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Mathematik alpha

Ein Thema von Mathematiker · begonnen am 14. Dez 2015 · letzter Beitrag vom 18. Mai 2021
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Delphi-Laie

Registriert seit: 25. Nov 2005
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Delphi 10.1 Berlin Starter
 
#1

AW: Mathematik alpha

  Alt 1. Jan 2016, 22:37
Jeder Hinweis auf Fehler ist positiv. Wie soll das Programm denn sonst irgendwann fehlerfrei werden? Geht das überhaupt?
Asymptotisch angenähert durchaus!
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Wolfgang Mix

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#2

AW: Mathematik alpha

  Alt 2. Jan 2016, 18:08
@mathematiker

Ich hatte gestern Gert Mittring angeschrieben zum Thema "Kopfrechnen im Julianischen Kalender".
Heute erhielt ich unerwartet schnell seine Antwort.

Weil diese nebenbei auch zu meiner Anmerkung von vorgestern auch hier zum Thema passt,
poste ich einfach 'mal den"Brief"-wechsel:

---------------------------------------------
Sehr geehrter Herr Dr. Dr. Gert Mittring,

Ihr Taschenbuch „Rechnen mit dem Weltmeister" habe ich als Kalendernarr
mindestens 1x pro Woche in der Hand.

Ihre Formel habe ich als Wunderwaffe immer bei mir in der Form

wt = ((t mod 7) + m + (j div 12) + (j mod 12) + (j mod 12) div 4) mod 7
*
(bezogen auf die Jahre 19xx)

Gibt es von Ihnen einen vergleichbaren Algorithmus für Daten aus
dem Julianischen Kalender?

Auf eine Antwort würde ich mich freuen.

Liebe Grüße aus Lübeck

Wolfgang Mix*
__________________________________________________ ______________________


Lieber Herr Mix,

hier im Telegramm-Stil meine Antwort.

Die Formel-Ableitung für den Julianischen Kalender ist für Kinder/Jugendliche/Erwachsene eine attraktive Übungsaufgabe… ich beziehe ihn nicht in mein Programm ein.

Zwei Punkte als Anregung:*

1. Meines Erachtens fielen der 5. bis 14. Oktober 1582 aus: Auf Donnerstag, den 4. Oktober, folgt Freitag, der 15. Oktober 1582. Das ergibt „+ 3“ für Tage vor dem 15. Oktober. *
2. Da Schaltjahre nie ausfielen, hat jedes Jahrhundert 36525 Tage. Siebener-Rest = 6 oder -1. Damit gilt: (n+1). Jahrhundert = n. Jahrhundert - 1 Tag (für n<= 15).

Jetzt sollte der Rest recht einfach sein...

Beste Grüße

Gert Mittring




Dr. Dr. Gert Mittring
Institut für Diagnostik und Beratung
Schwerpunkt: (mathematische) Hochbegabung
Elffacher und amtierender Weltmeister im Kopfrechnen (Mind Sports Olympiad)
Zweifacher Olympiasieger im Blitzrechnen (Mind Sports Olympiad)

---------------------------

Irgendwie fühle ich mich momentan nanoklein im Universum.
Wolfgang Mix
if you can't explain it simply you don't understand it well enough - A. Einstein
Mein Baby:http://www.epubli.de/shop/buch/Grund...41818516/52824

Geändert von Wolfgang Mix ( 2. Jan 2016 um 18:22 Uhr)
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Mathematiker
(Gast)

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#3

AW: Mathematik alpha

  Alt 2. Jan 2016, 18:45
Hallo Wolfgang,
die Zellersche Formel dürfte es sein, was du suchst:

Zitat:
Verfahren zur Ermittlung des Wochentages nach Christian Zeller (1882):
T … Tag, M … Monat, J … Jahr, W … Wochentag, Sa = 0; So = 1, …, Fr = 6, C … vergangene Jahrhunderte, Y … Jahresnummer im laufenden Jahrhundert, [ ] … ganzzahlige Division
Januar und Februar werden altrömisch als 13. und 14. Monat des Vorjahres gezählt.

Gregorianischer Kalender
W = (T+[13·(M+1)/5] +Y +[Y/4] +[C/4] -2C) mod 7
Julianischer Kalender
W = (T + [13·(M+1)/5] + Y + [Y/4] + 5 - C) mod 7
Ein Problem tritt bei Delphi noch auf, da die Terme in der Klammer negativ werden können. Dann gibt mod auch einen negativen Wert zurück.

Das Überspringen vom 5. bis 14.Oktober 1582 im gregorianischen Kalender habe ich jetzt auch drin.
Wie gesagt: Bis ich TCalendar 'rauswerfe und alles selbst zeichne, zeige ich bis einschließlich Oktober 1582 den julianischen Kalender an, danach den gregorianischen.
Für die julianisch gültigen 5. bis 14.10. steht jetzt in der rechten Liste extra das korrekte gregorianische Datum.

Man braucht auch beide Kalender. Am 15.10.1582 wurde der gregorianischen Kalender nur in den katholischen Ländern (Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, Luxemburg, Holland, Polen) eingeführt; im protestantischen Deutschland 1.März 1700, England 1752, Schweden 1753, Japan 1873, Bulgarien und Türkei 1916, Russland 1918, Rumänien 1919, Griechenland 1923, China 1949.
Und die russisch-orthodoxe Kirche bestimmt noch heute ihre Feste nach dem alten Kalender.

