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ERP Software mit Delphi

Ein Thema von Dragon27 · begonnen am 7. Aug 2013 · letzter Beitrag vom 24. Aug 2013
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Furtbichler
(Gast)

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#1

AW: ERP Software mit Delphi

  Alt 8. Aug 2013, 07:51
Ich würde es auch nicht selbst entwickeln, sondern von der Stange kaufen. Der Betrieb muss sich dann eben etwas anpassen, aber das ist ja auch der Sinn der Sache.

Ich habe eine solche Lösung mal entwickelt (Delphi, BDE, Produktionsplanung, Lageverwaltung). Die 15-20 PJ, die hier erwähnt wurden, würde ich auf 10-15 korrigieren, aber da ich die genauen Anforderungen nicht kenne, ist auch 15-20 eine angemessene Schätzung.

Erste Teile werden nach 6-12 Monaten laufen, aber bis das ganze fehlerfrei funktioniert, dauert es eben. Dann doch lieber was Fertiges.

15 PJ entsprechen, nebenbei bemerkt, ca. 700.000 Euro. Dafür bekommt man schon was Nettes. Kleines.

Geändert von Furtbichler ( 8. Aug 2013 um 07:54 Uhr)
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Hansa

Registriert seit: 9. Jun 2002
Ort: Saarland
7.554 Beiträge
 
Delphi 8 Professional
 
#2

AW: ERP Software mit Delphi

  Alt 8. Aug 2013, 21:49
Ich würde es auch nicht selbst entwickeln, sondern von der Stange kaufen. Der Betrieb muss sich dann eben etwas anpassen, aber das ist ja auch der Sinn der Sache.
Das ist wie mit dem Anzug von der Stange. Der Massanzug sitzt eben doch einfach besser. "etwas" anpassen, das ist ja auch relativ und heisst eigentlich : Firma umbauen und Betriebsabläufe an die Software anpassen. Ne, das wird nicht passsen.
Gruß
Hansa
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DSCHUCH

Registriert seit: 6. Jun 2007
Ort: Dresden
187 Beiträge
 
Delphi 11 Alexandria
 
#3

AW: ERP Software mit Delphi

  Alt 8. Aug 2013, 22:07
Wir entwickeln ja ERP mit Delphi. Das auch sehr spezialisiert für Sondermaschinenbau sowie Zulieferer für Luftfahrt, Automobil und sonstige Spezialprodukte (Spanabhebend). Das ganze auch sehr produktionslastig mit Schwerpunkten Maschinen/Ressourcen/Materialplanung und Kalkulation von Produkten. In letzter Zeit auch vermehrt Projektmanagement. Standardabläufe wie Auftrag, Lieferschein, Rechnung kann jedes System. Aber auch hier gibt es schon wichtige Details: Kundenklassen? Preisklassen? Mehrspraachigkeit? Währungen? Wir haben auch Kunden welche Produktion und Handel betreiben, das sind mit die kompliziertesten Abläufe, gerade hinsichtlich Preisbildung etc.

Ich muß immer wieder schmunzeln, wenn ich dies Aussagen höre "machen wir es selbst". Wir haben mittlerweile 20 Jahre Erfahrung und kranken noch immer an bestimmten Prozessen. Dies liegt aber nicht vorrangig technischen Umsetzungen, sondern sich permanent ändernden Anforderungen, zu komplexen Abläufen was die Bediener nicht verstehen usw. Ohne eine breite Kundenbasis erhälst du nie ein vernünftiges Endprodukt, da es zu wenig Einflüsse hat. Der Teufel liegt im Detail, die Ausrichtung eines ERP, also dessen Schwerpunkte sind Erfolgsentscheidend für ein Unternehmen.

