auf einer oder mehreren Metaebenen. Genauso wie Ökonomie/Volkswirtschaft kann man Methoden, worauf diese ursprünglich eine Antwort geben sollten und wie sie zum Zeitpunkt ihrer Verbreitung gepriesen wurden und von wem dann übernommen. In dem Umfeld konferieren tatsächlich die Typen von den Instituten jener die diese 'begehrten' Bücher aus dem Eck schreiben. Win-Win Methode als Beitrag zur Kollaboration - genialer Zugang, nie gehyped.

Agile ist gehyped - hat nie jemand gebraucht. Wenn man mehr als Scrum Master ist und mal diese Sekten mal durchschaut hat, dann wird dir klar woher der Wind weht. Der Scrum ist für den Entwickler der größte Beschiss der jemals in der IT Fuss gefasst hat. Es schnallt in der Regel keiner wie er wirklich geht und deswegen ist er in unseren Breitengraden eher harmlos.

Früher war die Forschung in der Gegend eher bescheiden. Da gab es mal ein Typen der hieß der 'Buchhalter der IT', der sammelte Bücher über Bücher Statistiken Softwareeentwicklung. Aus dem Umfeld stammt auch die Idee Werkzeuge mit Punkten zu versehen und gewisse Projekttypen und Größen damit in Verbindung zu setzen. Was wird mit ein 12 Punkt Werkzeug geschrieben (Delphi liegt so in der Gegend)...

Bei den Werkzeugen geht es eher, wie ist eine IDE aufgebaut wodurch unterscheidet sie sich von einer Workbench, eben auf den Ebenen bis zur Implementierung. Ein Werkzeug kann man bspw. Top Down Bauen. Man geht her zieht die Gemeinsamkeiten des Ablaufs- oder Ablaufkategorien auf eine Metaebene und entscheidet dann erst, ob einer IDE gebaut wird oder eine Workbench.

Sobald man in Linz in die Ecke Systemtheorie gekommen ist war man schnell im Umfeld Siemens und Systemtypen von Pichler. Der Pichler war eine Pionier im Umfeld Starkstrom. Der hat nicht nur die theoretische Basis und Lösungsmethoden entwickelt sondern gemeinsam mit Kollegen Werkzeuge gebaut die helfen die Lösungsverfahren umzusetzen im Rahmen von Modellierung, Simulation usw... Im Pichler seiner Systemtypenwelt war z. B. Algorithmus ein Systemtyp, eine Differenzialsystem, ein Differenzensystem, ein DEVs System (Diskretes Ereignissystem), ein Automat, usw. jeweils ein Systemtyp der parametriert wird und gekoppelt mit anderen. Delphi Komponenten haben ein wenig ein Touch davon oder Mitov Components gehen in die Richtung sind aber schon sehr spezialisiert. Diese Systemtypenwelt kommt aus dem Umfeld Software Hardware Co Design.

Das geht in Linz bis ins RISC rein (Research Institut for Symbolic Computation), die sogar automatisch Beweisen (zum Teil) und Progammverifikation (und nicht Test). Formaler Beweis, dass ein Programm funktioniert. Wenn man mal für solche Werkzeuge baut, dann geht nicht so dass man da einfach eine IDE hinbaut.

Ich denke wenn jemand einen Akademiker sucht, dann für so etwas und nicht Talent zu verbraten für irgendwelche Applikationen. In der Industrie wird eben der Job mit der mindestnotwendigen Qualifikation besetzt.


Echt gute Informatiker werden von der UNI weg rekrutiert oder sie wissen wohl um ihren 'Wert'. Vermute das ist in Deutschland nicht anders als in Österreich.
Was Softwareengineering, Agile, SAP und co angeht: eine interessante historische Sicht die einiges erklärt.

Das gute Leute von der Uni wegrekrutiert werden halte ich allerdings für ein gut etabliertes Gerücht. Man mag Angebote bekommen von Profs. vermittelt zu werden oder durch Abschlussarbeiten Kontakte knüpfen, aber allgemein ist man als Student, egal wie gut, ohne konkretes Netzwerken logischerweise nicht bekannt.

