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Arbeiten in Österreich zum 'Hungerlohn'?

Ein Thema von Dejan Vu · begonnen am 11. Nov 2015 · letzter Beitrag vom 12. Nov 2015
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win568

Registriert seit: 8. Sep 2008
134 Beiträge
 
#1

AW: Arbeiten in Österreich zum 'Hungerlohn'?

  Alt 11. Nov 2015, 07:42
Tja, leider haben sich da die Arbeitgeber auch wieder was einfallen lassen. Man bekommt in Österreich als Entwickler normalerweise ein Grundgehalt und dann eine sogenannte Fixprovision und tw. einen variable Provision. Das Grundgehalt wird niedrig gehalten und man schaut dass die Provisionen hoch sind. Der Arbeitgeber macht das, weil Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie die Überstunden vom GG ausgezahlt werden .

Urlaubs- und Weihnachtsgeld: Hierbei gilt es zu beachten, dass jeweils die ersten 620 Euro davon pro Jahr steuerfrei sind. Alle darüber hinaus gehenden Beträge an Sonderzahlungen, werden jeweils mit bis zu einem Sechstel der jährlichen lohnsteuerrelevanten Bruttolohnbezüge besteuert.
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arnof

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#2

AW: Arbeiten in Österreich zum 'Hungerlohn'?

  Alt 11. Nov 2015, 08:34
Österreich wird ja täglich von tausenden Entwicklern, Ingenieuren und Facharbeiter durchquert. Da stoppt bestimmt einer auf der Durchreise nach Deutschland
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AlexII

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1.717 Beiträge
 
FreePascal / Lazarus
 
#3

AW: Arbeiten in Österreich zum 'Hungerlohn'?

  Alt 11. Nov 2015, 09:00
Diese Ausschreibung ist nur der Vorbote, in 10 Jahren arbeiten wir alle für ein Hungerlohn. So meine Prognose, da schon jetzt die Hälfte Deutschlands für 800-900€ Netto im Monat arbeitet, in Vollzeit versteht sich.
Bin Hobbyprogrammierer! Meine Fragen beziehen sich meistens auf Lazarus!

Geändert von AlexII (11. Nov 2015 um 09:21 Uhr)
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frankyboy1974

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#4

AW: Arbeiten in Österreich zum 'Hungerlohn'?

  Alt 11. Nov 2015, 09:11
hallo,

Zitat:
So meine Prognose, da schon jetzt die Hälfte Deutschlands für 800-900€ Netto arbeitet, in Vollzeit versteht sich.
Schön wäre es. Selbst wenn ich den ganzen Tag arbeite, komme ich nicht auf 800-900€ Netto.

mfg
Java ist auch eine Insel.
Ist Delphi von Oracle?
In meiner Buchstabensuppen fehlt das C++!
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arnof

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#5

AW: Arbeiten in Österreich zum 'Hungerlohn'?

  Alt 11. Nov 2015, 09:50
hallo,

Zitat:
So meine Prognose, da schon jetzt die Hälfte Deutschlands für 800-900€ Netto arbeitet, in Vollzeit versteht sich.
Schön wäre es. Selbst wenn ich den ganzen Tag arbeite, komme ich nicht auf 800-900€ Netto.

mfg
Bei Azubis ist das nun mal so.
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TRomano

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#6

AW: Arbeiten in Österreich zum 'Hungerlohn'?

  Alt 11. Nov 2015, 10:17
Ich hatte gestern auch ein Angebot aus Wien für ein Projekt erhalten und war doch etwas erschrocken über den geringen Stundensatz, der in etwa 15-20€ unter dem in Deutschland liegt.
Da muss ich auch echt kalkulieren, ob sich das rechnet ...
Thomas Forget
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Neutral General

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#7

AW: Arbeiten in Österreich zum 'Hungerlohn'?

  Alt 11. Nov 2015, 10:20
Ich hatte gestern auch ein Angebot aus Wien für ein Projekt erhalten und war doch etwas erschrocken über den geringen Stundensatz, der in etwa 15-20€ unter dem in Deutschland liegt.
Da muss ich auch echt kalkulieren, ob sich das rechnet ...
Deutschland ist groß...
Michael
"Programmers talk about software development on weekends, vacations, and over meals not because they lack imagination,
but because their imagination reveals worlds that others cannot see."
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Hansa

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#8

AW: Arbeiten in Österreich zum 'Hungerlohn'?

  Alt 11. Nov 2015, 10:39
Da steht doch lediglich "deutliche Überzahlung von xy". Sage doch für wieviel Du die Arbeit machen würdest und fertig. Tel.-Nr ist ja auch da. Und als einer der höchstens mal aus Zufall auf österreichische Stellenanzeige stösst kann ich dir sagen : "deutliche Überzahlung" steht bei solchen Sachen fast immer dabei. Anscheinend müssen die den irgendwann mal festgelegten Mindestlohn in Österreich immer dabeischreiben.

