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Steuerhölle ab 2015

Ein Thema von arnof · begonnen am 10. Aug 2014 · letzter Beitrag vom 5. Sep 2014
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vagtler

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#1

AW: Steuerhölle ab 2015

  Alt 10. Aug 2014, 09:47
Naja, das ist jetzt aber auch schon über 1 Jahr bekannt... http://www.gruenderszene.de/allgemein/umsatzsteuer-2015
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Bernhard Geyer

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#2

AW: Steuerhölle ab 2015

  Alt 10. Aug 2014, 10:03
Bis auf das Fehlen einer Bagatellgrenze sehe ich diese Regelung sehr sinnvoll.

Wieso sollten Anbieter durch Wahl ihres Steuersitzes einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern bekommen indem Sie statt mit 19% MWSt. mit sehr viel niedrigeren Steuersätzen anbieten können?
Windows Vista - Eine neue Erfahrung in Fehlern.
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Uwe Raabe

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#3

AW: Steuerhölle ab 2015

  Alt 10. Aug 2014, 10:16
Vielleicht sollten wir dann doch wieder zur guten alten CD für die Auslieferung der Software übergehen. Die Updates gibt es zum Download dann nur wenn sie kostenfrei sind, da dann kein Umsatz anfällt. Kostenpflichtige Updates gibt es dann wieder nur per CD. Die Post wird's freuen...
Uwe Raabe
Certified Delphi Master Developer
Embarcadero MVP
Blog: The Art of Delphi Programming
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arnof

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#4

AW: Steuerhölle ab 2015

  Alt 10. Aug 2014, 10:27
… und den einzigen, den das alles freut ist der Steuerberater, der sich eine goldene Nase verdient!

Man sollte den Job wechseln ...
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Sir Rufo

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#5

AW: Steuerhölle ab 2015

  Alt 10. Aug 2014, 10:29
Vielleicht sollten wir dann doch wieder zur guten alten CD für die Auslieferung der Software übergehen. Die Updates gibt es zum Download dann nur wenn sie kostenfrei sind, da dann kein Umsatz anfällt. Kostenpflichtige Updates gibt es dann wieder nur per CD. Die Post wird's freuen...
Und dadurch ändert sich was?
http://www.gruenderszene.de/allgemein/umsatzsteuer-2015/2

Mit dieser Änderung wird dem Grundsatz der Besteuerung im Land des tatsächlichen Verbrauchs der Leistung gefolgt, wie man ihn zum Beispiel bei der Besteuerung von grenzüberschreitenden Warenlieferungen an Privatkunden in der EU kennt (Distance Selling), da auch hier die Umsatzsteuer an dem Ort entsteht, wohin die Ware gesendet wird (Ort des Kunden).

Denn in dem Falle muss die Mehrwertsteuer schon heute im EU-Land des Kunden abgeführt werden
Kaum macht man's richtig - schon funktioniert's
Zertifikat: Sir Rufo (Fingerprint: ‎ea 0a 4c 14 0d b6 3a a4 c1 c5 b9 dc 90 9d f0 e9 de 13 da 60)
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arnof

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#6

AW: Steuerhölle ab 2015

  Alt 10. Aug 2014, 10:32
Vielleicht sollten wir dann doch wieder zur guten alten CD für die Auslieferung der Software übergehen. Die Updates gibt es zum Download dann nur wenn sie kostenfrei sind, da dann kein Umsatz anfällt. Kostenpflichtige Updates gibt es dann wieder nur per CD. Die Post wird's freuen...
Und dadurch ändert sich was?
http://www.gruenderszene.de/allgemein/umsatzsteuer-2015/2

Mit dieser Änderung wird dem Grundsatz der Besteuerung im Land des tatsächlichen Verbrauchs der Leistung gefolgt, wie man ihn zum Beispiel bei der Besteuerung von grenzüberschreitenden Warenlieferungen an Privatkunden in der EU kennt (Distance Selling), da auch hier die Umsatzsteuer an dem Ort entsteht, wohin die Ware gesendet wird (Ort des Kunden).

Denn in dem Falle muss die Mehrwertsteuer schon heute im EU-Land des Kunden abgeführt werden
Heute: Privatkunden bekommen ganz normal eine deutsche Rechnung mit 19% MwSt

Firmenkunden: bekommen eine MwSt freie Lieferung mit Reversecharge vermerk. Ausserdem müssen die den Erhalt der Ware mit einer Gelangsbestätigung bestätigen. Sonst haftet man für die 19% deutsche MwSt und man muss die selbst nachzahlen.
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Sir Rufo

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#7

AW: Steuerhölle ab 2015

  Alt 10. Aug 2014, 10:38
Zu beachten ist aber auch noch
http://www.hk24.de/international/export/exportvorschriften/binnenmarkt_eu_vorschriften/367200/umsatzsteueridentnummer.html

Lieferungen an Privatpersonen sind dagegen umsatzsteuerlich nach anderen Regelungen zu behandeln, da Privatpersonen von der Erwerbsbesteuerung regelmäßig ausgeschlossen sind. Insofern müssen Unternehmen in Deutschland Warenlieferungen an Privatpersonen in anderen EU-Mitgliedstaaten in der Regel mit deutscher Umsatzsteuer abrechnen. Allerdings muss sich der Unternehmer beim Überschreiten der länderweise unterschiedlichen Lieferschwelle im Bestimmungsland umsatzsteuerlich registrieren lassen und mit der Umsatzsteuer dieses Staates abrechnen (sogenannte Versandhandelsregelung).
Kaum macht man's richtig - schon funktioniert's
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Insider2004
(Gast)

