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Registriert seit: 24. Apr 2003 Ort: Neumarkt Stmk 892 Beiträge Delphi XE6 Enterprise |
#1
Da ich mich vor kurzem etwas mit DUnit beschäftigt hab, dachte ich mir, dass könnte vielleicht noch jemanden interessieren.
![]() DUnit ist Test-Framework, das vor allem im Test-First-Ansatz verwendet wird(XP), es ist aber genauso möglich Unit-Tests im nachhinein zu schreiben. Hier kann mans downloaden: ![]() Ich möchte DUnit mal grundsätzlich anhand eines einfachen Beispiels beschreiben. Begonnen wird mit einem leeren Projekt, dem wir zuerst die Units GUITestRunner und Testframework hinzufügen. Beide Units befinden sich im src-Ordner von DUnit. Die Zeilen:
Delphi-Quellcode:
Werden entfernt und durch diese
Application.Initialize;
Application.CreateForm(TForm1, Form1); Application.Run; TGUITestRunner.RunRegisteredTests; ersetzt. Als kleines Beispiel dient eine simple Wörterbuchklasse. Im Test-First-Ansatz läuft die Entwicklung so ab, dass zuerst das Verhalten der Klasse durch Testfälle festgelegt und anschließend so implementiert wird, dass die Tests erfolgreich durchlaufen. Zuerst werden 2 Units hinzugefügt. Eine beinhaltet die Klasse, die getestet werden soll und eine die Testklasse. Wobei ich erstere Dictionary und zweitere DictionaryTest genannt habe. In der DictionaryTest-Unit erstellen wir die TestKlasse TDictionaryTest, die von TTestCase abgeleitet ist. So sieht der Interface-Abschnitt dieser Unit aus:
Delphi-Quellcode:
Die Membervariable FDictionary ist ein Objekt der Klasse, die wir testen wollen. Die beiden Prozeduren SetUp und TearDown werden vom TestFrameWork zur Verfügung gestellt. SetUp wird immer ausgeführt bevor eine Testprozedur durchgeführt wird und TearDown, wenn die Testprozedur durchgeführt wurde. Standardmäßig wird bei einem Test jede parameterlose published-Prozedur, die mit test beginnt ausgeführt. Um diese Testklasse zu registrieren, muss folgendes in den Initialization-Abschnitt geschrieben werden.
uses TestFramework, Dictionary;
type TDictionaryTest = class(TTestCase) private FDictionary : TDictionary; protected procedure SetUp; override; procedure TearDown; override; published procedure testCreation; procedure testOneTranslation; procedure testTwoTranslation; procedure testTranslationWithTwoEntries; end;
Delphi-Quellcode:
Ansonsten kennt DUnit die Testklasse nicht.
initialization
RegisterTest('Dictionary', TDictionaryTest.Suite); end. In SetUp wird jetzt unser Testobjekt erzeugt und in TearDown wieder freigegeben.
Delphi-Quellcode:
Unser erster Test überprüft lediglich, ob das Wörterbuch nachdem es erzeugt wurde auch leer ist:
procedure TDictionaryTest.SetUp;
begin inherited; FDictionary := TDictionary.Create; end; procedure TDictionaryTest.TearDown; begin inherited; FDictionary.Free; end;
Delphi-Quellcode:
Mit Check wird ein Ausdruck auf true überprüft. Schlägt die Überprüfung fehl, wird der String im 2ten Parameter (ist optional) an der Oberfläche ausgegeben.
procedure TDictionaryTest.testCreation;
begin Check(FDictionary.IsEmpty,'Dictionary muss leer sein'); end; Nun können wir die DictionaryKlasse soweit implementieren, dass der Test erfolgreich durchläuft.