Und immer daran denken, bei Gehaltsverhandlungen und Co. wird immer über den Bruttolohn geredet ! Der Arbeitgeber will nur wissen, was man ihn kostet. Ihn interessiert das nicht, ob einer verheiratet ist oder nicht, 5 Kinder hat usw. Alles nebensächlich. Viel wichtiger sind die Randbedingungen. Freund von mir ist z.B. Projektleiter bei Siemens. War letztes Jahr in Sacramento Strassenbahn bauen. Der hat penibel darauf geachtet, wie lange er im Inland war. Ist er nämlich mind. 183 Tage/Jahr im Ausland, dann kann er wählen, wo er Steuererklärung abgibt. Je nach Land kann ich mir durchaus vorstellen, dass selbt mit "Hungerlohn" im Endeffekt mehr hängenbleibt, als mit deutlich höherem Gehalt in D.
Gruß
Hansa
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TRomano

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Delphi 11 Alexandria
 
#9

AW: Arbeiten in Österreich zum 'Hungerlohn'?

  Alt 11. Nov 2015, 10:51
@Neutral General: deswegen hatte ich eine Spanne angegeben und nur einen mittleren (deutschen) Stundensatz zur Grundlage genommen. Und ich rechne in meiner Betrachtungsweise auch keine Projekt-Vermittlungsfirmen ein ...
Thomas Forget
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Perlsau
(Gast)

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#10

AW: Arbeiten in Österreich zum 'Hungerlohn'?

  Alt 11. Nov 2015, 11:33
Schön wäre es. Selbst wenn ich den ganzen Tag arbeite, komme ich nicht auf 800-900€ Netto.
Das nenne ich einen Hungerlohn! Aber 1700 Brutto sind doch kein Hungerlohn, da hungert man doch nicht – außer man probiert abzunehmen, was mit Hungern aber eher unmöglich (Jojo-Effekt) und zudem mehr oder weniger freiwillig und daher nicht vom Lohn abhängig ist.

Diese Ausschreibung ist nur der Vorbote, in 10 Jahren arbeiten wir alle für ein Hungerlohn. So meine Prognose, da schon jetzt die Hälfte Deutschlands für 800-900€ Netto im Monat arbeitet, in Vollzeit versteht sich.
Auch ich vermag in dieser Ausschreibung kein Hungerlohn-Angebot zu erkennen. Dort steht doch eindeutig und unmißverständlich: Deutlich über dem Mindestlohn für diese Branche. Deutlich heißt nicht ein paar Euro mehr, sondern eben deutlich. Ich würde vorschlagen, man erkundigt sich erst einmal bei diesem Arbeitgeber, was er denn für ein Gehalt zu zahlen bereit ist, bevor man hier unnötig was schlecht macht, das vielleicht so schlecht gar nicht ist. Mit anderen Worten: Das Thema baut auf einer ungesichertern und unbewiesenen Vermutung auf.

Mit Sicherheit nicht zutreffend ist die Behauptung, daß die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer bereits für einen Lohn von bis zu 900 Euro Netto arbeiten würde. Laut Spiegel vom 05.11.2015 wäre etwa jeder Fünfte von Armut bedroht – mit 20,3 Prozent seien das etwas weniger als der europaweite Durschnitt von 24,4 Prozent. Und soweit ich weiß, sind bei diesen Zahlen die Kurz- und Langzeitarbeitslosen, also auch die ALG-II-Empfänger, bereits mit einbezogen, obwohl die ja nicht von Armut bedroht sind, sondern bereits darin leben ... was natürlich auch bedrohlich ist, für die geistige wie körperliche Gesundheit ebenso wie für die Gesellschaft insgesamt, doch ist bei den wirklich Armen das Kind bereits so tief in den Brunnen gefallen, daß es mit Sicherheit nicht mehr heraus kann, so daß man eigentlich sagen muß: Diese Menschen, schätzungsweise 5 bis 8 Millionen, sind nicht von Armut bedroht, sondern von Armut betroffen.

Nichtsdestotrotz sehe ich selbstverständlich ebenso diesen anhaltenden Trend der neoliberalen Ideologie, alle Menschen weltweit, die nicht über eigenes Vermögen in mindestens Millionenhöhe verfügen, zu willigen, gehorsamen und unterwürfigen Sklaven zu machen, indem man sie finanziell und materiell so kurz wie nur möglich hält. Der Neoliberalismus ist die Ideologie der Superreichen, die Multimilliardäre dieser Welt, die bereits gegen Ende des Zweiten Weltkriegs Pläne umzusetzen begannen, um die endgültig Weltherrschaft zu erringen. So stellt sich dem Lesekundigen Karl Popper's Werk, das dem Neoliberalismus neben anderen quasi als Grundlagenwerk dient – Die offene Gesellschaft und ihre Feinde –, als Auftragsarbeit dar, die von keinem geringeren als Friedrich August von Hayek so lange verweigert wurde, bis sie ihm paßte. Danach durfte Popper, von Hayek finanziell und beziehungsmäßig unterstützt, vom verelendeten Wien endlich ins sichere London ausreisen.
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