Was viel wichtiger ist, ist zum richtigen Zeitpunkt bereit zu sein, und Netzwerke zu pflegen wenn sich Gelegenheiten bieten.

Geändert von MichaelT (28. Jul 2016 um 15:59 Uhr)
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Rollo62

Registriert seit: 15. Mär 2007
4.166 Beiträge
 
Delphi 12 Athens
 
#2

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 29. Jul 2016, 07:19
Zitat:
Zitat von Phoenix:
Einer unserer Kunden treibt das so weit, dass in etlichen seiner Flure an den Türschildern jeder Name mit Dr. beginnt, und das brauchen die auch.
Jeder? Selbst in Forschungsinstituten und Unis sieht man auch Dipl., Msc., Bsc. an den Türschildern.
Wer ist denn dieser Kunde?
Vielleicht so etwas wie Siemens ?

Jedenfalls besteht das "Fachwissen" dieser Doktoren meistens in der Promotion Ihrer eigenen Karriere, während die Arbeit von deren "guten" Studenten gemacht werden.
Hinter den Fluren herrscht dann meist Hauen und Stechen.

Davor habe ich jedenfalls auch als Akademiker Null Respekt.

Rollo
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Benutzerbild von p80286
p80286

Registriert seit: 28. Apr 2008
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6.659 Beiträge
 
FreePascal / Lazarus
 
#3

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 29. Jul 2016, 11:20
Vielleicht so etwas wie Siemens ?

Jedenfalls besteht das "Fachwissen" dieser Doktoren meistens in der Promotion Ihrer eigenen Karriere, während die Arbeit von deren "guten" Studenten gemacht werden.
Hinter den Fluren herrscht dann meist Hauen und Stechen.

Davor habe ich jedenfalls auch als Akademiker Null Respekt.

Rollo
Da kannst Du wahrscheinlich jedes größere deutsche Unternehmen benennen, obwohl es da auch Ausnahmen gab/gibt.

Gruß
K-H
Programme gehorchen nicht Deinen Absichten sondern Deinen Anweisungen
R.E.D retired error detector
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Benutzerbild von mael
mael

Registriert seit: 13. Jan 2005
391 Beiträge
 
Delphi XE3 Professional
 
#4

AW: Was ist so schlimm daran nach Akademikern zu fragen?

  Alt 27. Jul 2016, 17:19
Soweit größtenteils einverstanden.

Gerade bei älteren Bewerbern verschwimmen die Grenzen weitgehend für die meisten Positionen.
In der Praxis ist das schon häufiger so (mir scheint der Trend ändert sich etwas), aber sehr sinnvoll ist das nicht. Und damit beziehe ich mich nicht aufs Studium speziell, sondern allgemein. Alter ist das überschätzte Kriterium schlechthin, sowohl bei der Suche nach Jung oder Alt.

Wenn man ständig lernt, ist man immer Anfänger in einem Bereich, und da ist das Alter egal. Aber Alter oder Jugend allein ist keine Qualifikation, die kommt nicht magisch. Ich finde jemand der sich traut immer wieder lernender Anfänger zu sein, anstatt nur nach Perfektion zu streben ist auf dem richtigen Weg.

Ganz allgemein finde ich muss man sich von solchen kategorischen Einordnungen lösen, besonders wenn man gute Leute will, denn die fallen eher nicht in das typische Raster. Es muss natürlich auch passen, für beide Seiten, aber man sollte sich nicht von zu starren Schemas in die Irre leiten lassen. Die meisten Statistiken/Kategorien entstehen aus dem Wunsch mit großen Datenmengen/Menschenmengen zurechtzukommen, die Ergebnisse sind aber auch nur für den rechnerischen Durchschnitt zutreffend, nicht echte Menschen.
HxD, schneller Hexeditor:
http://mh-nexus.de/hxd

Geändert von mael (27. Jul 2016 um 17:25 Uhr)
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