Delphi-Quellcode:
Zu dem Zeitpunkt reicht diese Implementierung um einen erfolgreichen Test zu gewährleisten. Also ist die Klasse noch nicht ausreichend getestet. Deshalb testen wir zunächst eine Übersetzung:
type
TDictionary = class function IsEmpty: boolean; end; function TDictionary.IsEmpty: boolean; begin result := true; end;
Delphi-Quellcode:
Es wird also eine Übersetzung hinzugefügt, überprüft, ob das Wörterbuch noch leer ist und die Übersetzung geholt. Mit CheckEquals wird die Richtigkeit der Übersetzung geprüft. CheckEquals überprüft, ob 2 Parameter übereinstimmen. Die Implementierung der zu testenden Klasselasse ich hier mal raus, weil sie wieder nicht vollständig ist. Beim jetzigen Stand muss IsEmpty einfach false zurückliefern, nachdem AddTranslation einmal aufgerufen wurde. GetTranslation müsste einfach 'book' zurückliefern.
procedure TDictionaryTest.testOneTranslation;
var Translation : string; begin FDictionary.AddTranslation('Buch', 'book'); Check(not FDictionary.IsEmpty, 'Dictionary darf nicht leer sein'); Translation := FDictionary.GetTranslation('Buch'); CheckEquals('book', Trans, ‘Übersetzung Buch’); end; Also schreiben wir noch einen Test, der 2 Übersetzungen testet und einen der einen deutschen Begriff doppelt belegt.
Delphi-Quellcode:
Damit diese Testfälle erfolgreich durchlaufen erweitert sich das Interface von TDictionary auf folgendes:
procedure TDictionaryTest.testTwoTranslation;
begin FDictionary.AddTranslation('Buch', 'book'); FDictionary.AddTranslation('Auto', 'car'); Check(not FDictionary.IsEmpty, 'Dictionary darf nicht leer sein'); CheckEquals('book', FDictionary.GetTranslation('Buch'),'Übersetzung Buch'); CheckEquals('car', FDictionary.GetTranslation('Auto'),'Übersetzung Auto'); end; procedure TDictionaryTest.testTranslationWithTwoEntries; begin FDictionary.AddTranslation('Buch', 'book'); FDictionary.AddTranslation('Buch', 'volume'); CheckEquals('book, volume', FDictionary.GetTranslation('Buch')); end;
Delphi-Quellcode:
Zum Speichern der Einträge hab ich mich für eine Stringliste entschieden. Create und Destroy sind hier lediglich zum Erzeugen bzw. Freigeben von FEntries verantwortlich.
type
TDictionary = class private FEntries : TStringList; public constructor Create; destructor Destroy; function IsEmpty: boolean; procedure AddTranslation(AGerman, ATranslation : string); function GetTranslation(AGerman : string): string; end; Hier noch die ziemlich einfach gehaltenen Methoden:
Delphi-Quellcode:
Und das Wörterbuch funktioniert einmal und ist auch durch Tests abgesichert.
function TDictionary.IsEmpty: boolean;
begin result := FEntries.Count = 0; end; procedure TDictionary.AddTranslation(AGerman, ATranslation: string); var OldStr : string; idx : integer; begin AGerman := KillSp(NoSpace(AGerman)); ATranslation := KillSp(NoSpace(ATranslation)); OldStr := FEntries.Values[AGerman]; if OldStr = '' then begin FEntries.Add(AGerman + '=' + ATranslation); end else begin idx := FEntries.IndexOf(AGerman + '=' + OldStr); FEntries[idx] := AGerman + '=' + OldStr + ', ' + ATranslation; end; end; function TDictionary.GetTranslation(AGerman: string): string; begin result := FEntries.Values[AGerman]; end; Allerdings existiert noch keine Testprozedur, die irgendwelche Ausnahmen testet. Was passiert, wenn es leere Einträge gibt? In der Praxis möchte man ziemlich sicher die Übersetzungen irgendwo speichern und wieder laden können. Dieser Vorgang muss getestet werden. Was passiert wenn in der Datei fehlerhafte Einträge stehen? Wenn man alles testet, was einem einfällt kann dieser Prozess ziemlich langwierig werden. Die Kunst ist es genau soviel zu testen wie man muss. Hoffe, das Tutorial war einigermaßen Verständlich und ich habe mindestens einem damit geholfen. ![]() grüße, daniel
Daniel
Testen ist feige! |
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