Ich muß klipp und klar sagen: hätten wir kein fertiges Produkt, würde ich selbst mit unserem Kundenstamm nie- und nimmer wieder eine ERP Entwicklung beginnen. Das ist der blanke Wahnsinn und kostet unmengen an Geld. Gerade aus sicht eines Kunden ist es da 1000 mal billiger ein Heer von Sekräterinnen zu beschäftigen, oder eben - was auch unsere Strategie ist - dem Kunden zugang zu den Sourcen zu geben damit diese sich im Zweifel selbst etwas stricken können. Aber auch hier klare Erfahrung: das funktinoiert NIE, gerade im Mittelstand sind die Unternehmen meist nicht in der Lage ihre eigenen Prozesse zu klären. Was da an Geld versenkt wird, weil Dinge nicht durchdacht oder mit zu wenig Erfahrung gebastelt werden, no comment. Es gibt ja auch Lösungen wie OpenERP, wo man selbst dran bauen kann. Hier existiert aber zumindest mal ein funktionierendes und durchdachtes Grundsystem, Bedienstruktur, Hilfe usw.

Wenn ich schon höre das ihr "1 Artikelnummer für mehrere Artikel" habt und dies auch beibehalten wollt, geht mir gleich der Hut hoch. Somit kann man nie eine klare Lagerverwaltung aufbauen. Beschaffungsmanagement wird nie funktionieren, Du kannst nie bestimmte Normen für Etikettenformate einhalten. Inventuren werden eine Katastrophe, etc pp. Wenn ihr da Probleme habt, löst man dies über interne und externe Artikelnummern. Also 1 interner Artikel "Computer", welcher pro Kunde eine Kundenartikelnummer erhält. Diese Art von Problemen ist auch Standard, jedes Unternehmen, welches mit X Insellösungen arbeitet und auf ein Globalsystem wechselt, hat diese Probleme. Scheitern tut das an den Projektleitern und mangelnder Erfahrung wie man damit umgeht und wie es richtig in einer Software abgebildet wird. (Also beibehalten und verändern zugleich )

Ich sage Dir vorraus: wenn Du als IT'ler ohne die notwendigen wirtschaftlichen und organisatorischen Hintergrundkenntnisse, wie man ein ERP in einem Unternehmen einführt und durchsetzt bzw. wie man ein unternehmen umstrukturieren *muß* um ein Zentralsystem zum Laufen zu bekommen (heißt alle Insellösungen abschaffen und auf ein einheitliches System bringen), das auch noch selbst entwickelst, wird Dein Job zur Hölle.

Zu Deiner Frage - wir sind recht zufrieden mit Delphi als GUI-Entwicklung, nehmen aber DevExpress. Standard Delphi - forgett it. Können ja die Grids nichtmal sortieren. Auch unsere Anwender sind sehr zufrieden. Logik bauen wir aber viel in plpgSQL, einfach stabiler, zu viele AV bei Delphi mit komplexen abläufen und Strukturen wenn die Anwendung 24*7 laufen muß. Unser ServiceDienst schmiert auch ca. alle 3-6 Monate ab, aus unerklärlichen Gründen. Machne unserer Kunden starten Ihre Server nur alle 2 Jahre einmal durch, da fällt das dann auf. Wir haben aber so entwickelt, das die Anwendung auch ohne Applicationserver in einem "Abgesicherten Modus" mit Grundfunktionen weiterläuft. Und : UNBEDINGT SQL. Sonst hast Du ja nochmal 5 Mannjahre mehr

Geändert von DSCHUCH ( 8. Aug 2013 um 22:50 Uhr)
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Furtbichler
(Gast)

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#4

AW: ERP Software mit Delphi

  Alt 9. Aug 2013, 06:43
Ich würde es auch nicht selbst entwickeln, sondern von der Stange kaufen. Der Betrieb muss sich dann eben etwas anpassen, aber das ist ja auch der Sinn der Sache.
Das ist wie mit dem Anzug von der Stange. Der Massanzug sitzt eben doch einfach besser. "etwas" anpassen, das ist ja auch relativ und heisst eigentlich : Firma umbauen und Betriebsabläufe an die Software anpassen. Ne, das wird nicht passsen.
Eben nicht.

Das ist so, als ob man mit einer sehr schlechten Körperhaltung einen Anzug von der Stange kaufen will und dann vorher zum Orthopäden muss, um seine -sehr ungesunde und auf Dauer kostspielige- Fehlhaltung zu korrigieren. Hier kommt es auf die Systemintegratoren an, um zu unterscheiden, ob die Korrektur zu einer gesunden, aber immer noch individuellen Haltung führt, oder so starr ist, das man hinterher stocksteif im Stechschritt marschiert.

