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Grundsatzfrage zu Datenbankprojekt

Ein Thema von stahli · begonnen am 14. Dez 2011 · letzter Beitrag vom 21. Jan 2012
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jobo

Registriert seit: 29. Nov 2010
3.072 Beiträge
 
Delphi 2010 Enterprise
 
#1

AW: Grundsatzfrage zu Datenbankprojekt

  Alt 20. Jan 2012, 16:15
Sind denn die 40T Datensätze nicht mehr weiter "kleinzukriegen"?
Zunächst dachte ich ein Ort hat selten 40T Straßen, aber es geht ja offenbar um Mietparteien oder so.

Hast du Einfluss auf das Datenmodell? Wenn es normalisiert ist, steht ja nicht für jede Wohnung der Straßenname dabei, sondern lediglich ein Verweise (ID). Suchen müsstest Du dann nur noch auf den mal geschätzt 4000 Straßen einer Stadt, im 2. Schritt dann auf der Hausnummer. Steht die Hausnummer in einem separaten Feld?

Mir ist auch die Logik in der abgekürzten Suche nicht ganz klar.
"N[Leerzeichen]P9"
'Leerzeichen' steht für 'nächstes Wort'?
'N' (am Anfang) steht für (erstes) Wort beginnt mit 'N'?
'Ne' stünde für (erstes Wort) beginnt mit Ne?
Wird Großschreibung unterschieden?

Wenn Du mit einem DB Server sprichst, wäre der Like Operator gefragt.
Der funktioniert wie die Wildcards aus Dateilistings.

Wenn Du es schaffst, die Suchanfrage in einen Like kompatiblen Filter umzubauen, sehe ich kein Problem. Die meisten DB haben außerdem die Möglichkeit, schon serverseitig die Menge der zurückgegebenen Werte zu beschränken.

Um Web müsste man vielleicht mit Ajax arbeiten.
Datasnap kenne ich nicht.
Gruß, Jo
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mkinzler
(Moderator)

Registriert seit: 9. Dez 2005
Ort: Heilbronn
39.873 Beiträge
 
Delphi 11 Alexandria
 
#2

AW: Grundsatzfrage zu Datenbankprojekt

  Alt 20. Jan 2012, 16:21
Die Frage ist, ob sich der Aufwand für ein BDE-Projekt lohnt und man nicht auf eine aktuelleres DBMS wechseln sollte, welches reguläre Ausdrücke unterstützt.
Markus Kinzler
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jobo

Registriert seit: 29. Nov 2010
3.072 Beiträge
 
Delphi 2010 Enterprise
 
#3

AW: Grundsatzfrage zu Datenbankprojekt

  Alt 20. Jan 2012, 16:43
Ich hatte stahli so verstanden, dass mit der Multi-Tier Frage auch der Wechsel von BDE auf DB-server einhergeht.
Gruß, Jo
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Benutzerbild von stahli
stahli

Registriert seit: 26. Nov 2003
Ort: Halle/Saale
4.352 Beiträge
 
Delphi 11 Alexandria
 
#4

AW: Grundsatzfrage zu Datenbankprojekt

  Alt 20. Jan 2012, 17:54
Ja, es geht ja gerade um einen Umstieg von der BDE zu einem ordentlichen SQL-DB-Server.

Die Frage ist nun, wie man bei einer Multi-Tier-Anwendung oder auch einer Browseranwendung mit einer großen Tabelle umgeht. Man wird wohl - um in meinem Beispiel zu bleiben - immer erst eine Straße selektieren lassen und alle weiteren Funktionen auf diese Straße begrenzen. Oder?

Wobei ich einen solchen Ansatz aber nicht wirklich schön finde. Das wäre für mich auf jeden Fall ein PRO für eine klassische Datenbankanbindung.


@jobo

Mal zum Hintergrund (wobei es darauf weniger ankommt).
Die Tabellen sind normalisiert. Die Grundstückstabelle enthält die Straßenschlüssel und die Hausnummern. Es gibt ca. 40000 Grundstücke.

Der benötigte Straßenschlüssel wird zunächst in der Straßentabelle ermittelt. Die enthält die Straßennamen und "SortStraßennamen" (mit aufgelösten Umlauten und ss statt ß).

Leerzeichen im Suchtext stehen für ein Wortende. Groß/Kleinschreibung ist nicht relevant.