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#8

AW: Steuerhölle ab 2015

  Alt 10. Aug 2014, 11:12
Wo ist das Problem? Ihr wolltet doch alle die EU!
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Dejan Vu
(Gast)

n/a Beiträge
 
#9

AW: Steuerhölle ab 2015

  Alt 10. Aug 2014, 11:50
Wieso sollten Anbieter durch Wahl ihres Steuersitzes einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern bekommen indem Sie statt mit 19% MWSt. mit sehr viel niedrigeren Steuersätzen anbieten können?
Das ist und war imho kein Vorteil. Bisher müsstest Du die Einfuhrumsatzsteuer ja eigentlich selbst entrichten, und Sendungen/Verkäufe ins Ausland sind von der MwSt befreit. Zumindest ist das in D (und diversen US-Bundesländern so). Vermutlich will man diese Regelung, wenn sie denn in dein einzelnen Mitgliedsstaaten unterschiedlich ist, hier nivellieren.
Das jedoch der Käufer oftmals einfach nicht dran gedacht hat, die USt zu entrichten (Bagatellgrenze 22€), will man dem einen Riegel vorschieben, indem der Verkäufer jetzt die USt des Ziellandes mit ausweist und dann vermutlich auch entrichtet. Das wird lustig, weil ja nun die Software angepasst werden muss, der Papierkram wächst und auch viele Arbeitslose Finanzbeamte/angestellte wieder Lohn und Brot finden.

Kleiner Vorteil: Die vom Verkäufer entrichtete USt bleibt ja (bei befreiter USt-Voranmeldung) bis zur Steuererklärung auf dem eigenen Konto, insofern hat man etwas mehr Kohle auf dem Konto.

Was die EU-Hasser : Indirekt wurde und wird der Bürger gefragt. Das nennt sich 'Wahl'. Die meisten sind für die EU, einige nicht. Da die meisten dafür sind, wird der EU-Zusammenschluß vorangetrieben. Das nennt sich dann 'Demokratie'. Wenn die meisten vielleicht irgendwann dagegen sind, dann wird separiert.

Und für Verfechter der Grossschreibung des Terminus des 'Deutschen Volkes': Sobald diese Bezeichnung als Krankheit anerkannt ist, kann man 'Deutsche Volk' groß schreiben. Bis dahin ist es ein Volk, das aus Deutschen (und wie ich finde, auch aus vielen anderen Nationalitäten) besteht, also ein deutsches Volk. So wie z.B. ein dummer Haufen auch kein 'Dummer Haufen' ist, ne wahr?

Geändert von Dejan Vu (10. Aug 2014 um 11:56 Uhr)
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jobo

Registriert seit: 29. Nov 2010
3.072 Beiträge
 
Delphi 2010 Enterprise
 
#10

AW: Steuerhölle ab 2015

  Alt 10. Aug 2014, 14:01
Sommerloch Thema Europa:
In 2, 3 Posts zeigen sich blitzschnell die Probleme.
Komplexe Regulierungen, die für den „kleinen Mann“ nicht mehr aus dem Stand nachvollziehbar sind oder schlicht einen großen Aufwand bedeuten, in der Dimension allerdings bloß als Sahnehäubchen zu den großen Themen und Projekten gesehen werden können, die von Beginn an hinter verschlossenen Türen stattfinden (Freihandelsabkommen).

Hier werden m.E. politisch gesehen riesige Fehler begangen, die seltsam wenig Empörung hervorrufen.

Diejenigen, die darüber ihren Unmut äußern (oder leider auch schon weiter sind), werden als radikal hingestellt und / oder von eben diesen Radikalen in Empfang genommen.
Die EU Befürworter scheitern- ob politisch oder in der Nachbarschaft- an der Entwirrung, Erklärung des Projektes EU.
Was ist da verwerflicher, Rückzug auf radikale Positionen oder deren naserümpfende Ignoranz?

Nur am Rande: Außerhalb Deutschlands ist es übrigens nicht ungewöhnlich, die Nationalbezeichnungen (nicht nur die eigene) immer groß zu schreiben, z.B. German Angst, British humour, … wie etwa auch Personalpronomen.

Ich empfinde das Thema des Posts als typischen EU „Fail“. Im Bemühen um „gerechte“ Handels- und Steuervorschriften wird nicht etwa ein Verfahren vereinheitlicht, sondern ungefähr alle bestehenden nationalen Verfahren werden für alle zur Pflicht erklärt. (Erinnert mich irgendwie an die SEPA Interna ) Verschwörungstheoretiker könnten hier wieder mal die Arbeit von Lobbyisten erkennen.

Nach 2 nicht erlebten Weltkriegen und angesichts der aktuellen Krisen in der Ukraine, Israel, Irak, Syrien, .. ist die EU für mich eine der wichtigsten politischen Ideen und gleichzeitig eine der größten politischen Herausforderungen überhaupt. Auch wenn Idee und Wirklichkeit oft sehr weit auseinander klaffen.
Gruß, Jo
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