Es ist also kein Manko, das man sich anpassen muss, sondern eher eine Weiterentwicklung.

Die ausgereiften Lösungen 'zwingen' die Betriebe, ihre Prozesse zu überdenken und ggfs. an die etablierten Vorgaben der Software anzupassen. Unterm Strich profitieren die Betriebe und meist amortisiert sich die Software allein durch Prozessoptimierungen, d.h. Fertigungs- und/oder Qualitätssteigerungen von alleine.

Die Profis, die die ERP-Software entwickeln und die Betriebe bei der Integration unterstützen, machen das ja nicht zum ersten Mal. Aber so gut wie jeder Entwickler

Nehmen wir mal als Beispiel eine Norm aus der Halbleiterbranche: SEMI-E10. Sie definiert Maschinenzustände (Up/Downtime, productive, engineering, etc.). Um diese zu implementieren, müssen die Zustände erfasst werden. Und dazu müssen die Einrichter, Inbetriebnehmer, Operatoren und die Werkstatt nach bestimmten Schemata arbeiten. Der Riesenvorteil an SEMI-E10 und den Folgenormen ist, das alle Kennzahlen definiert und reichlich diskutiert wurden, man bekommt also sofort ein Werkzeug, um die Produktivität der Fertigung, aber auch die Güte der Werkstatt zu beurteilen und an entscheidenden Punkten zu verbessern. Das ist alles schon fix und fertig in der Schublade der ERP/BDE-Software.

Man täte also gut daran, die SEMI-Norm zu übernehmen und seinen Betrieb entsprechend anzupassen. Nun ist SEMI im Produktionsprozess nicht verbreitet, aber hier gibt es andere Vorgaben, die man tunlichst übernehmen sollte.

In einer ERP/BDE steckt einfach 10000x mehr Erfahrung als in einem einzelnen Betrieb. Sollte man sich das nicht zu Nutze machen?

Individuell kann man in seiner Freizeit sein, finde ich. Im professionellen Umfeld sollte man *effektiv* sein. Scheiß was auf den Maßanzug.
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IBExpert

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FreePascal / Lazarus
 
#5

AW: ERP Software mit Delphi

  Alt 9. Aug 2013, 07:39
In einer ERP/BDE steckt einfach 10000x mehr Erfahrung als in einem einzelnen Betrieb. Sollte man sich das nicht zu Nutze machen?
Das führt aber erfahrungsgemäß zu den berühmten Funktionsmonstern, die am Bedarf gerne mal komplett vorbeigehen ....

Ich kenne einige Unternehmen, die seit Jahrzehnten in vielen Bereichen sehr erfolgreich arbeiten und die haben
teilweise etablierte Prozesse, bei denen jeder ERP Softwareanbieter heulend rausläuft, weil der die aufgrund der
Restriktionen der eigenen Softwarelösung nicht umsetzbar sind.

Und genau dieses kleine aber feine Marktsegment bedienen wir gerne mit unserer Lösung, die nach jahrelanger
Beschäftigung mit einem angeblich anpassbaren Funktionsmonster (=AvERP) entstanden ist.
Holger Klemt
www.ibexpert.com - IBExpert GmbH
Oldenburger Str 233 - 26203 Wardenburg - Germany
Firebird 5 Update und Know-how Workshop – 28.8.-29.08.2025 64546 Mörfelden - Walldorf
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Bernhard Geyer

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#6

AW: ERP Software mit Delphi

  Alt 9. Aug 2013, 08:19
Und genau dieses kleine aber feine Marktsegment bedienen wir gerne mit unserer Lösung, die nach jahrelanger
Beschäftigung mit einem angeblich anpassbaren Funktionsmonster (=AvERP) entstanden ist.
Ihr habt aber auch schon ein (halb)fertiges Produkt und müsste nicht jedesmal eine 100% neuimplementierung anbieten. Und für den Fragesteller wäre es eine Neuimplementierung.
Windows Vista - Eine neue Erfahrung in Fehlern.
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