Übrigens: Warum fühlst du dich "nanoklein"?
Der Herr Dr.Dr.Mittring verdient natürlich auf Grund seiner Erfolge Hochachtung. Aber meine Erfahrung ist, dass Menschen, die permanent (hier am Ende des Antwortschreibens) auf ihre Erfolge hinweisen, schwierig und stark auf sich bezogen sind (ganz nett gesagt).
Wer sich täglich mit unserer Jugend, die von Wissendurst durchdrungen und wohlerzogenen ist , herumschlagen "darf" (du bist ja auch Lehrer), muss sich nicht "klein" fühlen. Im Gegenteil.

Beste Grüße
Mathematiker
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Wolfgang Mix

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Delphi 2005 Personal
 
#4

AW: Mathematik alpha

  Alt 2. Jan 2016, 18:54
Danke für die tröstenden Worte!

Die Formeln sind mir wohl bekannt, aber zum Kopfrechnen untauglich, allein schon wegen
[13·(M+1)/5].
Microsoft Excel würde sie weiterhelfen, das rechnet die Wochentage für Jan/Feb 1900 immer noch falsch.
Für meinen persönlichen Kalender benutze ich die Formeln von Zeller auch (in ähnlicher Schreibweise).

Bei Interesse zeige ich dir per PN mal in Kurzform Mittrings Vorgehensweise zum Kopfrechnen im greg. Kalender
(oder schau dir sein Buch an).

Mich beeindruckt eben, wie Mittring mal so eben im Telegrammstil eine Lösung hinschmeisst.
Diese Inselbegabung haben wir wohl beide nicht.

Deinen Ansatz, den Oktober 1582 julianisch anzeigen zu lassen, finde ich gut. Den TCalendar würde ich nicht rausschmeißen.
ich zeichne für diesen Monat mein Grid neu und gebe eine Meldung aus, warum der so aussieht (Sprung vom 4. auf 15. Oktober).
Damit bin ich aber auch selbst nicht zufrieden. Ein anderer Ansatz wäre, Daten vor November 1582 abzufangen. Eine endgültig
befriedigende Lösung suche ich auch noch.

PS: Habe mich schon wieder berappelt
Wolfgang Mix
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Geändert von Wolfgang Mix ( 2. Jan 2016 um 19:59 Uhr)
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#5

AW: Mathematik alpha

  Alt 3. Jan 2016, 01:44
Man braucht auch beide Kalender. Am 15.10.1582 wurde der gregorianischen Kalender nur in den katholischen Ländern (Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, Luxemburg, Holland, Polen) eingeführt; im protestantischen Deutschland 1.März 1700, England 1752, Schweden 1753, Japan 1873, Bulgarien und Türkei 1916, Russland 1918, Rumänien 1919, Griechenland 1923, China 1949.
Und die russisch-orthodoxe Kirche bestimmt noch heute ihre Feste nach dem alten Kalender.
Nichts für ungut, zumindest für China ist die Information nicht ganz korrekt (https://de.wikipedia.org/wiki/Chinesischer_Kalender) und auch die Japaner sind da etwas eigen.

Gruß
K-H
Programme gehorchen nicht Deinen Absichten sondern Deinen Anweisungen
R.E.D retired error detector
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Mathematiker
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#6

AW: Mathematik alpha

  Alt 3. Jan 2016, 07:25
Hallo,
Nichts für ungut, zumindest für China ist die Information nicht ganz korrekt
Du hast dahingehend recht, da schon 1912 der Kalender in China "versucht" wurde. Aber erst seit 1949 gilt er allgemein, wobei der traditionelle chinesische Kalender immer noch parallel genutzt wird.

Kalenderänderungen greifen sehr tief in das Leben ein, so dass es immer zu Merkwürdigkeiten kam. 1700 übernahm Schweden den gregorianischen Kalender. 1711 entschied Karl XII. wieder zum alten zurückzukehren. Dafür führten die Schweden sogar einen 30.Februar 1712 ein. Erst 1753 wurde der gregorianische Kalender wiederbelebt.
Berühmt sind auch die französischen (1793-1806) und sowjetischen (1929-1940) Revolutionskalender. Kuriose Gebilde.
Und auch wir sind von Kalenderkuriositäten nicht verschont. Obwohl jeder weiß, dass "unsere" Sommerzeit nur Ärger und vor allem Kosten erzeugt, bleiben wir dabei. Zwar ändern wir immer nur 1 Stunde und nicht einen ganzen Tag, aber die Zählung wird trotzdem beeinflusst.

Das Beste wäre ohnehin die Einführung des UNO-Weltkalenders https://de.wikipedia.org/wiki/Weltkalender weltweit. Aber der scheitert an den Religionen.

Beste Grüße
Mathematiker

Geändert von Mathematiker ( 3. Jan 2016 um 07:27 Uhr)
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Delphi-Laie

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#7

AW: Mathematik alpha

  Alt 3. Jan 2016, 10:16
Obwohl jeder weiß, dass "unsere" Sommerzeit nur Ärger und vor allem Kosten erzeugt
Nicht nur das. Das jährlich zweimalige Rumgemache an der Uhrzeit erzeugt jedesmal einen "Minijetlag" und ist deshalb gesundheitsschädlich.

, bleiben wir dabei.
"Wir"?!

Vor allem eine uneinsichtige Politikerkaste, die nicht zuzugeben imstande ist, daß (auch) das eine Fehlentscheidung ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage war. Die "Reformfähigkeit" wird dann lieber (und rechtswidrig) an solch wichtigen Dingen wie dem Kulturgut der Orthographie abgearbeitet, damit man sich diese selbst "beweisen" und man sich auf die Schulter klopfen kann.

Gehört beides nicht zum Thema, mußte aber aus mir heraus.
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