"n" findet z.B. "Nachtigallensteig"
"n " auch noch
"neu" würde dagegen "Neuragoczystr" finden (siehe Bild oben)
"n p" findet "Neustädter Passage" da es die erste/einzige Straße ist, bei der das erste Wort mit "N" und das zweite mit "P" beginnt.


Mir ging es aber nicht darum, diese Funktion in SQL umzusetzen, sondern einfach darum, wie man in Multi-Tier-Probjekten oder Browseranwendungen mit großen Tabellen umgeht.
Ohne eine "Vorselektierung" oder wenigstens "Datensatzbeschränkung" wird das wohl nicht funktionieren.
Ich fände das aber ziemlich unschön und würde dann eine native Datenbankanbindung wenn möglich bevorzugen. Für das GUI-Design stelle ich mir das einfach besser vor.
Der User kann somit "die gesamte Tabelle" vor sich sehen und muss sich nicht erst bestimmte Häppchen daraus laden.
Stahli
http://www.StahliSoft.de
---
"Jetzt muss ich seh´n, dass ich kein Denkfehler mach...!?" Dittsche (2004)
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WM_CLOSE

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#5

AW: Grundsatzfrage zu Datenbankprojekt

  Alt 20. Jan 2012, 18:11
Mach es doch so wie Google bei seiner Bildersuche:
Lade nur den Teil (nach) der gerade z.B. auf Grund der Scrollposition benötigt wird.
Delphi programming
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Benutzerbild von Phoenix
Phoenix
(Moderator)

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Ort: Hausach
7.643 Beiträge
 
#6

AW: Grundsatzfrage zu Datenbankprojekt

  Alt 20. Jan 2012, 19:00
Schieb doch einfach die Sucheingabe auf den Middle-Tier, lass den Suchen und liefer nur das gefilterte Ergebnis zurück.
Und nein, das geht nicht mit DataSnap, aber DataSnap ist auch kein Middle-Tier Server sondern will nur spielen. Für Real-World Anwendungen ist das Ding nicht zu gebrauchen. Mit einem selbst gebauten Middle-Tier der anständigen Frameworks ist sowas aber kein Problem.

Edit Nachtrag: Beispiel Finanzen.net
Geb mal in der Suchmaske "Mic" ein, warte dann auf die anzeige, und verfeiner dann z.B. mit " Fonds".
Das ganze wird zum Server (Middle-Tier) geschickt, eine Volltextsuche auf die Datenbank losgelassen, bestimmte Schlagworte sorgen für eine genauere Filterung, und der Client bekommt nur noch das Ergebnis zurück. Und dafür müssen nur minimal Daten übertragen werden.
Sebastian Gingter
Phoenix - 不死鳥, Microsoft MVP, Rettungshundeführer
Über mich: Sebastian Gingter @ Thinktecture Mein Blog: https://gingter.org

Geändert von Phoenix (20. Jan 2012 um 19:05 Uhr)
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jobo

Registriert seit: 29. Nov 2010
3.072 Beiträge
 
Delphi 2010 Enterprise
 
#7

AW: Grundsatzfrage zu Datenbankprojekt

  Alt 20. Jan 2012, 23:20
Wenn Du wirklich so große Datenmengen darstellen willst, kommst Du trotz DB Server nicht um eine Clientdatasettechnik rum. (wg Suchgeschwindigkeit, Transferrate und Ressourcenproblemen des Servers)
Dabei spielt natürlich die Anwenderzahl eine Rolle und auch die Hardware.

Durch filigrane Programmierung kann man eine Menge rausholen. Möglich ist vieles, ist aber die Frage wieviel Zeit und Geld man dafür in die Entwicklung steckt.

Eine WildcardSuche der gefragten Größenordnung nach 3 Anfangsbuchstaben mit sortiertem Ergebnis und eingeschränkter Ergebnismenge geht auf einem indizierten Feld unter 0,1 sek. Aber man kann nicht jedes Feld indizieren.

Ob ein gutes Framework in der Mittelschicht per se was bringt, wage ich zu bezweifeln. Die Mittelschicht ist bezogen auf den Server auch schlicht und ergreifend nur ein "Client" mit den gleichen Problemen eines klassischen Client-Server Clients.
Gruß, Jo
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